Leser-Rezension zu „Der Metzger sieht rot” von Thomas Raab

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claudia_mexx claudia_mexx
Verfasst von claudia_mexx
am 7.11.2010
 

Also ich habe erst am Ende des Buches gesehen, wie attraktiv der Autor Thomas Raab ist, sonst hätte ich möglicherweise das Buch nicht so unbefangen gelesen: ein sehr attraktiver Mann (offensichtlich).
Es ist das zweite Buch von ihm, das ich gelesen habe. Hier stellt Willibald Adrian Metzger, sein detektivisches Gespür, das erst vor kurzem offensichtlich geworden ist (der Metzger muß nachsitzen (1. Roman dieser Reihe) unfreiwillig wieder unter Beweis: Nur aus Liebe zu seiner Danjela Djurkovic hat er sich unter das Proletenvolk auf den Fussballplatz begeben und wie um seine Vorbehalte zu bestätigen, kam es zu einem Ausbruch der Ausländerfeindlichkeit und zu einem Mord. Eigentlich nur entsetzt von den menschlichen Abgründen die ihn zwar nicht überraschen aber doch immer wieder entsetzen, will er mit diesen Dingen wirklich nichts zu tun haben. Leider ist seine Danjela anderer Ansicht und da ihre Beharrlichkeit dazu führt das sie tagelang im Koma liegt, wird Willibald Adrian Metzger unwillig aber doch tätig.

Der Schreibstil von Thomas Raab ist gewöhnungsbedürftig, hat man aber die erste Hürde genommen und lässt man sich ein auf die Gedankengänge von ihm, wird man reichlich belohnt. Er schreibt tiefsinnig ... nichts beschäftigt die Menschen so sehr wie die gründliche Pflege eingeschworener Feinschaften, und nichts kann ihnen so viel Mut eintrichtern bis zur Selbstvernichtung wie Hass ..., prangert die typische österreichische Hinterfotzigkeit und Kleinkrämerei. Zusammengefasst kein "leichtes" Buch. Aber mir hat es sehr gut gefallen und ich habe mir bereits das nächste in der "Metzger-Reihe" bestellt.

 

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Der Metzger sieht rot Der Metzger sieht rot
Thomas Raab

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krimi, fußball, österreich, metzger, thomas raab

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Der Metzger sieht rot
von Thomas Raab

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