Leser-Rezension zu „Eddies Bastard” von William Kowalski
am 31.12.2008
Eddies Bastard, dass ist William Amos Mann, genannt Billy, der im Alter von 6 Wochen im August des Jahres 1970 als Baby in einem Weidenkorb auf der Hintertreppe des angestammten Familiensitzes der Familie Mann in Mannville, New York, abgestellt wird. Sein mürrischer, isoliert lebender, kauziger und Alkohol abhängiger Großvater erkennt in dem Baby, mit den klaren blauen Augen, sofort den Sohn seines erst kürzlich im Vietnam Krieg gefallenen Sohnes. Er ist glücklich und stolz, dass die Familie Mann auch in Zukunft weiter bestehen wird und übernimmt mehr recht als schlecht die Erziehung des Jungen.
Billy ist ein besonderer Junge, wie alle Manns vor ihm. Er wächst äußerst ungewöhnlich und umgeben von vielen Geistern der Vergangenheit und deren Geschichten auf.
„Eddies Bastard“ ist eine äußerst gelungene und detaillierte Familiengeschichte dreier Generationen, die liebevoll, rührend, komisch und zugleich sehr übersinnlich ist. Letzeres ist nicht ganz mein Fall, hat aber meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Ich habe mich in der Gegenwart von Billy keine Minute gelangweilt, denn seine Geschichte und die seiner Familie hält viele interessante und skurrile Charaktere und Entwicklungen bereit. Warum die Mutter von Billy im Weidenkorb einen Zettel mit den Worten Eddies Bastard und nicht Eddies Sohn hinterlassen hat, bleibt leider offen. Eine Vermutung und Interpretation hatte ich bereits, bevor ich entdeckt habe, dass der Autor des Buches, William Kowalski, die Geschichte fortgeschrieben hat.
„Das Leben brennt wie grüner Chilli“ habe ich sofort geordert und hoffe, dass der Postbote mit der Lieferung der Fortsetzung dieser wunderschönen Geschichte bald an meiner Tür klingeln wird.

