Leser-Rezensionen zu „Biosphere” von Warren Fahy
Rezension verfasst vor 4 Monaten (5)
..es tatsächlich im hintersten Winkel der Erde ein unberührtes Eiland gäbe, auf dem sich über Jahrtausende durch Isolation ganz eigene Arten, ein komplett anderes Ökosystem, als wir es kennen, entwickelt hätten?
Henders Island, ein unerforschter Fleck auf der Landkarte, wird vom Schiff der Reality Show "Sea Life" angesteuert, welche einen Notruf von der Insel empfangen hat. An Bord befinden sich Wissenschaftler und eine Filmcrew, unter Ihnen die Biologin Nell. Bei der Insel angekommen, entdecken Sie tatsächlich ein verlassendes Schiff vor Anker und beschließen kurzerhand, an Land zu gehen. Der Landgang wird von Kameraleuten begleitet, die alles filmen und die Gelegenheit für eine Liveübertragung nutzen. Die Insel und ihre Flora und Fauna ist unwirtlich, gefährlich, aggressiv und geht zum Angriff über. Fremde Tierarten, krebsähnlich, greifen die Menschen an, nur zwei entkommen lebend von der Insel, eine davon ist Nell.
Die US Regierung verhängt eine Nachrichtensperre, die Insel wird zum Sperrgebiet erklärt und Nell wird Teilnehmerin eines Forscherteams, das auf der Insel stationiert wird und die Tier- und Pflanzenarten der Insel erforschen soll.
Mit "Biosphere" ist Warren Fahy ein Öko-Thriller vom Feinsten gelungen. Die Leseprobe hatte mich erst nicht 100%ig überzeugt, kamen doch so viele Namen vor, dass es für die kurze Probe etwas verwirrend war. Der Einstieg ins Buch jedoch ist sehr gelungen mit einer kurzen Abhandlung über unsere heimischen Ökosysteme und deren "Anfälligkeit" für fremde Arten. Man bekommt als Laie anschaulich dargestellt, wie fragil das Gleichgewicht eines Ökosystems tatsächlich ist.
Die Handlung ist von Anfang an faszinierend und spannend, die Tierarten sind so detailliert beschrieben und werden anhand von Zeichnungen dargestellt, so dass der Eindruck vermittelt wird, es handle sich tatsächlich um existierende lebenden Wesen. Das Tempo ist rasant, besonders gelungen fand ich die Gliederung in kleine Abschnitte, die mir das Gefühl gaben, live dabei zu sein. Ein wirklich gelungener Öko-SciFi-Thriller der eine perfekte Vorlage für eine Verfilmung bietet.
Rezension verfasst vor 5 Monaten (11)
/\ Story /\
Eine Gruppe von Naturwissenschaftlern ist zusammen mit einem Team an Fernsehleuten an Bord des feudalen Schiffs Trident unterwegs, unterwegs im Auftrag der medialen Fernsehunterhaltung. Es soll für die aktuelle und gut laufende Reality-Show Sea-Life gedreht werden. Die Übertragung der Ausflüge sowie auch des Zusammenlebens des bunt zusammen gewürfelten Wissenschaftlerteams erfolgen live, allerdings kommt es wie es kommen muss, denn die Quoten sinken, da an Bord nichts großartiges passiert, was die Menschheit vor den Fernseher lockt. Was sich darauf zurückführen lässt, das momentan auch kein besonderes Eiland angefahren wird.... aber der Alltag auf See bekommt eine neue Wendung, als ein Hilferuf empfangen wird, die Trident ist am dichtesten dran und nimmt Kurs auf das Signal. Dadurch steuern sie eine auf keiner Karte verzeichnete Insel an, welche lediglich nur in alten Schriften erwähnt wird : Henders Island.
