Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Die Zauberer der Unsichtbaren Universität (UU) sind um den Bibliothekar besorgt, dem es gar nicht gut geht. Ständig muss er niesen, wobei er jedesmal ungewollt seine Gestalt ändert. Ein Zauber könnte helfen, für den man allerdings den Namen des Patienten braucht. Früher, als der Bibliothekar noch kein Orang Utan, sondern ein Mensch war, hatte er auch mal einen Namen, nur kann sich niemand mehr daran erinnern. Der völlig talentlose Zauberer Rincewind könnte den Namen wissen, leider hat es ihn in am Ende des Romans "Echt zauberhaft" in das Land Viericks verschlagen. Während die Zauberer der UU sich auf die Suche nach Rincewind machen und auf einer höchst eigenartigen Insel landen, schlägt sich Rincewind durch die Wildnis von Viericks (das übrigens erstaunliche Parallelen mit Australien aufweist). Das sprechende Känguru Scrappy macht ihm klar, dass Rincewinds Ankunft verheerende Auswirkungen hatte: Die Zeitlinie wurde geändert, worauf das letzte bisschen Wasser des ohnehin schon trockenen Kontinents endgültig zu versiegen droht. Scappy betont, dass Rincewind Viericks retten muss, und Rincewind reagiert, wie er immer reagiert: mit Flucht. Aber das Känguru lässt sich nicht so einfach abschütteln...
Die Rincewind-Romane sind zwar nicht meine liebsten Scheibenwelt-Bücher, aber trotzdem habe ich den Antihelden schlechthin in mein Herz geschlossen, und natürlich auch die Zauberer der Unsichtbaren Universität. "Heiße Hüpfer" ist ebenso lesenswert wie alle Discworld-Romane, aber ein Highlight ist es nicht. Dem Scheibenwelt-Fan wird zu wenig Neues geboten: Sowohl die UU-Zauberer als auch Rincewind handeln genauso, wie man sie in früheren Romanen schon erlebt hat. Trotzdem ist das Buch vor allem für Leser geeignet, die schon ein paar Scheibenweltromane kennen. Neulingen dagegen empfehle ich als Einstieg eher den Sammelband "Rincewind, der Zauberer".
"Heiße Hüpfer" ist ein typischer Scheibenweltroman, und das ist positiver gemeint als es klingt. Wie immer gibt es hier jede Menge skurrile Figuren, witzige Dialoge und haarsträubende Szenarien. Der Höhepunkt war für mich die Begegnung der Zauberer mit dem Gott der Evolution, der nicht so ganz kapiert hat, worum es bei der Evolution wirklich geht - einfach herrlich! Für Australien-Kenner ist dieser Roman ganz sicher noch viel witziger als für mich, die noch nie dort war, denn das ganze Buch wimmelt nur so vor Anspielungen auf den fünften Kontinent.
Fazit: Zwar gibt es bessere Scheibenwelt-Romane, aber wer Terry Pratchetts Stil mag, der kommt auch um "Heiße Hüpfer" nicht herum.
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