Rezension zu "Atomblut" von Utz Claassen

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drachensegler

Vor 1 Jahr

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Fabienne Felsenstein wird überraschend Chefin des fiktiven Energiegroßkonzerns RuhrSTROM und entwickelt als erfahrene Unternehmensberaterin eine Strategie, um den Herausforderungen der Energiewende gerecht zu werden. Kein Krimi, wären da nicht mysteriöse Autounfälle, Drohungen im Blogg und Einbrecher, die Fabienne nachdenklich machen. Justus Kohlmeier, ihr Mentor ist Aufsichtsratsvorsitzender und ist bemüht seine Vorsitzende durch das Labyrinth von Intrigen und Interessen zu leiten. Innovation oder Investition, Entscheidungsfreiheit oder Vollstreckerin? Fabienne bezeiht Stellung und erntet unerwartet, nicht was sie sät.

Spannender Industriethriller, elegant verfremdet und dennoch zeigt das Buch, kongenial erzählt durch die realisitsch entwickelte Figuren, die verschiedenen Positionen der Energiedebatte auf. Claasen als Top-Manager blickt mit Insiderwissen zurück und reflektiert diese narrativ, so dass die komplexe Materie und Chemie der Gremien dem Leser verständlich erscheint. Wer Vorstandsetagen erlebt hat, erkennt Elemente wieder, die in jeder Industrie vorhanden sind. Ein unterhaltendes fast Fachbuch, in dem das Organigramm auf der Umschlaginnenseite zur unentbehrlichen Lesehilfe wird.

Eine klare Sterne Empfehlung für alle die hinter die Kulissen mancher Debatte schauen wollen. Respekt für dieses literarische Multitalent aus der McKinsey Schmiede!

Autor: Utz Claassen
Buch: Atomblut
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