Leser-Rezension zu „América” von T. C. Boyle
am 13.05.2009
Ein wahnsinnig gutes Buch, fand ich. Zwei Welten prallen aufeinander: das von Cándido, dem mexikanischen Einwanderer und das von Delaney, einem weißen, liberalen und umweltbewussten Amerikaner, stets darauf bedacht, politisch korrekt zu handeln. Der Lauf der Geschichte ist tragisch-komisch, das harte Leben der illegalen Einwanderer ist schon harte Kost, gleichzeitig muss man schmunzeln über so viel dumme und unglückliche Zufälle, die den armen Cándido "noch tiefer in die Scheiße reiten"... Interessant ist vor allem, wie der liberale Anerikaner damit umgeht. Denn aus der Distanz betrachtet kann man viele postive Worte für die Einwanderer haben, wie aber geht man damit um, wenn sie plötzlich Teil des eigenen Lebens sind, sozusagen in das blütenreine, amerikanische Vorstadtleben eindringen, ähnlich wie die Coyoten, die im Buch eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen.
Unbedingt lesenswert!!

