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Vor 7 Monaten
Was genau erwartet euch in „Kreuzwege am Oderstrom“?
Breslau gegen Ende des Zweiten Weltkrieges: Hier kreuzen sich die Wege der Polin Danuta und der Deutschen Ulrike. Eingeschlossen in der ›Festung‹ werden die jungen Frauen unter deutschem Befehl und ständigem Beschuss der sowjetischen Armee gezwungen, an einem provisorischen Rollfeld für Flugzeuge zu arbeiten. 1947 muss Ulrike mit ihrer Familie die Stadt verlassen, während Danuta Breslau, inzwischen Wroclaw, als ihre neue Heimat wählt. Sechs Jahrzehnte später führt das Schicksal die beiden Frauen im Rahmen einer Fernseh-Dokumentation zusammen: Auftakt einer deutsch-polnischen Freundschaft.
„Kreuzwege am Oderstrom“ ist ein autobiografischer Zeitzeugenbericht. Schon in der dreiteiligen ZDF-Doku „Die Kinder der Flucht“ (2006) kommt die Autorin persönlich zu Wort und berichtet über ihre Erlebnisse. Dabei wurden auch Abschnitte der bewegenden Lebensgeschichte von Ursula Waage filmisch umgesetzt, gespielt von Karoline Herfurth.
Bewerbt euch bis zum 10.10. um 20 Leseexemplare!
Wer ist Ursula Waage?
Ursula Waage wurde 1928 in Breslau geboren. Dort erlebte 1945 als sechzehnjährige Schülerin, 85 Tage eingeschlossen in der „Festung Breslau“, das unmittelbare Ende des II. Weltkrieges, mit den Folgeerscheinungen Besetzung der Stadt durch sowjetische Streitkräfte und Ansiedlung polnischer Bürger. Gezwungen ihre Heimatstadt zu verlassen, kam sie nach Sachsen, wo sie neben der Arbeit als Bürokraft ein Abendstudium zur Ökonomin absolvierte. Bis zum Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess 1988 war sie auf diesem Gebiet tätig. Heute lebt die Autorin in Leipzig.
Presse:
„Die Breslauerin Ursula Waage berichtet von atemberaubenden Situationen. (…) Ihr ist es gelungen, diese unglaubliche Dramatik am Rande des Abgrunds mit geradezu nüchterner Sachlichkeit darzustellen.“
(Schlesien heute, Thomas Maruck 2009)
>>> Hier geht’s zur Leseprobe<<<
Der fhl Verlag wünscht allen Bewerbern viel Glück und eine interessante, diskussionsreiche Leserunde!
KleineLeseecke
Vor 5 Monaten
Der RingFraeuleinVogelfrei schreibt:
Trotzdem finde Ich das paar mehr Emotionen irgendwie schöner gewesen wäre. Es wird so nüchtern und sachlich runtergeschrieben.Klar es gut lesbar,gut verständlich. Man bekommt einen sehr deutlichen Eindruck von der damaligen Lage,auch von der Angst. Wie TochterAlice beschrieben : Damals hat sich die Wertigkeit der Dinge radikal verschoben,aber ich glaube es war auch einfach das Kostbarste was sie hatte und der größte Dank den Sie aussprechen konnte.Vielleicht war es auch eine Art Pfand fürs Schweigen. Gut finde ich auch das zwar geschichte Fakten erwähnt aber alles gut verständlich und nicht den Lesefluss behindert
Ja, ich verstehe was du meinst. Aber andererseits ging es der Autorin wahrscheinlich nicht primär darum, einen tollen und unterhaltsamen Roman zu schreiben, sondern ihre Erfahrungen und ihre Geschichte zu "verarbeiten" und der Nachwelt zu überliefern. Von daher finde ich den Schreibstil auch zum Buch passend.
Punxie
Vor 5 Monaten
Der RingDanuta's Familie gehört zu den wohlhabenderen Leuten, verliert aber durch den Krieg alles. Sie werden immer wieder getrennt und haben ein hartes Leben. Zwischendurch haben sie Glück, alle zusammen bei der Frau in der Bäckerei arbeiten zu können, was sicherlich nicht selbstverständlich war.
Sehr bewegend fand ich, dass Danutas Mutter den Ring, der ja ihr kostbarster Besitz war, weggegeben hat und das er schließlich doch wieder zu der Familie zurückgefunden hat. Dabei ging es ja nicht um den reellen Wert, sondern die Erinnerungen, die daran haften.
Was mir nicht so gut gefällt ist die doch sehr nüchterne, fast emotionslose Schreibweise. Emotionen werden zwar sehr gut durch die Ereignisse transportiert, aber insgesamt liest es sich eher wie ein geschichtliches Sachbuch. Andererseits ist es ja ein Zeitzeugenbericht, doch ich habe da im Familienkreis schon andere Aufzeichnungen gelesen, die zwar nicht professionell geschrieben waren, mir vom Stil her aber besser gefallen haben, da dort die Emotionen auch im Schreibstil rübergekommen sind.
Punxie
Vor 5 Monaten
Eine Jugend an der OderDiesen Teil fand ich sehr bewegend. Ulrike war zwar schon als Kind arm, hatte aber trotzdem eine schöne Kindheit, was sie vor allem ihrer Mutter zu verdanken hat.
Erschreckend waren dann die Schilderungen, wie die Kinder in den Jugendgruppen schrittweise manipuliert wurden. Wenn man damit aufwächst, kann man sich nur schwer dagegen wehren. Es ist dann einfach Normalität, auch wenn man sich das heute schwer vorstellen kann. Trotzdem hat Ulrike irgendwann angefangen, das alles zu hinterfragen.
Der Schreibstil wird hier etwas emotionaler, was mir mehr zusagt als das Nüchterne aus dem ersten Kapitel. Aber er bleibt auch weiterhin eher distanziert.
Punxie
Vor 5 Monaten
Schwerer Anfang - GrenzgängerDie Familie hat überlebt, ist aber sehr weit verstreut. Wieder eine schwierige Situation. Sie konnten sich durch die verschiedenen Sektoren nicht mal einfach so besuchen. Wobei Ulrike und ihre Schwester dann doch relativ einfach über die Grenzen gekommen sind. Da war sicherlich viel Glück dabei. Meine Familie wurde damals auch ziemlich zerstreut, daher weiß ich aus Erzählungen, wie schwierig das war.
Punxie
Vor 5 Monaten
Im Arbeitsprozess - BegegnungDie Begegnung von Danuta und Ulrike hat mir gut gefallen, weil sie einen schönen Schlusspunkt setzt. Leider ist dieser Teil etwas knapp, genauso wie ich auch an früheren Stellen im Buch etwas mehr Ausführlichkeit gut gefunden hätte. Aber ich fand das Buch auf jeden Fall sehr interessant.
KleineLeseecke
Vor 5 Monaten
Fazit und RezensionMit einiger Verspätung habe nun auch ich meine Rezension sowohl hier auf lovelybooks als auch auf amazon veröffentlicht.
amazon: http://www.amazon.de/Kreuzwege-Oderstrom-Frauenschicksale-Schatten-Weltkrieges/dp/394202540X/ref=cm_cr-mr-img
Mich hat dieser Zeitzeugenbericht tief berührt und ich möchte mich nochmal recht herzlich beim Verlag für das kostenlose Leseexemplar bedanken.
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