Leser-Rezension zu „Ein Mann eine Frau” von Véronique Olmi
am 13.08.2007
Eine einsame Frau mittleren Alters, ein Mann in seinen besten Jahren, beide in einer schwerwiegenden Lebenskrise. Sie treffen sich, gehen in ein Hotel, haben einen Tag lang Sex und finden so wieder zu sich selbst
So weit zur Rahmenhandlung, die bis zum Schluss eigentlich vor allem den Eindruck erwecken könnte, vollkommen überflüssig zu sein, regelrecht konstruiert, nur damit die Autorin ihrem Stand Tribut zollen kann.
Klingt nach einem Porno.
Ist es im Grunde auch - aber wohl eher einer von den Guten.
Sehr minutiös und detailreich beschrieben begeben sich die beiden Darsteller auf eine Reise von einer Körperöffnung zu anderen, mit Haut und Haaren, Zungen und Händen, die ihre(n) Höhepunkt(e) auch geschickt in der syntaktischen Ordnung, oder besser sich zuspitzenden Unordnung, findet.
Sicherlich kein Buch, das in die Literaturgeschichte eingehen wird, aber dennoch nette (Bett)Lektüre, wenn man denn will...

