Leser-Rezension zu „Das Erbe des Zauberers” von Terry Pratchett
am 23.10.2011
Das Erbe der Zauberer
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Eine Welt, flach wie ein Pfannkuchen, getragen von vier Elefanten auf dem Rücken einer Schildkröte durch die Weite des Alls schwebend, kann nur von Zwergen, Hexen, Zauberern und anderen fantastischen Gestalten bevölkert werden.
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In diesem Abenteuer richtet sich Terry Prachtetts Augenmerk auf die Gilde der Zauberer. Das von Männern dominierte Bündnis duldet keine Frauen in seinen Reihen. Frauen werden Hexen. Punktum. Doch der Magier Drum Billet ändert diese alte Väter Sitte unfreiwillig. Statt dem achten Sohn eines achten Sohnes den obligatorischen Zauberstab zu überantworten, überreicht er die Insignie der Magie fälschlicherweise an eine Tochter. Tja, Pech gehabt, denn das Mädchen Eskarina hat ein paar Jahre später keineswegs vor, Hexe zu werden. Sie möchte vielmehr die Unsichtbare Universität besuchen, um das Zauberwesen zu studieren und einen Abschluss zu erwerben. Die Verantwortlichen beabsichtigen jedoch, die Tradition zu wahren und es ihr zu verwehren. Doch sie haben nicht mit der energischen Hexe Oma Wetterwachs gerechnet, die sich an Eskarinas Seite stellt und ihr auf tatkräftige Weise helfen will, ihren Wunsch zu realisieren. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Ankh Morpork, um den Zauberern zu zeigen, dass sich die Zeiten geändert haben und Frauen sehr wohl Zauberinnen werden können.
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Dies war der zweite Scheibenwelt-Roman, den ich gelesen habe. Nachdem mir Das Licht der Phantasie nicht so gut gefallen hatte (eigene Rezension vorhanden), wollte ich Terry Pratchett dennoch eine weitere Chance geben. Wie der Zufall wollte, befand sich Das Erbe der Zauberer in einem Band mit Das Licht der Phantasie.
Tatsächlich gelang es Terry Pratchett, mein Interesse für die von ihm geschaffene Welt und ihre Bewohner wach zu halten. Es war leichter, sich in der Geschichte zurecht zu finden und sich mit den Protagonisten anzufreunden. Oma Wetterwachs erhielt ihren ersten Auftritt und bewies sogleich die Tragfähigkeit ihres Charakters. Sie ist sympathisch, selbstbewusst, mitfühlend und verbirgt hinter ihrer harten Schale einen weichen Kern. Zu erleben, wie sie sich gegen die verknöcherten Zauberer durchsetzt, macht einfach Spaß.
Insgesamt strotzten die Geschichte und die verwendete Sprache vor irr-witzigen Einfällen. Dennoch hat man nicht den Eindruck, dass es sich um puren Nonsens handelt, sondern es wird noch die ein oder andere „message“ verpackt.
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Nichtsdestotrotz fehlte mir bei Das Erbe der Zauberer immer noch das gewisse Etwas. Ich fand es recht unterhaltsam, aber um mich an die Scheibenwelt zu fesseln, war ich nicht genug in die Geschichte involviert. Dennoch sollte ich es mit Total verhext ein weiteres Mal versuchen, doch das ist eine andere Geschichte….

