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Alle anzeigenSitataTirulala
Vor 1 Jahr
(15)"Nein, ins Zauberland gelangte man nur in der Kutsche, die der Magier aussandte, und nur, wenn man ihm vertraute, dass sein Zauber gelingen würde."
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Inhalt: Der Vampir Graf András Petru Báthory ist eine ungewöhnliche, aber begehrte Erscheinung in Wiens hoher Gesellschaft. Obwohl viele Frauen den geheimnisvollen Grafen umschwärmen, schenkt er seine Aufmerksamkeit zwei ganz besonderen Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der Fürstin Therese Kinsky und der Pianistin Karoline Wallberg. Mit der einen genießt er das kurzweilige Wiener Nachtleben, bei der anderen nimmt er Klavierunterricht. Währenddessen wird die Stadt Schauplatz einer grausamen Mordserie. Was zunächst wie eine bedauernswerte, aber weit entfernte Tragödie scheint, drängt sich zunehmend in den Vordergrund - und in András Leben. Irgendjemand scheint darauf aus zu sein, ihm die Morde unterzuschieben und die Schlinge zieht sich immer weiter zu. Als András erkennt und begreift ist es beinahe schon zu spät...
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Meine Meinung: Was sind das nur für Zeiten, in denen ich in Tränen des Glücks ausbreche, wenn ein Vampir sagt, er könne erst nach Sonnenuntergang ausgehen? An diesem Punkt hatte Ulrike Schweikerts Protagonist auf jeden Fall schon mal den ersten Stein im Brett! András ist ein Gentleman-Vampir der alten Schule - geheimnisumwittert, gefährlich, verlockend und doch mit einem Problem, für das er allerdings nichts kann: Er ist einfach nicht Lestat. Es fiel mir dennoch nicht schwer nachzuvollziehen, wie Therese und Karoline sich nach und nach immer mehr zu ihm hingezogen fühlten. Auch diese beiden Charaktere sind der Autorin recht gut gelungen, besonders gefallen hat mir dabei aber Therese. Eine Fürstin, die zwar immer noch schön und lebenslustig ist, die Mitte vierzig aber bereits überschritten hat und damit schon nicht mehr der klassischen Roman-Heldin entspricht, die den Märchenprinzen umgarnt. Gerade weil ich diesem Denken erlegen war, habe ich den Verlauf der Story oft falsch eingeschätzt und besonders zum Ende hin hat Ulrike Schweikert mir tatsächlich die ein oder andere Überraschung beschert, die ich nicht erwartet hätte.
Aber nicht nur die Charaktere (denen ich an einigen Stellen doch ein paar mehr Ecken und Kanten gewünscht hätte) und Plot wussten im Großen und Ganzen zu gefallen, auch das Sittengemälde, das die Autorin vom Wien des 19. Jahrhunderts zeichnet, darf als gelungen betrachtet werden. So vereint Ulrike Schweikert in ihrem Vampirroman gleichermaßen Fantasy mit Historie und das ohne, dass der Roman irgendwie überladen wirkt.
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Fazit: Ein kurzweiliger Vampirroman, der vor allem jenen anzuraten ist, die die Nase voll von glitzernden, "vegetarischen" Vampiren haben.
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