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Mit einem Zodiac machen sich Wissenschaftler und Kamerateams nach dem Ankern vor der Insel auf den Weg, die Insel zu erkunden und das Not-Signal ausfindig zu machen. Der Aufenthalt dauert nur wenige Minuten, denn das Team wird von ihnen unbekannten Wesen angegriffen, schneller als die Besatzung gucken kann, sind einige der Ihren von den dort lebenden Kreaturen zerfleischt und verspeist worden. Die Quoten schnellen in die Höhe, denn es wird wie immer live übertragen. Nicht mal eine Handvoll Wissenschaftler und Kameraleute überlebt den Ausflug, aber das Interesse diese Insel näher kennen zu lernen ist auf beider Seiten geweckt. An Bord der Trident beratschlagt man sich, wie man gefahrlos auf der Insel Erkundungen ausführen kann.
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Währenddessen wird trotz der spannenden Life-Übertragungen in der Öffentlichkeit diskutiert, ob diese gesendeten Lifeaufnahmen der Realität entsprachen, oder eher ein gefakter letzter Faden waren, die Quoten der Serie wieder hoch zu treiben. Nicht nur die Öffentlichkeit ist heiß am Diskutieren, auch die amerikanische Armee heckt einen Plan aus, und schickt vorsorglich schon mal eine ganze Armader aus Kriegsschiffen mit der entsprechenden Besatzung in das Gebiet, in der die Tridentvor Anker gegangen ist.
Während die Streitkräfte eintreffen, wurde schon ein kleiner Plan durch die Besatzung an Wissenschaftlern und Kameramännern geschmiedet, denn die Flora und Fauna auf Henders Island ist mehr als interessant. Man schafft es in der Tat ein kleines Labor nach allen erdenklichen Sicherheitsregeln auf der Insel zu installieren, sowie auch heimische Pflanzen und Tiere mit auf die Insel zu nehmen, um diese der dortigen Pflanzen- und Tierwelt auszusetzen sowie zu beobachten. Was sich den Kameraleuten und den Wissenschaftlern als Bild dann bietet lässt allen die Sprache verschlagen, es dauerte noch nicht mal Minuten und die mitgebrachten und ausgesetzten Pflanzen und Tiere sind Geschichte. Dafür haben die Laborinhaber aber erstaunliche Tiere und Pflanzen gesehen, deren Wirkungsweise keiner so recht detailliert beschreiben geschweige denn benennen vermag. Noch immer im Staunen über das Gebaren der grotesken Kreaturen müssen sie feststellen, das die Forschungsstation - welche als die sicherste der Welt eingestuft wurde – auch nicht so das wahre ist, schnell ist die erste Laboreinheit in die Fänge der dortigen Kreaturen übergegangen. Durch entsprechende Druckluftschleusen kann man der Einverleibung ein wenig entgegenwirken, aber nicht auf Dauer.
Immer noch ganz fasziniert von der Fauna und Flora, so zum Beispiel der Hendersratte, einem sich auf neun Beinen fortbewegenden Raubtier, mit einer atemberaubenden Schnelligkeit, welche sich durch den katapultartigen Schwanz noch unterstützen lässt. Oder die Tellerameise, die am Körper schon drei Generationen Nachwuchs mit sich rumschleppt, und mit seinen ringförmigen Gehirn sowie den Zoetrop Augen selbst die schnellsten Rotationsbewegungen von Bildern in Sekundenbruchteil erfassen kann...
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Die Henders Island Bewohner verteidigen ihre Insel, dennoch geben weder Kameraleute noch Wissenschaftler auf, lediglich zur eigenen Sicherheit weil ihnen das Labor unter dem Hintern zerstört wird, kehren sie noch einmal auf die Trident zurück, um dann noch mal mit neuen hoch technischen und sicheren Fahrzeugen, Laboratorien auf die Insel zurück zu kehren, um zu erforschen, allerdings mit einer Auflage der amerikanischen Streitkräfte: weder einen Pflanzensamen noch sonst irgend etwas von der Insel zu entfernen - was letztendlich egal wäre, die Armee hat einen eindeutigen Auftrag des Präsidenten, Atombomben zur Vernichtung der Insel - nun wenn nicht unbedingt die unterschiedlichsten Forscher mit den unterschiedlichsten Interessen und Rachegelüsten mit im Team wären, dann wäre das wohl keiner besonderen Erwähnung wert, aber die Menschheit ist einfach zu entgegengesetzt.... der zweite Ausflug auf die Insel verläuft schon geordneter, und man schließt sogar schon ein wenig Freundschaft zu den Henders Ratten, welche sich als intelligente Tiere entpuppen... Zwischen Forschern und Armee beginnt ein Kampf der Heimlichkeit und Predigten, wer wird gewinnen? Denn die Wissenschaftler haben eine für sie bahnbrechende Entdeckung gemacht....
