Leser-Rezension zu „Alles für die Katz” von Tom Cox
am 24.05.2010
Zunächst einmal: ich mag Katzen, wirklich. Früher habe ich immer gesagt: lieber drei Katzen als einen Hund, aber nach der Lektüre dieses Buches habe ich es mir doch anders überlegt - keine Katze, und auch keinen Hund.
Tom ist Besitzer von zum Schluss sechs Katzen, die alle mit ihm und seiner Frau Dee in einem Haus wohnen. Dee ist ebenfalls katzenverrückt, sonst würde sie sich das alles sicherlich nicht gefallen lassen. Tom erzählt von seinem Leben mit den Samtpfoten, ihren unterschiedlichen Charakteren, von Neuzugängen im Katzenhaushalt und von Todesfällen, von Krankheiten und so weiter. Das alles ist ansich sehr liebenswert geschrieben, warmherzig beschreibt er, wie er die einzelnen Tiere kennenlernt, ihre Unterschiede und seine Probleme mit ihnen. Auch Kater The Bear gehört zu den Problemkindern, doch der Weg, Traumfrau Dee zu erobern, führt direkt durch sein Herz - am Ende klappt es doch, und nach all den Jahren ist The Bear Toms Lieblingskatze.
Tja, und die doch sehr dünne Handlung des Buches - hauptsächlich geht es um die Suche nach der perfekten Bleibe und um Umzüge, außerdem um Beschreibungen, was welche Katze wie verschmutzt hat - wird aufgepeppt durch zweifelhafte Listen, z.b. über Katzensprache oder Anweisungen an einen Katzensitter. Ich kann einfach nicht verstehen, warum man nicht Schlafzimmer-, Badezimmer- und Küchentür schließen kann, damit die Katzen ihre Notdurft nicht dort verrichten. Und Beschreibungen von verschmutzen Dingen wie Bettdecken sind häufig, viel zu häufig, als dass ich sie in einem Buch lesen möchte. Auch haben Katzen meiner Meinung nach nichts auf Küchenarbeitsplatten zu suchen.
Positiv finde ich an dem Buch die Aufmachung, die ist sehr gut gelungen und löst einen 'Kauf-und-lies-mich-Reiz' aus. Aber ansonsten kann ich das Buch nur Hardcore-Katzenfans empfehlen.

