Titel: Sonea - Die Hüterin
Originaltitel: The Traitor Spy 1 - The Ambassador's Mission
Autor: Trudi Canavan
Seitenanzahl: 576
Verlag: Penhaligon
Erschienen: 10. Mai 2010
ISBN-13: 978-3764530419
Preis
Gebunden: 19,95€
Taschenbuch: 13,00€
Hörbuch: 24,95€
Klappentext:
Eigentlich wollte der junge Lorkin nicht mehr, als endlich aus dem Schatten seiner Mutter Sonea zu treten. Doch den Weg, den er dazu wählt, führt ihn in die Arme der Schwarzen Magier von Sachaka - Soneas schlimmsten Feinden.
Zwanzig Jahre sind seit den Ereignissen in der Triologie Die Gilde der Schwarzen Magier vergangen, als Sonea und Akkarin die Invasion der Schwarzen Magier aus Sachaka zurückschlagen konnten. Auf Wunsch der Gilde hat Sonea seither nur einen einzigen Magier in die Geheimnisse der Schwarzen Künste eingeweiht. Gemeinsam sollen sie beide Kyralia gegen einen erneuten Angriff aus Sachaka verteidigen. Doch Sonea ist nicht glücklich mit der Wahl, die die Gilde dafür getroffen hat: Kallen ist ein zwar ehrenhafter, aber auch ein harter und zu schnell urteilender Mann.
Noch viel mehr beunruhigt Sonea allerdings der Ehrgeiz ihres Sohnes Lorkin. Kaum dass er das Studium der Magie abgeschlossen hat, brennt der junge Mann darauf, sich endlich zu beweisen. Zu diesem Zweck begibt sich Lorkin im Gefolge des Botschafters der Gilde ausgerechnet nach Sachaka, wo den Magiern Kyralias immer noch unzählige Gefahren drohen. Und als ob Sonea nicht schon genug Grund zur Sorge hätte, droht in der Unterwelt von Kyralias Hauptstadt Imardin ein Krieg auszubrechen, in den auch Magier verwickelt zu sein scheinen - ein gefährlicher Konflikt, der alles, was in den Jahren des Friedens mühsam aufgebaut wurde, für immer zerstören könnte...
Rezension:
"Sonea - Die Hüterin" handelt zwar in der selben Welt wie "Die Gilde der Schwarzen Magier" und "Magie", es ist aber nicht zwingend notwendig, diese Bücher vor "Die Hüterin" zu lesen, da sie zwar sehr viel Hintergrundwissen vermitteln jedoch im Großen und Ganzen nur nicht erforderlich sind, um die Ereignisse in "Die Hüterin zu verstehen. Ich würde aber trotzdem empfehlen, diese Bücher vorher zu lesen, weil man dadurch eben viel mehr z. B. durch "Magie" schon ein gewisses Vorwissen über die Verräterinnen usw. bekommt und durch "Die Gilde der Schwarzen Magier" mehr über die Gilde, Sonea und eigentlich fast alle weiteren älteren Personen aus Imardin erfährt und man einfach besser in die Geschichte hineinfindet.
"Die Hüterin" wird aus mehreren Perspektiven geschildert, wie das auch schon bei "Die Rebellin" etc. der Fall war. Es wird aus der Perspektive von Sonea, Dannyl, Lorkin (Soneas Sohn) und Cery geschrieben. Rothens Sicht wird nicht mehr erzählt, aber er nimmt auch keine sehr große Rolle ein, weshalb das nicht wichtig ist.
In Sonea Sicht geht es hauptächlich um die Veränderung eines Gesetzes der Gilde, indem es darum geht das Magier nichts mit Kriminellen zu tun haben dürfen, wodurch die Hüttenleute extrem benachteiligt sind, weil es unter ihnen viel mehr kriminelle Verwandte gibt und das Gesetz bei den Reichen so gut wie nie zur Anwendung gebracht wird. Regin spielt dabei auch eine Rolle, er hat überhaupt in diesem buch viel mit Sonea zu tun. Außerdem ist in der Stadt eine Droge aufgetaucht, die sich Feuel nennt und dessen Sucht man anscheinend nicht mit Magie heilen kann.
Cerys Familie wird umgebracht und etwas weist daraufhin, dass es sich bei dem Mörder, um einen Magier handeln könnte, warum er Sonea um Hilfe bittet. Sonea darf die Stadt jedoch nicht ohne Erlaubnis betreten...
Dannyl will weiterhin seine Forschungen der Geschichte fortführen und dazu als Botschafter nach Sachaka gehen, wobei ihn Lorkin, mit der Aussicht auf die Entdeckung neuer Magie, begleitet. Diese Sichtweisen überschneiden sich also kurzzeitig ein wenig.
Viele der Charaktere kamen bereits in "Die Gilde der Schwarzen Magier" vor. Neu sind eigentlich nur der Sohn von Sonea, Lorkin, die Sachakaner, Skellin (ein Dieb), und ein paar Nebencharaktere. Einer der Nebencharaktere war auch mein Lieblingscharakter und zwar Anyi, die Tochter von Cery. Sie ist bereits erwachsen und eine sehr starke Persönlichkeit.
Die Handlung des Buches ist wendungsreich, spannend und überraschend. Es ist toll, wie Trudi Canavan es immer wieder schafft überraschende Wendungen in das Buch einzubauen, obwohl man schon so vertraut mit der Welt und den Charakteren ist. Man findet sofort wieder in die Geschichte herein, auch wenn es schon ein wenig länger her ist, dass man die vorangehenden Bücher gelesen hat, weshalb ich eben auch denke, dass man sie auch lesen kann, ohne die anderen Bücher zu kennen. Die Ideen, die in die Handlung eingebaut sind, sind einfach super.
Die Spannung rührt auch vor allem daher, dass am Ende des Abschnitts, indem aus einer bestimmten Sichtweise geschrieben wird, oft irgendetwas passiert, dass vollkommen neue Möglichkeiten eröffnet und man daher wissen will, wie es weitergeht, man dann aber erst aus einer anderen Perspektive liest.
Der Schreibstil ist den anderen Büchern von Trudi Canavan sehr ähnlich. Sie schreibt sehr wortreich und literarisch, also nicht umgangssprachlich, was ich persönlich aber nicht schlimm finde. Was mich allerdings manchmal etwas stört sind die Gedanken der Figuren. Man hätte die Umstände auch so akzeptiert, aber sie erklärt in den Gedanken noch tausendmal, warum eine Person etwas nicht tun konnte. Das wirkt manchmal ein wenig gestellt.
Die Handlung des Buches ist nicht wirklich abgeschlossen. Es gibt zwar einen gewissen Abschluss, aber viele Fragen bleiben noch offen und es gibt auch noch Dinge von denen man weiß, dass sie getan werden müssen. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der aber noch erträglich ist.
Fazit:
Ein gutes, spannendes High-Fantasy-Buch mit vielen überraschenden Wendungen, wie man es von Trudi Canavan gewohnt ist. Wer ihre anderen Bücher mochte, wird auch dieses Buch mögen.
(9/10)
Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog:
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