. \ Meinung-Kritik/\
Hui... der Klappentext animierte mich schon zum lesen, dachte ich aber erst, das es sich wohl eher um einen müden Abklatsch bisheriger Sciencefiction Werke der bekannten Autoren handele, aber ich wurde eines besseren Belehrt. Mehr dazu folgt nun...
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Mit einem kleinen Prolog zum einstimmen sowie einer Rückblende auf das Jahr 1791 als ein Schoner auf der Insel strandet startet das Werk. Schon alleine diese ersten 25 Seiten lassen den Leser erfreuen, denn schon hier ist Spannung im Vormarsch und präsentiert uns ein unterhaltsames Werk, welches man nur lesen sollte wenn man nichts weiteres vorhat.
Wie schon erwähnt, nahm mich der Prolog sowie der Rückblick gefangen in einen ganz besonderen nur schwer zu beschreibenden Bann, bevor ich allerdings mich endgültig ins Buch vertiefte, musste ich noch mal ans Ende blättern, denn hier im Anhang sind Zusätzliche Informationen so unter anderem eine Karte von der Insel, um die es im Roman geht sowie auch kleine Übersichten zu den im Buch erwähnten Tierchen inklusive Skizzen.
Doch von Anfang an...
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Die Handlung ist aus meiner Sicht mal wieder etwas besonderes , klar gibt es schon zahlreiche Autoren, die sich mit abstrusen Kreaturen in ihren Werken abgemüht haben, aber dem Gesamtkonstrukt fehlte der letzte Pfiff.
Hier bei Biosphere ist der Leser gleich von Anfang an mit in die Handlung eingebunden, denn diese ist so real vorgestellt, das man unweigerlich die Füße hochnimmt, wenn man eine Passage über diese merkwürdigen Pflanzen liest. Je nach Aktion beziehungsweise Situation kann man im Kopfkino die Atmosphäre aber auch die Insel in allen ihren Facetten vorstellen.
Klar ist die Handlung an den Haaren herbeigezogen, auch wenn ich es mir schon vorstellen könnte, das es irgendwo auf dieser Insel noch ein Eiland gibt, welches noch nicht durch Forscherfüße betreten wurde, aber so extrem wie es hier die Handlungsgrundlage mit sich bringt wird es dort bestimmt nicht sein.
An dem Handlungskonstrukt habe ich nichts zu meckern, auch wenn hier eigentlich zwei Handlungsstränge parallel nebeneinander her laufen, der eine befasst sich mit den Forschern und der Insel, der andere mit Kompetenzstreitereien zwischen Forschern an den Universitäten, erst im späteren Verlauf werden beide Handlungsstränge miteinander verwoben.
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Eine Handlung lebt aber nicht von der Story alleine, sondern auch von den Akteuren beziehungsweise den Protagonisten, welche hier zahlreich vertreten sind, aber nicht zu viele das man den Überblick verliert. Alle hier agierenden Protagonisten haben einen gleichwertigen Stand, keiner spielt eine kleinere Rolle, sondern sind sich alle ebenbürtig. Was eingangs ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, sämtliche Charaktere werden mit ihrer Bekleidung vorgestellt, so hat der eine Jack Wolfskin am Leibe, der andere dann halt eine andere Marke. Ob das nun einen tieferen Sinn hat? Ja, aber erst für den späteren Verlauf der Handlung, da sind diese Details dann ein wichtiges Faktor. Aber nicht nur die Bekleidungsvorlieben werden hier erläutert, nein die Protagonisten werden in ihrer Gesamtheit mit dem weiteren Geschehen immer weiter vorgestellt, so das man ab und schon meint, das man die jeweilige Person beinah persönlich kennt. Der Autor hat sich hier aus meiner Sicht ein paar mehr Gedanken gemacht, die Protagonisten ansprechend zu gestalten, keiner wirkt zu sehr hervorgehoben, aber auch nicht nachlässig . Eher im Gegenteil, jeder Protagonist ist auf eine ganz besondere Art und Weise dargestellt, so dass hier wirklich ein munterer Haufen zustande gekommen ist, munter in Form von, das alle erdenklichen Charaktereigenschaften eingebaut sind, und das sorgt dann schon für einen enormen Unterhaltungswert, denn es ist eine Kunst so viele Ecken und Kanten unter Personen - konziliant zu integrieren, ohne das es farblos oder gar monoton wirkt.
