Leser-Rezension zu „In dreihundert Jahren vielleicht” von Tilman Röhrig
am 19.11.2009
Dieses Buch habe ich vor vielen Jahren gelesen, es war mein erstes Werk zum Thema 30-jähriger Krieg und ich war höchstens 14. Und ich war gefesselt, entsetzt, abgestoßen und zugleich angezogen und äußerst fasziniert!
Erzählt werden in mehreren kleineren Handlunssträngen die Geschichten der Familien, vor allem der Kinder in einem kleinen Dorf, in das irgendwann die Soldatentruppen einfallen. Aber auch schon die Kriegsauswirkungen vor dieser Kathastrophe, der Hunger, die Not, die Kindersterblichkeit und die Ängste werden thematisiert.
Es ist mir als beeidruckend in Erinnerung geblieben und hat mich an mehreren Stellen zu Tränen gerührt, und das hatte weniger mit meinem zarten Alter als mit fesselndem Schreibstil, hohem psychologischen Einfühlungsvermögen in die Personen und grandios übermittelter Geschichtskenntis zu tun! Prädikat: besonders wertvoll und sehr empfehlenswert auch für Erwachsene!

