Rezension verfasst vor 7 Monaten
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Dumm, Banal, Retromakrelen halt!
Vielleicht taugt dieses Buch ja zum Einpacken von gefälligen Fettfischen. Irgendwie war ich in Gedanken in einer großen Buchhandlung unterwegs, die non-personal präsentiert und verkauft. Ja dumm gelaufen, bei dem Kollegen Sarazin vom Alibi in Köln hätte ich einen Hinweis bekommen......Worauf???
Die gute Nachricht zuerst: Retro, Siebziger Jahre.....Pornosonnenbrillen, böse Amerikaner und messianische Heilsbringer, passagenweise schön gemacht- ein wenig wie Malaparte ein wenig wie Célines "Reise ans Ende der Nacht". Clever mit dem Motiv gespielt. Die ersten zweihundert Seiten klassischer Entwicklungsroman über einen jungen Mann, dessen Eltern Zaristen und Deutsche waren, die es inach Shanghai verschlagen hat. Japanische Besatzung, der belandgose Versuch einer Binnensicht über das Massaker in Shanghai, einen netten japnaischen Genral.Gespiegelt am Go-Spiel.
Soweit so gut! Im zweiten Aufzug werden die Wirrungen des jungen Helden gegeben, der in unterschiedlichen Konstellationen zu einem wahren "Beachbomber" heranreift.
Nächster Aufzug: Der kleine entleibt aus seinem Ehrgefühl heraus, seinen japanischen Mentor, der in einem großen Kriegsverbrecherprozess hingerichtet werden soll.
Letzter Aufzug.
Lustige Schnipselagd durch die Pyrenäen, grob gestricktes Weltverschwörungstheater und wechselndes Eintauchen in Höhlen und Frauen. Das Vordringen und Erobern von unterirdischen Hohlräumen als Abbild von????
Was bleibt ist nein ein unentschlossenes Unwohlsein. Dss Buch ist unverkennbar iun der Mitte der 70er Entstanden. Es schimmern manchmal Autoren wie Inoue durch. Das Thriller Moment ist konstruiert, leblos und immer auf der Jagd nach der Weltverschwörung zusammengehämmert.
Wie da Don Winslow die Karre aus der Sch... ziehen soll, da lasse ich mich nicht mehr überraschen!
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