Leser-Rezension zu „Der vierte Mörder” von Thomas Kastura
am 8.02.2012
In der Adventszeit geht bei der Kölner Polizei ein anonymer Drohbrief ein, der für den 23.12 einen verheerenden Brandanschlag ankündigt. Kommissar Klemens Raupach, z. Zt.wegen politischer Querelen in den Innendienst strafversetzt, nimmt sich inoffiziell des Falles an. Bald finden er und seine junge Kollegin Photini Dirou heraus, wer der Absender der Drohbriefe ist. Ein psychisch kranker Mann, der offenbar mit dem Anschlag den gewaltsamen Tod seiner Frau rächen will. Doch wo soll der Anschlag stattfinden? Und was haben die Morde an drei Männern der Band "Barbarossa" damit zu tun? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Spät stellen sie fest, dass der Fall weit komplexer ist, als gedacht. Zu spät?? Denn neben dem Feuerteufel muss es noch einen oder mehrere Täter geben. Wie hängt dies alles zusammen?
Das Buch ist dem Autor sprachlich wirklich gut gelungen. Es macht Spass das zu lesen, wenngleich es nicht immer ganz einfach zu lesen ist. Die Charaktere sind fein und liebevoll gezeichnet. Besonders aussergewöhnlich fand ich, dass die Handlung aus drei Ebenen heraus betrachtet wird: Aus Ermittlersicht, aus Tätersicht und auch aus Opfersicht. Mal was anderes als das gewöhnliche Geschehen! Ab und zu hätt ich mir gewünscht, wenn der Autor bei den Personen noch etwas mehr in die Tiefe gegangen wäre - und vor allen Dingen kommt die Spannung ein wenig zu kurz.
Insgesamt ein guter - aber kein herausragender - Thriller.

