Rezension verfasst vor 1 Jahr
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Meta arbeitet in einer Kunstgalerie. Sie möchte einen frischen Wind hineinbringen, aber das ist natürlich leichter gesagt als getan. Meta lebt in einer Welt von Glanz und Glamour. Sie hat Geld und auch einen gewissen Lebensstandard. Aber das füllt die junge Meta nicht aus und das merkt sie langsam.
Vor allem nach der Nacht mit einem jungen, mittellosen Mann - David. Etwas verbindet die beiden und doch scheint ein Zusammensein nicht möglich zu sein. Denn David trägt ein dunkles Geheimnis mit sich.
Nachdem ich mir unschlüssig war, ob mir Heitmanns Stil gefällt und Wintermond gerade in der Bücherei verfügbar war, hab ich mich einfach mal rangetraut. Der Klappentext hat mich auch angesprochen - mal was anderes als Vampire.
Beim Lesen wie auch jetzt, da ich durch mit dem Roman bin, finde ich, dass Wintermond eine Mischung aus Dämonenherz und Schattenauge ist.
Das Buch wird in der 3. Person erzählt. Der Erzähler verfolgt meist Metas, die Protagonistin, oder Davids, der Protagonist, Sicht und Gedanken. Ab und an werden auch die Eindrücke von Davids Wolf aufgefangen oder von anderen Charakteren. Der Schreibstil ist relativ flüssig. Allerdings mir an manchen Stellen etwas zu ... hm, steif, kalt, sachlich, zu objektiv.
Meta und David sind keine Jugendlichen mehr, Mitte/Ende 20 vielleicht, was die Geschichte in gewissem Sinne etwas reifer macht. Die beiden lernen sich, mehr oder weniger, in einer Bar kennen und fühlen sich sogleich voneinander angezogen. Allerdings flüchtet Meta erst mal überstürzt aus Davids Wohnung, nach einer gemeinsamen Nacht. Denn Meta ist nach außen hin eine kühle Lady der High-Society und David ist ein mysteriöser, dunkler junger Mann, der ein bisschen nach Schläger aussieht.
David hat natürlich ein Geheimnis: Er ist Hüter eines Wolfsdämons, den er in seinem Inneren trägt und der ihm strahlend blaue Augen verleiht. Doch das Zusammenleben mit einem Wolf ist gar nicht so einfach, denn der Wolf ist ein Rudeltier und als solches auf seine Artgenossen angewiesen.
Die Geschichte geht relativ langsam voran, man wird aber durch die Geheimnisse des Wolfsdämons, Davids Ziehvater und den (dunklen) Absichten Hagens (Davids Rudelführer) immer bei Spannung gehalten.
Allerdings haben mich irgendwie erst die letzten knapp 200 Seiten richtig überzeugt. Alles in allem hätte man das Buch (knapp 500 Seiten stark), etwas kürzen können, damit etwas mehr Dynamik entsteht. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Autorin immer zwischen den Sichtweisen wechselt, sodass der Leser einen guten Einblick in den Charakter und dessen Sichtweise hat.
Kurz: Wem die beiden oben genannten Romane (Dämonenherz und Schattenauge) gefallen haben, insbesondere Dämonenherz, dem wird auch Wintermond zusagen.
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