Inhalt:
In den 12 Distrikten des Landes Panem herrschen Hunger, Armut und Verzweiflung. Das mächtige Kapitol hat daher Angst vor Aufständen, wie es schon einmal geschah. Um den Menschen ihre Macht zu demonstrieren, entreißen sie jedes Jahr in jedem Distrik ein Mädchen und einen Jungen zwischen 12 und 18 Jahren ihren Familien, stecken die 24 in eine Arena und sehen zu, wie sie sich gegenseitig umbringen – denn bei den Hungerspielen kann nur einer überleben...
Meine Meinung:
Nun konnte auch ich dem Reiz der Panem-Trilogie nicht mehr entfliehen, da der Film bald ansteht und ich mehr als nur neugierig war, entstand doch ein Hype, der die Ausmaße von von Twilight und Harry Potter annehmen könnte. Und was soll ich sagen: ich wurde nicht enttäuscht!
Die Autorin nimmt einen sofort gefangen in ihrer Geschichte um die 16jährige Katniss, die bei den Hungerspielen anstelle ihrer 12jährigen Schwester Prim antritt, wohlwissend, dass es ein Spiel auf Leben und Tod ist. Doch größer als die Angst vor dem Tod ist die Angst um ihre Schwester, die keine Chance in der Arena hätte.
So nimmt die Geschichte ihren Lauf und Katniss kommt mit dem anderen Distrikttribut Peeta in die Arena, in der ein brutaler Kampf um’s Leben und um Ruhm entfacht.
Katniss ist einem unheimlich sympathisch, ist sie doch hart und weich zugleich. Als Ernährerin ihrer Familie ist sie hart geworden, eine Kämpferin, eine Jägerin. Dadurch, dass die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird, fühlt man sich ihr sehr nahe, kennt ihre Gedanken und ihre Ängste – vermutlich besser als sie selbst, lässt die Autorin doch einigen Interpretierungsspielraum. Sie ist keine perfekte Heldin – einfach ein Mensch, der gelernt hat zu kämpfen.
Ihrem Mittribut Peeta aus Distrikt 12, der Interesse an ihr zeigt, ist sie kalt gegenüber, weiß sie doch, dass es keinen Sinn macht, Freunde zu werden, schließlich kann nur einer gewinnen – der andere muss sterben.. Doch irgendwann merkt auch sie, dass es ohne Verbündete nicht gehen wird.
Auch die Nebencharaktere sind bis ins kleinste Detail liebenswürdig herausgearbeitet, selbst den Feinden Katniss’ muss man teils Respekt zollen, es gibt kein klares Schwarz/Weiß.
Die Geschichte selbst spielt anfangs in dem armen Distrikt 12, deren Hauptaufgabe die Kohleförderung ist. Wir erfahren viel von Katniss’ Leben, wie sie täglich das Gesetz bricht, um ihre Familie ernähren zu können. Von ihrem besten Freund und Jagdgefährten Gale, ihrer Mutter, die sich eher schlecht als recht um die Kinder kümmern kann und ihrer großen Liebe zu ihrer Schwester Prim. Aber auch die Armut und der Hunger werden gut beschrieben, sodass man gar nicht anders kann, als die starke Katniss zu bewundern.
Dagegen das verschwenderische Leben im Kapitol, die alles im Überfluss haben und nur zur ihrer Belustigung und Demonstration ihrer Macht jedes Jahr 23 unschuldige Kinder opfern.
Der Kampf in der Arena wird brutal geschildert, zwar geht die Autorin nicht sehr ins Detail, aber wird doch soviel gezeigt, dass mich die Einstufung „Jugendbuch“ manches Mal gewundert hat.
Das Ende nimmt einen noch mehr gefangen als die Geschichte schon an sich, einiges Mal hörte ich mich stocken und mich laut wundern und aufregen.
Selten hat mich so eine Geschichte so gefangen genommen – ich bereue den Kauf keineswegs und bin sehr gespannt auf die Nachfolger.
Fazit:
Unbarmherzige Dystopie