Rezension zu "Die unwahrscheinliche Reise des Jonas Nichts" von Wieland Freund

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Susanne_Boeckle

Vor 1 Jahr

(6)

Dieses Buch hat mich begeistert, ganz ehrlich, denn seine Geschichte hat mich begeistert. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, bin fasziniert vom Ideenreichtum des Autors und habe über 500 Seiten mit dem Protagonisten Jonas Nichts mitgefiebert.

Kurz zum Inhalt: Der 12-jährige Jonas Nichts lebt in ärmlichen Verhältnissen auf einem Bauernhof. Über seine Herkunft weiß er nicht viel. Alles, was er weiß, steht auf dem Zettel, der mit ihm als Baby abgegeben wurde: JONAS NICHTS, also wurde das sein Name. Doch plötzlich ändert sich sein Leben radikal. Der Rechtsanwalt Peregrin Aber und der Diener Ruben tauchen auf dem Hof auf und sagen, Jonas sei der Erbe von Wunderlich, einem hochherrschaftlichen Anwesen. Sie nehmen Jonas mit in diese neue Welt. Ruben steckt Jonas einen Zettel zu, auf dem steht, dass der Junge auf keinen Fall zugeben darf, dass er 12 ist.

Bei der Testamentseröffnung schlägt Jonas unverhohlener Hass entgegen und zwar in Gestalt der Baroness Alma und deren geistigen Beistand Irmingast. Im Testament von Baroness Clara steht, dass Jonas Wunderlich erbt, das „Spielzimmer“ aber nicht betreten darf. Der stumme Diener Ruben und die Haushälterin Tabby beschützen Jonas vor Alma und Irmingast. Jonas findet in Almas Zimmer mehrere hölzerne Spielfiguren, die er an sich nimmt und versteckt. Auch ein Gemälde von Clara gibt Rätsel auf. Plötzlich wird es gefährlich, denn der große Leuchter in der Eingangshalle fällt herunter und auf Jonas wird geschossen. Er flüchtet in das verbotene Spielzimmer im Turm und entdeckt einen merkwürdigen Schrank, der die Pforte in eine andere Welt darstellt. Er geht hindurch und entdeckt das Land „Kanaria“ und findet in Ole Mond, einem gleichaltrigen Jungen, einen neuen Freund, der ihn durch die fremde Welt mit ihren fremden Wesen begleitet. Jonas findet weitere Verbündete, muss sich aber auch vor Feinden verstecken. Ruben wird von einem General und dessen merkwürdiger Armee gefangen genommen. Jonas will ihn unbedingt finden und befreien. Auch Peregrin Aber und Tabby machen sich auf den Weg durch den Schrank nach Kanaria.

Nach und nach findet Jonas heraus, was es mit der Stadt Callamar und den hölzernen Spielfiguren auf sich hat, denn die haben in dieser Welt eine große Bedeutung und bald muss er erkennen, dass auch er selbst Teil dieses Spiels ist.

Fazit: Die fantasievolle Beschreibung der Landschaft hinter dem Schrank hat mir sehr gut gefallen, aber vor allem die Geschichte selbst, die wunderbar erzählt und niemals langweilig ist. An vielen Stellen habe ich schmunzeln oder sogar lachen müssen, vor allem über die Figur des Advokaten Peregrin Aber, den Wieland Freund recht kauzig und mit sehr viel Witz gezeichnet hat. Aber auch die anderen Personen fand ich gut beschrieben und folgte ihnen gerne durch die Geschichte.

Ich kann diesen Jugendroman in jedem Fall weiter empfehlen, nicht nur für Jugendliche ab 12, sondern auch für Erwachsene, die sich gerne auf unterhaltsame Weise in Fantasiewelten entführen lassen.

Autor: Wieland Freund
Buch: Die unwahrscheinliche Reise des Jonas Nichts
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