wer ein seriöser buchleser sein will, der muss sich immer gleich entschuldigen, wenn er ein anspruchsloses, nur oberflächlich unterhaltendes buch liest. am besten betont er auch, dass er "eigentlich" lieber anspruchsvolle literatur liest, aber, weil der mensch nun mal auch abwechslung braucht, "hin und wieder" eben auf derlei unterhaltungskram ausweicht. außerdem, so kann der seriöse leser zu seiner verteidigung vorbringen, sei das buch ohnehin "schnell weggelesen".
mir ist das alles sehr unklar. als freund der kybernetik verstehe ich das alles nicht, diese differenzen, die da aufgemacht werden. e- und u-literatur. ich habe keine ahnung, was anspruchsvolle literatur sein soll, die ansprüche habe ja ich, nicht die literatur. und welche ansprüche ich habe, variiert, das weiß auch kein mensch. und wenn ich kopfschmerzen habe, sind meine ansprüche andere als in der sonne liegend im urlaubsparadies. so komme ich nicht weiter. da kann thomas klupp nichts für, der kennt mich ja gar nicht.
meine frage ist nicht, ob dies ein anspruchsvolles oder -loses buch ist, sondern ob es gut ist oder nicht. ob es mir gefallen hat - oder nicht. wie dann jemand die schublade nennt, in der er das buch hineinlegt, ist mir egal. meinetwegen popkultur, das wort, so mein eindruck, wird ohnehin sehr gerne verwendet. also sagen wir es so: der thomas klupp, der schreibt doch popliteratur! sagt der damentennis.
jetzt kann ja jeder daherkommen und sagen: der thomas klupp, der schreibt doch z.b. paradisoliteratur, ganz klar! und recht hat er! vollkommen recht! das kann keiner widerlegen. ist es denn gute, mittelmäßige oder schlechte paradisoliteratur, fragt der gebürtige fragesteller damentennis den dahergekommenen jeder. gute frage, eine antwort wäre interessant. jeder hat darauf eine antwort. das macht alles weitere gerede dann auch überflüssig. punkt.