Leser-Rezension zu „Die Dirne und der Bischof” von Ulrike Schweikert
am 6.10.2011
Eine junge Frau verliert ihr Gedächtnis und wacht im Hurenhaus auf - fortan dazu verurteilt, dort als Dirne ihr Dasein zu fristen. Weder an ihre Herkunft, noch an ihren Verlobten kann sie sich erinnern - ja selbst, als sie die Burg, die einst ihre Heimat war, als Dirne betritt, dämmert es nicht. Soweit noch glaubhaft. Aber, warum, um alles in der Welt, hat sie denn niemand erkannt und/oder jemanden darauf hingewiesen, wer sie wirktlich ist??? Das war der Punkt, der mich an dem Buch am meisten gestört hat. Außerdem ging mir die gestelzte Sprache zwischen den beiden Liebenden - als sie sich endlich wiedertreffen - etwas auf den Wecker. Ansonsten solides Handwerk, sprachlich unauffällig, aber leider kein KInaller. Das war mein erstes Buch von der Autorin, und ich werde es mal noch mit einem anderen versuchen. Fazit: plätschernde Lektüre mit einigen Schwachstellen.

