Rezension zu "Brennen muss die Hexe" von Sven Koch

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Bellexr

Vor 1 Jahr

(17)

Brenne in der Hölle
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Kurz vor der Walpurgisnacht entdeckt ein Förster im Wald von Lemfeld einen Scheiterhaufen. Die herbeigeholte Polizei findet die fast komplett verbrannte Leiche einer jungen Frau, die nach mittelalterlichen Methoden zuvor grausam gefoltert wurde. Unter Hochdruck wird die SOKO „Flammenhimmel“ installiert, der auch die Polizeipsychologin Alexandra von Stietencron angehört. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, denn Alex befürchtet, dass die bevorstehende Walpurgisnacht weitere Opfer fordern wird und schon bald brennt wieder ein Scheiterhaufen …
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Äußerst schaurig beginnt Sven Koch seinen Krimi mit der Beschreibung des ersten Mordes an einer jungen Frau, die bei lebendigem Leib miterleben muss, wie sich die Flammen immer höher um ihren Körper züngeln. Dies ist schon einmal nichts für schwache Nerven und genauso beklemmend wie auch düster gestaltet sich zumeist die weitere Stimmung des Buches. Mit zu dieser beklemmenden Atmosphäre tragen aber auch die Beschreibung des Ortes sowie dessen dunkle Vergangenheit der Hexenverfolgung bei, die Sven Koch anschaulich beschreibt.
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Die Polizeipsychologin Alex stürzt sich regelrecht in die Ermittlungen und stellt bald eine Verbindung zu einer Wicca-Gruppe her, der die Tote angehört hatte. Sind hier weitere Opfer zu befürchten oder befindet sich gar der Mörder im Umfeld dieser Gruppe? Viele Fragen tuen sich im Verlauf des Krimis auf und viele Spuren werden verfolgt, währenddessen das Morden weitergeht und schon bald beginnt ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit dem Täter. Diese Entwicklung der Story wie auch der einnehmende, fesselnde und flüssige Schreibstil von Sven Koch sorgen dafür, dass Hochspannung bis zum Schluss garantiert ist.
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Die Story nimmt immer mal wieder eine neue Wendung an und zwischendurch gibt Sven Koch seinen Lesern regelmäßig einen kleinen Einblick in das Privatleben seiner Protagonistin, sodass man sie im Verlauf des Buches sehr gut kennenlernt. Allerdings liegt der Fokus des Krimis, den man fast schon als Psychothriller bezeichnen kann, eindeutig bei den akribischen Ermittlungsarbeiten der SOKO „Flammenhimmel“ und hier im Besonderen bei den Aktivitäten der Psychologin.
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Die Profilerin Alex ist eine sehr engagierte, eigenwillige junge Frau, die sich voller Elan in den neuen Fall stürzt. Hierbei vergisst sie auch gern einmal zu essen oder gar zu schlafen und arbeitet lieber die Nacht durch. Natürlich kommt ihr Privatleben hierbei viel zu kurz, allerdings ist Kater Hannibal der einzige, der hierunter zu leiden hat. Durch die kleinen Einschübe im Verlauf des Krimis lernt man so eine sehr sympathische Psychologin mit einigen liebenswerte Macken kennen, die sich regelrecht an einem Fall festbeißen kann und zu ihrer Meinung steht, auch wenn sie nicht ganz konform mit der des leitenden Ermittlers geht.
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Fazit: Ein beklemmender wie auch sehr spannender Krimi, der mit viel Lokalkolorit versehen ist und mit einer äußerst sympathischen Protagonisten aufwarten kann, die auch Ecken und Kanten haben darf.

Autor: Sven Koch
Buch: Brennen muss die Hexe
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