Band 1: Tödliche Spiele
Seitdem ich den Kinofilm zu diesem Buch gesehen habe, hat mich die Story nicht mehr losgelassen.
Und das Buch hat all meine Erwartungen übertroffen!
Der Schreibstil gefällt mir sehr. Auch wenn er am Anfang für mich sehr ungewohnt ist, da alles im Präsens geschrieben ist.
Aber daran hab ich mich schnell gewöhnt gehabt. Es ist ein sehr einfacher Schreibstil - gefundenes Fressen für mich. :D
Es wird aus der Ich-Perspektive aus Katniss' Sicht erzählt.
Es wird sehr gut klar gemacht, wie es den Leuten in Distrikt 12 ergeht. Wie sehr das Volk vom Kapitol unterdrückt wird. Man kann sich gut in die Lage hineinversetzen. Und... So ganz abwegig ist das alles gar nicht... Man hegt irgendwann selbst den Wunsch, eine Rebellion anzuzetteln...
Ich kam sehr gut mit der Protagonistin zurecht. Man kann nachempfinden, was sie durchmachen musste, was sie noch immer durchmacht. Man versteht ihr Handeln und ihr Fühlen - und man fängt an genauso zu fühlen wie sie. Und sie ist mir sympathisch.
Das Buch ist traurig und tragisch. Man sollte doch schon stärkere Nerven haben, wenn man es liest.
Ich würde das Buch nie als Kinder- und Jugendbuch einstufen. Dazu ist dann vieles doch zu heftig. Eher als Jugend- und Erwachsenenbuch.
Was mich besonders gefesselt hat, ist die Tatsache, dass es mal etwas ganz, ganz anderes ist. Kein typisches Fantasy-Buch.
Das Ende ist ein bisschen traurig - aber verständlich. Und man bekommt Lust auf mehr. Man will wissen, wie es weitergeht. ;)
Ich habe bis jetzt überhaupt keinen Kritikpunkt. Ich bin gespannt, ob das auch so bleibt.
Dieses Buch kann ich wirklich nur weiterempfehlen!
Band 2: Gefährliche Liebe
Ich weiß noch nicht genau, ob ich diesen Band besser finde als den ersten. Ich tendiere allerdings sehr stark dazu. Aber er gefällt mir zumindest genauso gut.
Dieser Band ist einfach... wow!
Katniss' Verzweiflung kommt so verdammt gut zur Geltung, dass selbst ich Tränen der Wut und der Hoffnungslosigkeit in den Augen hatte - und das passiert nicht oft, wenn ich Bücher lese. Dass ich so derartig mitgerissen werde.
Am Anfang denkt man immer mehr: »Ohje, das geht alles schief. Es bricht alles zusammen... Das kann nicht mehr gut werden.«
Und dann kommt die Horrorbotschaft: Zum Jubel-Jubiläum werden aus jedem Distrikt ein männlicher und ein weiblicher Sieger für die Hungerspiele ausgewählt. Und diesmal wird das Kapitol bestimmt nicht zulassen, dass zwei Tribute gewinnen. WUMM.
Distrikt 12 hat nur drei Sieger. Katniss, Haymitch und Peeta. Heftig...
Man rechnet die ganze Zeit mit dem schlimmsten. Man fühlt mit Katniss ist genauso verwirrt wie sie - ihre Angs und Panik kann man fast greifen.
Doch dann gibt es am Ende eine Wendung. Das Ruder wird so derartig herumgerissen, dass man am Ende nur denken kann: »WTF? « Man rechnet absolut nicht, dass es so ausgeht, wie es letztlich ausgeht. Und das ist sehr, sehr gut! Das gefällt mir verdammt gut!
Ja... Suzanne Collins, weiß wirklich, was sie tut. Einfach der Hammer.
Band 3: Flammender Zorn
Dieser Band ist sehr tragisch. Was ist aus der Katniss der ersten beiden Bände geworden? Sie wirkt finsterer, erwachsener... Nunja, kein Wunder. Sie hat sehr viel durchmachen müssen. Ist sogar in psychiatrischer Behandlung. Logischerweise.
Sie denkt, sie ist clever, wenn sie Bedingungen aufstellt, um der Spotttölpel zu sein. Nur um zu erfahren, dass sie nun zwar keine Marionette des Kapitols mehr ist... Spotttölpel zu sein bedeutet jedoch mehr oder minder zur Marionette der Rebellen zu werden.
