Leser-Rezension zu „In 300 Jahren vielleicht” von Tilman Röhrig
am 31.01.2010
Anno domini 1641: Der Dreißigjährige Krieg geht seinem Ende entgegen, doch davon merken die Menschen in Eggebusch nur wenig. Sie sind viel zu sehr damit beschäftigt, Hunger, Pest und die plündernden Soldaten im Zaum zu halten. Dennoch bewahrt sich Jockel, der fünfzehnjährige Protagonist, die Liebe zu Katharina und die Hoffnung auf das Ende des Krieges.
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Das Werk, so kurz es auch ist, reißt mit. Es erzählt plastisch und ohne zu schönen, wie es damals war, mit was die Menschen zu kämpfen hatten und welchen Preis man zahlt, um die eigene Menschlichkeit zu wahren.
Im Hinblick auf die Genrezuordnung war ich dennoch kurz irritiert: Ein Kinder- und Jugendbuch mit solch detailliert beschriebenen, gewalttätigen Szenen? Vielleicht nicht unbedingt geeignet für jüngere Leser.
Fazit: Röhrig lässt die Vergangenheit auferstehen. Und zwar so, wie sie wirklich war.

