Rezension verfasst vor 2 Jahren
(10)
Ich hab es recht zügig durch gehabt, ich ist ja nun wirklich keine schwere Lektüre oder gar besonders anspruchsvoll.
Es hat mich ganz gut unterhalten, hier und da war zwar ein Stirnrunzeln nicht zu unterdrücken und so witzig, wie erwartet, war es dann leider auch nicht, aber durchaus nette Lektüre, nicht der Oberbringer, aber halt was ganz Amüsantes für zwischendurch.
Ein paar Punkte haben mich allerdings extrem gestört, daher will ich die doch noch mal schnell nennen. Klar sind solche Komödien nie 100 % authentisch, so ein paar Sachen, wären aber sicher zu vermeiden gewesen.
1. Streifenwagen sind mit Automatikgetrieben ausgestattet, die gesamte Situation im Fahrzeug zwischen Gy und Daphne war also nicht so ganz echt, obwohl man das Fahrstilgenörgel ja auch anders hätte formulieren können.
2. Verkehrsunfälle von Streifenwagen, werden selbstredend nicht von dem beteiligten Polizisten aufgenommen.
3. Regressverfahren werden nicht bereits bei Fahrlässigkeit eingeleitet, sondern nur bei grober Fahrlässigkeit. Die ist hier definitiv nicht zu erkennen, dazu dauert so ein Verfahren locker mehrere Monate und man kommt keineswegs auf die Wache und der Chef präsentiert die Rechnung. Was allerdings richtig ist, wenn auch schlecht begründet, ist daß im Unfallfall nicht nur der Fahrer zahlen muß, sondern in dem Fall, daß der Streifenführer auf dem Beifahrersitz hockt, dieser mit zur Zahlung herangezogen werden kann.
4. Gys Zahnprobleme werden von der freien Heilfürsorgen bzw. von der Beihilfe gedeckt. Die gibt es meines Wissens auch in München noch. Seine gesamten Geldprobleme sind daher nicht so recht glaubwürdig.
Aber genug genörgelt, das war aus meiner Sicht, der schwächste Liehr und ich hoffe auf wieder anspruchsvollere Lektüre beim Geisterfahrer, den ich ja auch noch hier liegen habe.
Das hier so angenörgelte Ende fand ich hingegen ganz nett, paßte zum sonst seichten Stil.
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