Ein Schicksalsschlag jagt den nächsten. Der Band steckt voller Überraschungen - genau wie die Bände davor. Nur anders. Dieser Band ist düsterer.... Trauriger. Aber nicht weniger fesselnd.
Alle sind sie froh darüber, Peeta aus dem Kapitol gerettet zu haben. Und ich dachte schon: Jetzt passiert endlich mal was Positives. Jetzt hat Katniss endlich mal Glück!
Und schwupps bringt er sie fast um, weil er nicht mehr er selbst ist...
Liest man diesen Band, kommt es einem vor, als wären die vorigen Hungerspiele nur eine Art grausames Vorgeplänkel gewesen. Als würde es erst jetzt richtig zur Sache gehen. Was auch dazu beiträgt, dass Katniss zunächst nicht weiß, was sie anstellen soll.
Und am Ende des Bandes, wo man denkt, dass sie ihrem Ziel, Snow zu töten, endlich näher kommt, kurz davor es zu erreichen, muss Katniss noch einen Schlag einstecken. Ein unvorhergesehenes Ereignis, womit weder der Leser noch Katniss gerechnet haben... Ein Schicksalsschlag, der Katniss jeglichen Wunsch nach Leben nimmt. Der ihr total die Energie raubt. Fortan ist sie nur noch eine leere Hülle. Und das weitere Geschehen wird in einer Art Zeitraffer erzählt, weil Katniss aufgrund ihres Zustandes auch jegliches Zeitgefühl verlor bzw. sich für so etwas wie Zeit nicht mehr interessierte.
Bis zu dem Punkt an dem sie auf den gefangen genommenen Snow trifft...
Ab da an wird alles anders, denn auch hier passiert etwas Überraschendes. Etwas, was ich mir jedoch gewünscht habe. Anstatt Snow zu töten, begreift Katniss innerhalb weniger Sekunden, wer die Bomben wirklich aus dem Hovercraft warf... Und wessen Befehl den Anlass dazu gab... Coin ist nämlich die Verantwortliche. Ihre Absichten, sind denen des Kapitols nicht gerade unähnlich. Das wird nicht nur dadurch deutlich, dass Coin den Vorschlag machte, erneut die Hungerspiele ins Leben zu rufen - wie sie sagt ein allerletztes Mal - um die Menschen im Kapitol zu bestrafen, ohne gleich alle abschlachten zu müssen...
Coin nimmt auch genauso wenig Rücksicht auf Verluste, wie seinerzeit Snow. Deswegen war ich umso erfreuter, als der Pfeil das Ziel namens Coin traf.
Infolgedessen wird Katniss in Gewahrsam genommen und dreht dort völlig durch... Sie denkt, sie würde hingerichtet werden, dabei wird sie nur nach Distrikt 12 verbannt. Nach Hause.
Dort angekommen versinkt sie in ihrem Kummer - über Monate hinweg.
Tja und das Ende? Das wird hier nicht verraten. :P Es ist zwar aufgrund der Ereignisse nicht gerade ein Happy End - dennoch ist es - in meinen Augen - ziemlich schön. Man ist froh, dass Katniss doch noch so etwas wie glücklich werden konnte. Und man ist froh darüber, dass Peeta sich selber wiedergefunden hat....
Eine Art Neuanfang, den die beiden in Angriff nehmen.
Fazit
Sehr lobenswert, was Suzanne Collins da zusammengeschrieben hat. Ein wirklich gutes Werk. Sehr gut.
Und ich muss zugeben: Teilweise habe ich mich in Katniss wiedergefunden. Ihre rebellische und biestige Art... Ja, so ein bisschen bin ich auch. :D
Katniss ist auch mal eine Protagonistin die wirklich ihre Ecken und Kanten hat. Sie zeigt Schwächen auf, will im ersten Moment lieber fliehen als kämpfen.
Sie hat echt Charakter - und das macht sie mir so sympathisch.
Diese Buchreihe kann ich wirklich nur weiter empfehlen!! Aber Obacht: Leser mit schwachen Nerven sollten die Finger davon lassen. Denn teilweise standen mir echt die Tränen in den Augen... Und das ist ein gutes Zeichen - denn so eine Reaktion haben nur wenige Bücher in mir hervorgerufen.