M. J. Holliday verfügt über eine Gabe, die sie mit verstorbenen Menschen kommunizieren lässt. Zusammen mit ihrem besten Freund Gilley führt sie daher eine Geisterjägeragentur und versucht Menschen zu helfen, deren Wohnungen oder Häuser von Verstorbenen heimgesucht werden, die ihren Weg ins Jenseits noch nicht gefunden haben, da es noch immer eine Sache gibt, die sie auf der Erde zu erledigen haben.
M. J. schlägt sich sehr gut mit ihrem Job, befindet sich allerdings ein wenig in den roten Zahlen, weshalb sie und Gilley auf einen richtig großen Auftrag warten, der auch schon nach einigen Tagen zusammen mit dem gutaussehenden jungen Dr. Steven Sable ins Haus flattert. Steven hat vor ein paar Monaten seinen Großvater verloren; allerdings ist er davon überzeugt, dass sein Tod nicht mit rechten Dingen zuging und es auf keinen Fall - so wie die Polizei behauptet - Selbstmord war. Nachdem er zu dem Besitz seines Großvaters fährt und er von seinem toten Opa einen Besuch abgestattet bekommt, bekommt er es mit der Angst zu tun und heuert M. J. Holliday an, um sich um die Sache zu kümmern und herauszufinden, wie sein Großvater nun wirklich ums Leben gekommen ist.
Nach einigen Anfangsschwierigkeiten nimmt sich M. J. schließlich dem Auftrag an und fährt zusammen mit ihrem Partner Gilley und ihrem Kunden Dr. Stevens Sable zu dem Grundbesitzt des verstorbenen Mannes und wird dort bereits am ersten Abend auf merkwürdige Geschehnisse im Haus aufmerksam. Die Fernseher springen an, obwohl sie nicht eingesteckt sind, Lichter gehen an und aus, Gilley wird rückwärts die Treppe hinunter gestoßen ... Irgendwann stellt sich dann heraus, dass Andrew (Stevens verstorbener Großvater) nicht der einzige Geist in diesem Haus ist. Es gibt noch einen weiteren, und zwar Maureen, die frühere Geliebte des alten Andrews. Vor vielen vielen Jahren wurde sie von dem Hausmädchen (die ebenfalls in Andrew verliebt und eine kleine Affaire mit ihm hatte) die Treppe runter gestoßen und starb sofort an einem Halsbruch. Seither schwebt Maureen zwischen den Spähren hin und her und besteht auf Gerechtigkeit, bevor sie sich ins Jenseits absetzen kann.
Doch das sind nicht die einzigen Geheimnisse, die sich während der Untersuchung des Hauses auftun. Stevens Vater, Dr. Steven Sable Senior, der den Grundbesitzt seines Vaters (Stevens Großvaters) kaufen möchte, um dort ein Pharmazeutisches Zentrum zu erbauen, muss erst ein paar Dinge erledigen und Leute aus dem Weg schaffen, bevor er mit der Vollendung seiner Pläne beginnen kann. Denn Andrew hat sein gesamtes Vermögen auf Steven Junior überschrieben, nicht auf Steven Senior, der seinen Sohn noch nicht einmal anerkennt. Steven Senior ist der Meinung, dass die Argentinierin, mit der er zur Zeit in der er in Argentienen lebte eine Affaire hatte, das Kind nur angedreht hatte. Andrew war allerdings immer anderer Meinung gewesen, weshalb er seinen geliebten Enkel zum Alleinerben ernannt hat. Die Dinge überschlagen sich, bis schließlich alles ein gutes Ende findet.
Ich muss sagen, das Buch war wirklich angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist in Ordnung, es lässt sich flüssig lesen und man kommt in keinster Weise ins Stolpern. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn jetzt niemand dabei war, bei dem ich wirklich hätte behaupten können, dass ich ihm gerne mal im echten Leben begegnen würde. So wie es bei mir normalerweise immer der Fall ist, wenn ich ein gutes Buch lese.
Die Handlung allerdings hat mir sehr gut gefallen. Ich habe noch nie zuvor ein Buch gelesen, in dem es um Geister oder Geisterjäger geht. Auch der Humor kam nicht zu kurz und die Spannung schon drei mal nicht. Ich muss wirklich sagen, dass ich gestern, als ich nachts im Dunkeln in meinem Zimmer saß und das Buch gelesen habe, ein wenig Gänsehaut bekam, als von den vielen Vorkommnissen und den Geistern die Rede war. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich ein kleiner Angsthase bin ... :)
Jedenfalls hat mir die Handlung wie gesagt ganz gut gefallen. Das einzige, was ich wirklich schade finde ist, dass mich das Buch nicht so richtig gefangen genommen hat. Ich wollte zwar immer wissen, wie es weiter geht, aber es ist kein Buch über das ich jetzt noch tagelang nachdenken werde oder wo ich eine Fortsetzung kaum erwarten kann und sofort in die Läden stürme, sobald es auf dem Markt ist. Allerdings muss ich sagen, dass es für einen Happen zwischen durch mit seinen 316 Seiten ein angenehmes Lesevergnügen ist.