Rezension verfasst vor 9 Monaten
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Phillipp ist von seinem Leben gelangweilt. Da ertönt in der Nacht ein Schuss aus einem nahegelegenen Wald und beflügelt seine Phantasie. War es Mord? Wenn ja, wer? Ein Geheimdienst? Die Mafia? Oder ein Familiendrama? Doch auf Spurensuche entdeckt er keinen Tatort, stattdessen spürt er einen dumpfen Schlag, der ihn in bewusstlos macht. Als er wieder erwacht, ist um ihn herum nichts mehr so wie er es kennt: Die Bäume sind gigantisch, das Moos jammert und eine glitschige Riesenschnecke leckt an seinem Bein. Er wurde entführt, doch wohin? Mit der Zeit beginnt er zu begreifen, dass er in einer Welt voller verrückter Typen, karikierter Märchengestalten und eifersüchtigen Wissenschaftler gefangen ist. Jetzt hat er endlich sein Abenteuer gefunden, doch in die tiefen des Kaninchenbaus, fernab von zu hause, wollte er nicht landen.
Eigentlich bin ich kein großer Freund von E – Books, besonders nicht von unabhängigen Autoren, aber der eigentümliche Titel und das seltsame Cover fielen mir beim zufälligen Stöbern auf Amazon ins Auge. Und manchmal ist es mit einem Buch wie mit der großen Liebe, der Zufall treibt es einen in die Arme. So kann ich behaupten, dass Quante mit Der Marlin – Gott, Schwulitäten und anderen Verbrechen ein amüsanter und streckenweise tiefer Roman gelungen ist, der satirisch Glaubensfragen und Popkultur auf den Kopf stellt, kräftig schüttelt und am Ende in einem ganz eigenen Bild zusammensetzt. Die paar Euros haben sich gelohnt, eine andere Sichtweise auf Menschsein und Religion eröffnet und für häufige Lacher gesorgt. Empfehlenswert!
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