Leser-Rezension zu „Die Arbeit der Nacht” von Thomas Glavinic

Rezension als hilfreich gekennzeichnet: (10)

sofie sofie
Verfasst von sofie
am 23.09.2011
 

Jonas wacht eines Tages auf und ist völlig allein auf der Welt. Außer ihm haben alle Menschen die Erde verlassen, und nicht nur die Menschen, auch sämtliche Tiere sind verschwunden. Zunächst versucht Jonas herauszufinden, was passiert ist, doch schnell muss er aufgeben. Er fängt an, sich vor etwas Unbekanntem zu fürchten, er stellt überall Kameras auf und filmt sich selbst beim Schlafen. Dabei macht er eine Entdeckung…
Obwohl die Geschichte des Romans „Die Arbeit der Nacht“ schnell erzählt ist und eigentlich nicht viel passiert, ist das Buch trotzdem unglaublich spannend. Man fragt sich die ganze Zeit, was als nächstes passiert. Und stellt sich selbst die Frage, was man tun würde, wenn man wie Jonas in einer menschenleeren Welt aufwachen würde. Thomas Glavinics Aussicht ist eher düster und beklemmend. Zwischen den hilflosen Versuchen seines Protagonisten, das große Ganze zu erkennen, streut er Überlegungen über das Leben, den Tod und besonders über das Ich. Was ist das Ich? Wie unterscheidet sich das Ich von heute von dem vor 30 oder 10 Jahren? Was bleibt, was ist anders? Und was macht ein Menschenleben in der ganzen Menschheitsgeschichte aus?
Mir hat das Buch gut gefallen und es war bestimmt nicht mein letztes von Glavinic.

 

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Die Arbeit der Nacht Die Arbeit der Nacht
Thomas Glavinic

(90)  

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Die Arbeit der Nacht
von Thomas Glavinic

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