Leser-Rezension zu „Der Zauberberg” von Thomas Mann
am 30.09.2009
Dieses gewaltige Buch hat mich eine Weile beschäftigt.
Insgesamt verfolgte ich die Geschichte von Hans Castorp über drei Jahre lang.
Hans Castorp fährt zu einem Besuch auf den Berghof, ein Sanatorium in dem sein Vetter Joachim sich zu erholen und auskurieren versucht.
Hans begleitet Joachim bei seinem Tagesablauf, also zu den Essen und er nimmt auch an der Liegekur teil.
Als Hans auch zur monatlichen Untersuchung mit kommt, wird ihm nahe gelegt, ebenfalls länger zu bleiben, da auch er nicht ganz gesund ist.
Und so bleibt Hans...sein Aufenthalt, welcher eigentlich nur ein paar Wochen dauern sollte erstreckt sich schlussendlich über sieben Jahre.
Für mich stellte sich die Lesezeit auch als länger heraus als erwartet, denn wer rechnet schon damit drei Jahre für ein Buch zu benötigen?
Die große Handlung in dem Buch war schleppend aber hin und wieder auch interessant.,dies war also nicht der Auslöser für meinen, ich will ehrlich sein, Kampf mit diesem Buch.
Es waren viel mehr die ewigen Diskussionen, Dispute und Haarspaltereien über Gott und die Welt mit denen ich nicht viel anfangen konnte.
Auch das viele Dinge einfach bis ins Kleinste beschrieben wurden ermüdete mich und auf Seite 100 fragte ich mich wirklich, ob ich dieses Buch lesen will. Denn ein Buch, welches einen siebenjährigen Aufenthalt beschreiben will und bei Seite 100 erst am zweiten Frühstück des ersten Tages anlangt, ist nicht ganz meine Geschmacksrichtung.
Natürlich ist die Sprache Thomas Manns gewaltig und beeindruckend, doch nur um der Sprache willen viel zu schreiben und nichts zu sagen ist meiner Meinung nach überflüssig.
Als Fazit bleibt für mich: ein sprachlich schönes aber ansonsten sehr einschläferndes Buch, sodass ich es auch immer dann las, wenn ich nicht schlafen konnte. Denn nach spätestens zehn Seiten Zauberberg schläft man wie ein Baby!

