Leser-Rezension zu „Der Engel auf meiner Schulter” von Therese Fowler
am 27.01.2012
Der Engel auf meiner Schulter - Therese Fowler
Im Autorentext steht, dass Frau Fowler einen „….Aufbaustudiengang ‚Creative Writing‘ absolvierte“ und dass dies ihr Debütroman ist, der „international für Begeisterung sorgte“.
Ganz ehrlich, ich kanns nicht so wirklich verstehen.
Es geht um Meghan Hamilton, die `nen stinkreichen Bankersohn geheiratet hat, um die hoch verschuldete Farm ihrer Eltern zu retten und sich somit gegen ihre Jugendliebe entschieden hat.
Wie das so ist, vögelt sich am Hochzeitsmorgen nochmal mit ihrem Ex und weiß daher nicht, von wem ihre Tochter ist. Dann gibt’s `nen Zeitsprung von 16 Jahren, ihre Tochter pubertiert auf Höchsttouren, sie hängt noch immer ihrer alten Liebe nach und wird dann mit der Diagnose ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) konfrontiert. Bei ALS tritt nach und nach eine Lähmung der Muskulatur ein, sodass man zum Schluss erstickt, weil die Atemmuskeln dann schlapp machen.
Natürlich wird ihr erst dann klar, dass sie jede Menge Mist verzapft hat und es einige Dinge gibt, die sie gradestellen muss. Darum geht das ganze Buch. Dass sie das tun muss und wie schwer ihr das fällt.
Es wird sich nur oberflächlich mit der Krankheit auseinander gesetzt, was interessant gewesen sein könnte.
Die Probleme der Tochter werden nur erwähnt, eigentlich schmollt diese immer nur rum. Schade.
Die neu entstehende Beziehung mit dem Ex wird nur faktisch aufgezählt, ziemlich banal und öde.
Alles in allem hätte das Buch von den Themen her viel Potential gehabt.
Hätte, könnte, würde.