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Aber nicht nur Handlung und Protagonisten sind für Literatur relevant, perfektioniert wird ein Buch dann, wenn der Schreibstil stimmt, und das ist hier zutreffend. Auf den insgesamt 480 Seiten habe ich nicht eine langweilige oder über Gebühr mit Details geschriebene Passage entdeckt. Die gesamte Story sog ich förmlich in mich auf, auch wenn sie stellenweise etwas blutrünstig daher kam, aber diese Details sind eher angenehm verpackt und nicht Ekel hervorrufend. Eher das Gegenteil, sie wecken Interesse, Interesse immer mal wieder in den Anhang zu blättern, um dort noch einmal die Kartographie der einzelnen Individuen auf Henders Island nachzulesen. Schon der Titel des Buches lässt es vermuten, das auch wissenschaftliche Ausdrücke fallen werden, dem ist auch so, aber galanter weise werden diese im Dialog erläutert, so das man kein Fachwissen mit bringen muss, um dem Buch zu folgen. Ferner wirkt der Aufbau beziehungsweise die Story des Buches durch die Gliederung, welche sich mit Zeitangaben oder Schauplatzwechsel auseinander halten lassen durch den flüssigen Schreibstil gut lesbar.
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So sprechen die drei wichtigsten Aspekte eines Buches: Handlung, Protagonisten und Schreibstil hier in Biosphere schon für sich, untermalt wird das ganze noch mit einer stetigen und kontinuierlichen Spannungssteigerung , welche durch den galanten und auf den Punkt gebrachten Schreibstil noch gefördert wird. Hier werden dem Leser keine Erholungsphasen gegönnt.
Eine Anmerkung zum Schluss möchte ich noch einflechten, denn mir ließ es keine Ruhe, es gibt in der Tat eine Insel die Henderson heißt, auch ihre Lage ist die im Südpazifik. Auch das eine oder andere hier im Buch erwähnte Tier ist nicht unbekannt, und entspricht so der Realität.
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/\ Fazit /\
Bis hierher bin ich nur noch begeistert, endlich mal wieder ein Werk, welches die Bezeichnung Thriller auch verdient hat. Hier wünsche ich mir beinah eine Fortsetzung, denn das Ende des Werkes – welches von mir nicht verraten wird – fordert dieses eigentlich ein....
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Hier ist einfach alles stimmig, alle Aspekte die zu einem guten Unterhaltungswerk gehören, werden genau auf den Punkt getroffen, da gibt es rein gar nichts zu meckern. Mir kamen zwar beim Lesen und auch im Nachhinein Gedanken, mit welchen Autoren Warren Fahy sich vergleichen lässt, aber mir kamen da nicht allzu viele in den Sinn, eigentlich nur Ansatzweise Michael Crichton, der ja nun auch das eine oder andere Science-Ficton Werk geschrieben hat. Ich kann von meiner Seite aus nur sagen, Warren Fahy lässt sich durchaus in Nuancen mit M. Crichton vergleichen.
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Ich kann nicht anders und verteile für dieses ausgewogene und spannende Werk volle 5 Sterne und eine dicke Leseempfehlung für alle die Genug haben von dem Einheitsbrei der Möchtegern Sci-Fi, hier wird dem Leser ein rundum stimmiger Thriller geboten.
