Leser-Rezension zu „Neuromancer” von William Gibson
am 20.08.2011
Gibson verwendet gerne Fachbegriffe. Das ist eigentlich nicht schlimm. Aber er denkt sie sich auch vorher selber aus. Ebenso eine Umgangssprache und ein Setting. Äußerst komplex entwirft er da eine Welt, in der das Computerzeitalter den Menschen im sprichwörtlichen Sinne aufgefressen hat. Das Problem ist nur, dass er seine Wortkompositionen selten oder gar nicht erklärt. Und so müht sich der Leser mit dem Verständnis der Story ab.
Aber es ist ein lohnendes Unterfangen. Denn die Cyberspace-Romane von Gibson (die ja schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben) sind Klassiker der Science Fiction und schufen ein völlig neues Untergenre der SciFi: den Cyberpunk.
Matrix (Film), Ghost in the Shell (Film),
Das Unsterblichkeitsprogramm (Roman) uva. Produktionen wurden von Gibson beeinflusst.
Neuromancer ist der erste Teil der Sprawl-Serie. Also ein Einstieg in die sehr seltsame Zukunftswelt, die geschrieben wurde, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte.

