Rezension verfasst vor 11 Monaten
(8)
Meinung
Die Geschichte um Gevatter Tod, der einen Lehrling sucht, um selbst einmal eine Pause zu bekommen, bringt den Leser immer wieder zum Lachen.
Terry Pratchett schafft dies vor allem durch verrückte, intelligente Wortspielereien und absurde Beschreibungen von der Scheibenwelt.
Dabei schreckt er auch bei seinen Charakteren nicht zurück, das sich deutlich in der Darstellung von Tod zeigt. Man stelle sich nur einmal den Tod in Schürze und als Katzenliebhaber vor. Noch nie war der Tod so sympathisch (ausgenommen: Gregg, the Grim Reaper aus Conker, einem Videospiel), so dass sogar ein wenig Mitleid aufgrund seiner Einsamkeit und Tristheit seines Lebens aufkommt.
Auch Mort, Tods Lehrling, hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Er entwickelt sich von einem zurückhaltenden, schlaksigen Aussenseiter zu jemanden, der für die Dinge in seinem Leben einsteht, die ihm auf dem Herzen liegen.
Zudem ist die Beschreibung der Arbeit von Tod sehr gelungen. Gerade die ganzen Details, die sich Pratchett ausgedacht hat, sind faszinierend. So gibt es Lebensuhren oder die selbstschreibenden Biographien sowie die Zeit, die für Tod nicht existiert.
Leider kann das Ende des Buches nicht mit dem vorherigen Niveau mithalten, denn es wirkte plötzlich und abgehakt. Man könnte beinahe vermuten, dass Pratchett nicht wusste, wie er das Ende begründen sollte und ließ demnach einfach die Erklärungen weg. Auf die Entscheidung von Tod wird an dieser Stelle einfach nicht näher eingegangen und so fällt es schwer diese nachzuvollziehen. Genauso verhält es sich mit Tods Verhalten über das ganze Buch. Dieses wird von einem Charakter, der Tod schon länger kennt, als ungewöhnlich angesehen. Jedoch gibt es keine zufriedenstellende Begründung hierfür.
Fazit
Ein sehr witziges, fantasievolles Buch mit schwachem Ende. Für jeden empfehlenswert, der diese Art von Humor mag.
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