Leser-Rezension zu „Der Sohn” von Walter Hasenclever

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Verfasst von sickgirl
am 21.05.2009
 

In "Der Sohn" von Walter Hasenclever geht es um die Beziehung zwischen Vater und Sohn sowie um das Lebensgefühl der jungen Autoren des expressionistischen Jahrzehnts; es geht um den Protest der Söhne gegen die Väter.
Der Sohn fällt durch die Abiturprüfung und das Verhältnis mit seinem Vater spitzt sich zu, denn diese haben zwei unterschiedliche Auffassungen und Erwartungen vom Leben. Der Vater ist rational-pragmatisch, auf Ehre bedacht, der Sohn will etwas erleben, sexuelle Erfahrungen sammeln. Als der Vater den Sohn nach nicht bestandener Prüfung in sein Zimmer einsperrt, wird der Sohn durch den Freund befreit, welcher in auf eine Versammlung des Klubs "Zur Erhaltung der Freude" führt. Dort hält der Sohn eine Rede und ruft zum Kampf gegen die "unmoralischen Väter" auf. Am nächsten Morgen verlangt der Freund vom Sohn, den Vater umzubringen....
Wenn man ein typisch expressionistisches Drama lesen will, dann ist man mit Hasenclevers "Der Sohn" gut beraten, denn es vereint Ideen und Gefühlslagen der expressionistischen Autoren: messianischer Pathos, Rebellion gegen die Vätergeneration und wilhelminische Ära, Verzweiflung an der als fremd empfundenen Umwelt.
Als besonders interessant ist anzumerken, dass sich am Ende des Büchleins ein von Georg-Michael Schulz verfasstes Nachwort befindet, dass Interpretationsansätze liefert, das Stück zeitlich einordnet und erklärt.

 

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Der Sohn Der Sohn
Walter Hasenclever

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Der Sohn
von Walter Hasenclever

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