am 29.01.2010
Ganz ehrlich: Auf dieses Buch habe ich seit Jahren gewartet. Genauer gesagt seit 2001; da erschien nämlich Ulla Hahns Roman "Das verborgene Wort", eine sprachgewaltig-schillernde Geschichte über Kindheit und Jugend im rheinisch-katholischen Arbeitermilieu der Nachkriegszeit. Übrigens sehr gut verfilmt unter dem Titel "Teufelsbraten".
Die stark autobiografisch gefärbte Geschichte um das Kind "vun nem Prolete" setzt in "Aufbruch" im Jahr 1963 ein. Und wieder legt die Autorin beste Literatur vor, eine gekonnte Milieuschilderung, eine Flucht in die Welt der Sprache.
Ein Buch für alle, die anhand guter Literatur mehr über jüngste Vergangenheit, Gegenwart und die Menschen darin erfahren möchten. Es ist kein Fortsetzungs-Roman - man kann durchaus den zweiten vor dem ersten Roman lesen.