Rezension verfasst vor 6 Monaten (5)
Der Luxusliner «Trident» befährt den Südpazifik, an Bord eine Film-Crew und Naturwissenschaftler. Man ist dabei, die Reality-Show «Sea Life» zu filmen. Plötzlich erreicht ein Hilferuf das Schiff. Er kommt von einem nebelverhangenen Felseneiland
Doch die Insel ist mitnichten harmlos. Flora und Fauna haben sich hier über Jahrtausende hinweg evolutionstechnisch optimiert. Sie wissen sich gegen die Eindringlinge zu wehren. Auf schreckliche Weise. Nicht auszudenken, was geschieht, wenn eines der Lebewesen die Insel verlässt …
Warren Fahys "Biosphere" ist wirklich eine gelungene Lektüre die zu eine kleinen Lesevergnügen einlädt. Zu beginn zieht sich die Geschichte etwas hin aber wenn dann der erste Angriff der Monster kommt ist man voll und ganz von dem Buch gefesselt. Schnell entwickelt sich die Gesichichte zu einen Überlebenskampf, da es so scheint nichts gibt was diese Bestien aufhalten kann. Selbst das Militär kann nicht helfen. Aber am Ende scheint sich durch eine unglaubliche Wendung alles zum guten zu Wenden.
Durch die Illustrationen am Ende des Werkes kann man sich die Monster der Insel gut vorstellen. Somit werden sie beim Lesen im Kopf real und man kann vor seinen geistigen Auge die Geschichte miterleben.
Alles in allen ist "Biosphere" ein gutes Werk was man gut lesen kann und jede menge Spannung verspricht. Leider kommt der Anfang etwas schwer in Schwung aber dann geht es zügig weiter.
Rezension verfasst vor 8 Monaten (7)
Fantastische neue/alte Welt
Beim Dreh zu einer Realityshow macht die Crew einer Yacht eine unglaubliche Entdeckung: Eine Insel, die seit Millionen Jahren unberührt von der Umwelt eine eigene Entwicklung genommen hat. Doch schnell wird aus der Freude Panik, als sie den ersten Kontakt mit den „Bewohnern“ der Insel haben.
Was wäre wenn ... eine Insel ihre eigene unberührte Entwicklung nehmen könnte? Warren Fahy macht sich mit interessanten Thesen auf, diese Gedankenwelt zu errichten und schickt seine Hauptdarsteller in eine Welt voller unvorstellbarer Lebewesen. Dabei berücksichtigt er intelligent die Evaluationstheorien verschiedener Wissenschaftler.
Die Idee des Autors finde ich sehr spannend und auch gut ungesetzt. Die Kapitel sind meistens recht kurz gehalten. Zu lang geraten für meinen Geschmack die wissenschaftlichen Abhandlungen, sind aber für die Darstellung der Theorien wohl aber notwendig. So erscheint die Handlung des Buches „realer“.
Leider kommen für meinen Geschmack zu viele Personen vor, auch die Quote der Verluste ist unnötig hoch. Doch die Hauptpersonen werden gut vorgestellt, die Charaktere werden klar skizziert und macht die Personen in ihren Handlungen glaubwürdig. Das Ende ist etwas kitschig geraten.
Dennoch ist diese Geschichte faszinierend und spannend. Die kleinen Ungereimtheiten habe ich gern hingenommen.
Fazit: Biosphere ist Fiktion und kein Sachbuch. Spannende Unterhaltung ist für alle garantiert, die sich auf neue Ideen einlassen und das Einschalten des Kopfkinos beherrschen.
Rezension verfasst vor 9 Monaten (5)
gute Story mit ner Menge neuem Wissen - solche Bücher liebe ich
Rezension verfasst vor 11 Monaten (11)
Wissenschaftsthriller oder Fantasy? Von beiden ein bißchen.
Auf dem Luxusliner Trident befindet sich eine Gruppe von Naturwissenschaftlern. Doch Forschung spielt kaum eine Rolle. Sie wurden für eine Reality-Show angeworben und sind frustriert. Da erreicht das Schiff ein Hilferuf von einer unerforschten Insel und plötzlich geht es um ihr Leben...
