Leser-Rezension zu „Die Arbeit der Nacht” von Thomas Glavinic
am 21.03.2011
Jonas erwacht eines Morgens in seiner Wiener Wohnung. Nach und nach wird ihm bewusst, dass nicht nur das Haus in dem er lebt menschenleer ist, sondern auch die anderen Häuser, die Straßen, die Plätze, Einkaufszentren – alles. Es gibt kein Fernsehprogramm mehr, per Telefon ist niemand zu erreichen. Ist er der letzte Mensch auf der Welt? Was ist passiert? Verzweifelt macht er sich auf der Suche nach anderen Menschen und einer Antwort auf seine Fragen und droht dabei nach und nach an sich selbst zu zerbrechen. Das Motiv des letzten Menschen auf der Erde ist nicht neu, doch Glavinic gelingt eine ganz eigene, düstere und erschreckende Verarbeitung, die den Leser die Verzweiflung des Protagonisten hautnah miterleben lässt. Absolut lesenswert!

