Leser-Rezension zu „América” von T. C. Boyle

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Verfasst von schreibware
am 12.07.2010
 

T. C. Boyle lässt zwei Menschen auf einander krachen und damit auch zwei vollkommen verschiedene Welten, die sich so gar nicht miteinander vereinbaren lassen wollen. So beginnt alles mit einem folgenschweren Unfall, bei dem der liberale und naturfreudige Familienmensch Delaney den arbeitsuchenden illegalen Einwanderer Cándido mit seinem Wagen anfährt. Darauf wirft uns Boyle in eine Odyssee der Tragödien und ein Amerika, dass jeden träumen lässt, aber selten die Träume erfüllt. Wir erfahren von den Unterschieden der Gesellschaft und den Preis des Wohlstands, der immer durch das Leid einer Minderheit erworben wird, welche selbst für die Krümmel der fetten Torte bereit ist alles zu riskieren. Boyle schildert böse und wahr die Geschichte zweier Familien, deren Unterschiede nicht größer sein könnte. Während Delaney sich mit seiner Frau um Coyoten im Garten sorgt und mit den Nachbarn um einen großen Zaun um das Viertel zum Schutz der Gemeinde streitet, geht es für Cándido und seine Lebensgefährtin América um das nackte Überleben zwischen Ausbeutung, Gewalt und Obdachlosigkeit.
Boyles Roman ist ein Meilenstein der Literatur und zeigt uns auf, wie nichtig unsere alltäglichen Probleme doch im Gegensatz zum Kampf ums Überleben sind. Hier werden Vorurteile geschildert um sie bewusst werden zulassen, in der Hoffnung, dass wir sie für immer abreißen können.

 

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América América
T. C. Boyle

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América
von T. C. Boyle

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