Toby Harper, eine junge Ärztin, arbeitet gerade ihre Nachtschicht in der Notaufnahme ab, als ein älterer Herr, nackt und verwirrt eingeliefert wird.
Sie führt mehrere Untersuchungen durch, doch die Ergebnisse irritieren sie und so informiert sie den Sohn, um sich ein besseres Bild machen zu können. Als dieser eintrifft, ist der Mann spurlos verschwunden und Harpers Ruf stark beschädigt.
Kurz darauf trifft ein weiterer Rentner im Krankenhaus ein, der unter mysteriösen Umständen stirbt. Da ihr diese Vorfälle keine Ruhe lassen, veranlasst sie eine Obduktion, um Licht in die Sache zu bringen.
Die Werte ergeben das Krankheitsbild Creuzfeldt-Jakob und Harper beginnt zu recherchieren. Dabei stellt sie fest, dass die beiden Rentner aus ein und demselben Altersheim stammen. Bei ihren Nachforschungen dort stößt sie auf Dr. Wallenberg, einen Hormonforscher, der an der „ewigen Jugend“ laboriert. Die Ungereimtheiten die sie dabei entdeckt und ihre Ermittlungen bringen sie und von ihr eingeweihte Verbündete in immense Schwierigkeiten.
Hinzu kommen Probleme mit ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter, der es plötzlich schlechter geht und die ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Fortan muss sie sich auch noch den Vorwurf des Missbrauchs und falscher Medikamentengabe gefallen lassen.
In einem zweiten Handlungsstrang wird die zurückgebliebene 16 jährige Molly eine etwas Prostituierte, nach einem dubiosen Treffen mit einem Freier schwanger, ohne zu ahnen wie das passiert sein könnte und schon gar nicht, welchem Zweck ihre Schwangerschaft dienen soll.
Das Buch von Tess Gerritsen greift ein heikles und moralisches Thema aus Medizin und Forschung auf und wird in mehreren, dabei zwei im Vordergrund stehenden Handlungssträngen erzählt.
Sehr oft werden dabei detaillierte Szenen aus dem Krankenhaus und medizinische Fachbegriffe benutzt.
Man muss beiden Erzählgleisen sehr genau folgen, um nichts zu verpassen, wobei man den Teil um Toby Harper und ihre Familie gewiss hätte weglassen oder kürzer beschreiben können. Er gewinnt im Mittelteil doch sehr an Länge und nimmt oft die Spannung raus.
Andererseits ist dies auch ein Markenzeichen von Tess Gerritsen. Ihre Charaktere und Figuren beschreibt sie gerne sehr genau, auch mal den privaten Hintergrund oder persönliche Details, damit man sich ein besseres Bild machen kann und sich mit ihnen verbunden fühlt.