Leser-Rezension zu „Auferstehung der Toten” von Wolf Haas
am 10.09.2009
Auf Seite sechs (das Buch fängt auf Seite fünf an) musste ich zum ersten Mal lachen. Auf Seite 10 spätestens war ich schon rettungslos verfallen.
Es ist ein Krimi ganz ohne Blut, die Morde mit denen es der verschrobene Ex-Kommissar Brenner zu tun hat, sind etwas ungewöhnlicher (Schilift, Zapfhahn),
Man fühlt sich beim Lesen ein bisschen wie in einem Biergarten. Der Himmel natürlich blitzeblau, die Sonne scheint, am Nebentisch erzählt ein Mannsbild seinen Stammtischbrüdern was sich zugetragen hat, im letzten Winter, in Zell. Vom Lift Lois, wie der die zwei steifgefrorenen Amerikaner gefunden hat im Liftsessel, vom Vergolder und von noch so einigem mehr. Ab und zu mal Sätze ohne Verben. Aber, weißt eh, Verben werden überbewertet.
Für mich ist seitdem auch eines glasklar: Die besten deutschsprachigen Krimis kommen nun mal aus Österreich. Aber jetzt pass auf, musst du wissen.