Die Handlung an sich ist spannend, aber teilweise ziemlich grausam. Das Interessante am Buch waren für mich die aufgestellten Theorien, die von den Wissenschaftlern diskutiert und auf einer kleinen Inseln zum großem Teil widerlegt wurden. So ging es um die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und Geschlechtsreife besteht. Ein anderer Wissenschaftler stellte die These auf, dass die größte Gefahr für die Erde der Mensch sei. So ganz unrecht hat er ja nicht... Das relativiert sich aber, wenn man den Charakter desjenigen kennt, der diese These vertrat. Die Charakterisierung der handelnden Personen ist meiner Meinung nach gut gelungen. Es wird deutlich, dass es verschiedene Motive und Lebensplanungen für wissenschaftliche Forschung gibt. Logisch ist auch, dass besondere Forschungsergebnisse zuerst das Militär auf den Plan rufen. Da spielt ein Menschenleben keine Rolle mehr.
Rezension verfasst vor 11 Monaten (9)
Auch wenn ich sonst kaum Science Fiction Thriller lese, habe ich mich an dieses Buch gewagt. Und es hat sich gelohnt!
Die Handlung ist - insbesondere bezüglich der Beziehungen zwischen den Charakteren - teilweise etwas voraussehbar, trotzdem weiß man an vielen Stellen nicht, wohin sich die Geschichte bewegt. Die meisten Ereignisse passieren völlig unerwartet, der letztendliche Ausgang der Story ist überhaupt nicht erkennbar. Das macht die Handlung unheimlich spannend, da jederzeit Ereignisse auftreten können, die vieles Vorausgegangenes auf den Kopf stellen könnte.
Stellenweise sind ziemlich große Zeitsprünge zwischen den Kapiteln zu finden. Die Erklärung der zwischenzeitlichen Handlungen bzw. die Bedeutung des vorherigen Abschnitts erfolgt manchmal erst sehr verspätet, wodurch einige Übergänge etwas abrupt wirken. Die nicht geschilderten Handlungen werden leider nur sehr kurz beschrieben, wobei einige ausgelassene Stellen sicherlich sehr interessant gewesen wären.
Die vielen Charaktere machen die Handlungsstränge am Anfang etwas unübersichtlich, vor allem jene mit ähnlichen Namen führen zu großer Verwirrung. Da jedoch nur noch wenige Personen im weiteren Verlauf hinzukommen, hält sich die Verwirrung nicht lange und schränkt das Lesevergnügen daher nicht stark ein. Parallele Handlungsstränge sind in diesem Buch genügend vorhanden, allerdings hängen diese nicht zwingend stark zusammen. Erst ab der Mitte des Buches hat man einen Überblick über sämtliche Zusammenhänge, wodurch die Spannung merklich erhöht wird. Etwas vermisst habe ich eine politische Sichtweise auf die Handlungen, die erst sehr spät mit einbezogen wird. Dieses wäre vielleicht schon von Anfang an als ein zusätzlicher Handlungsstrang interessant gewesen.
Das Buch ist insgesamt sehr real geschrieben, allerdings wirkt das Auftreten einiger Charaktere konstruiert. Insbesondere die Dialoge sind jedoch stark an die Realität angelehnt und lassen den Leser glauben, dass die Geschichte sich tatsächlich auf diese Weise abspielen könnte. Gegen Ende nimmt der Realismus bedingt durch die Handlung stark ab, das tut dem Lesevergnügen an der Stelle aber keinen Abbruch.
Außerdem ist das Buch mit vielen biologischen Fakten gespickt, die zu detailliert sind, als dass man sie als Mensch ohne große Biologie-Kenntnisse verstehen kann. Trotzdem rahmt es die Handlung in einen wissenschaftlichen Kontext ein, ob deren Angaben und Fakten auf der Wirklichkeit beruhen, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Insgesamt hat das Buch, nachdem die Leseprobe schon einen guten Einblick gegeben hat, einen guten Eindruck hinterlassen. Ein Thriller in Schätzing-Manier ist es allerdings auch nicht, bereitet aber viel Spaß am Lesen.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (6)
Wie so oft beginnt die Geschichte vor mehreren Jahrhunderten, als Henderson sie entdeckte und beim Wasserfassen 1 Mann verlor. Danach flüchtete er und die Insel wurde vermieden.
