Leser-Rezension zu „Die Dirne und der Bischof” von Ulrike Schweikert
am 5.07.2010
Würzburg im Jahre 1430. Ein Mädchen wird halb Tot aus dem Wassergraben der Stadt gezogen und ins nächst gelegenen Haus gebracht.
Das Haus der "Eselwirtin" Else die Betreiberin eines Frauenhauses. Sie pflegt das unbekannte Mädchen wieder gesund, doch der Preis dafür ist die Arbeit im Frauenhaus. Elisabeth, wie die Frauen sie genannt haben, kann sich seit ihrem Unfall an nichts mehr erinnern. Nicht wer sie war, woher sie kommt und was passiert ist. Die Arbeit im Dirnenhaus der Stadt ist schwer für sie, ständig muss sie den Freiern zu Dienste sein, die Anfängliche Übelkeit und Scham die sie gegen diese Arbeit hegte besserte sich und nach der Zeit fügt Elisabeth sich ihrem Schicksal, wo sollte sie auch hin ohne Gedächtnis? Und die Unterkunft im Dirnenhaus ist ihr immer noch lieber als auf der Straße umherzuwandern.
So verbringt sie über ein Jahr im Frauenhaus bis eines Tages, der Landesherr, Bischof Johann von Brunn, Elisabeth die Dirne zu sich auf den Hof ruft um ihre Dienste in Anspruch zu nehmen. Doch im Schlafgemach des Landesherrn kehren ihre Erinnerungen Schlagartig zurück
Als ich das Buch das erste Mal gesehen habe, wusste ich dass ich es unbedingt lesen muss! Monate lang bin ich immer um es herum scharwenzelt bis es dann doch endlich in meiner Einkaufstasche landete und ich habe es bis jetzt noch nicht Bereut. Allein das Cover ist wirklich wunderschön und der Titel macht ein schon neugierig.
Das Buch ließ sich gut und flüssig lesen. Die Spannung hielt bis zur letzten Seite, weil man unbedingt erfahren will wie Elisabeths Vergangenheit aussah und wer sie wirklich ist. Das Ende fand ich persönlich aber ziemlich plötzlich. Gerne hätte ich noch erfahren wie es zwischen ihr und Albrecht von Wertheim ausgeht, als sie im beichtet, das sie das Jahr, dass sie verschwunden war nicht in einem Kloster verbracht hatte, sondern in einem Frauenhaus, und dort als Dirne gearbeitet hatte.
Für Leser von Historischen Büchern und Ulrike Schweikert Fans kann ich das Buch nur empfehlen. Ein spannender Roman der sich wirklich zum Lesen lohnt!