In unserer Zeit kommt ein Schiff mit einem TV - Team zu dieser einsamen Insel und eine Reality - Show zu drehen. Sie finden völlig fremde Tier- und Pflanzenarten, die sehr gefährlich sind. Es gibt die ersten Opfer. Danach versucht es die NASA mit einem Labor, letztendlich mischt sich die Navy ein. Wissenschafftler werden zu rate gezogen.
Mehr darf ich nicht verraten.
Anfangs fand ich es nicht so toll, aber ab der zweiten Hälfte sehr spannend und empfehle es mit 5 Sternen.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (6)
Der Prolog bietet einen sehr interessanten Überblick über den derzeitigen Stand der Lage. Viele Tiere wurden aus anderen Gebieten in bestimmte Ökosysteme verschleppt und richten enormen Schaden an, besonders auf tropischen Inseln. Der Autor dreht den Spieß in diesem Roman um: Das Ökosystem einer Insel greift den Rest der Welt an…
Eine Gruppe Wissenschaftler einer Reality -S how landet auf einer einsamen Insel. 11 werden von den Tieren dort getötet, die Navy übernimmt die Kontrolle und muss mit Entsetzen feststellen, dass die alteingesessenen Bewohner der Erde diesen Nischenbewohnern nicht gewachsen sind.
Die Darstellung der biologischen Experiment und Versuche war faszinierend und auch wissenschaftlich korrekt dargestellt und somit sowohl für Laien als auch für Leute vom Fach interessant. Im Buch wurden viele evolutionäre und auch soziologogische Fragen angeschnitten und sehr faszinierende Ideen entwickelt. Die Charaktere waren interessant dargestellt, doch traten sie hinter den wirklich faszinierenden und kreativ entwickelten Inselbewohnern zurück. Der Autor hat mit viel Erfolg ein wissenschaftlich fundiertes Ökosystem erdacht, dass in sich geschlossen und folgerichtig erscheint. Zum Schluß hin konnte er sich ein wenig Melodramatik nicht ersparen und das "Happy End" wirkte erzwungen, doch insgesamt war das Buch sehr überzeugend und das etwas schwache Ende schmälert nicht die Gesamtleistung des Autors.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (19)
KURZ GESAGT:
„Schalt mich ab!“, wie unser Freund C-3PO sagen würde. Obwohl, der hat wahrscheinlich schon Schlimmeres gesehen. Für Erdlinge wie uns allerdings ist es ein Schock, zu erfahren, dass auf einer einsamen Insel mitten im Südpazifik Wesen entstanden sind, die jedem Alien Konkurrenz machen könnten. Und ich spreche nicht von harmlosen Froschgesichtern und wandelnden Flokatis, denen man im Weltall so begegnen kann. Nein, wir reden hier von der hartgesottenen Sippschaft, der mit zu vielen Beinen, messerscharfen Krallen und tödlichen Vermehrungstaktiken.
Nell, als Biologin bei Filmaufnahmen für die Reality-Show „Sea Life“ mit auf hoher See, macht nach Entdeckung der Insel durch die Crew schon bald Bekanntschaft mit den fürchterlichen Viechern von Henders Island. Ihr und anderen rasch eingeflogenen Wissenschaftlern fällt die prickelnde Aufgabe zu, herauszufinden, was es mit diesen Geschöpfen auf sich hat. Vor allem bezüglich der übrigen Welt – denn was passiert wohl, wenn eines oder mehrere davon das Festland erreichen? Nun, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: Die Chancen stünden nicht gut. Und wie es sich für einen solchen Wissenschaftsreißer gehört, ist das noch stark untertrieben.
Macht Euch also auf was gefasst, wenn Ihr Euch in diesen Roman stürzt. Jedenfalls ungefähr zwei Drittel des Buches weit. Danach bekommt das Inselpersonal nämlich Zuwachs – und der Thriller gerät ins Rutschen. Das garstigste Ungeheuer von allen, der Kitsch, erhebt hier sein farbenprächtig behaartes Haupt.
Trotzdem, mit seinen wilden biologischen Spekulationen (übrigens auch zeichnerisch illustriert!) hat mich der Autor gut unterhalten. Daher empfiehlt die Buchprüferin allen Nicht-Biologen: Nicht abschalten, kann man schon lesen.










