Leser-Rezension zu „Der Knochenmann” von Wolf Haas
am 6.04.2010
Jetzt ist schon wieder was passiert. Wie haben sich diese Worte in mein Herz gebrannt (schlechter Wortwitz, ich weiß). Nachdem ich Auferstehung der Toten verschlungen habe, konnte ich nicht länger warten und musste mir den Kochenmann auch noch reinziehen.
Brenner wird zum Löschenkohl gerufen. Der Löschenkohl ist eine Backhändl-Station. Doch zwischen Backhändl und deren Überbleibseln wurden in der Knochenmühle Menschenknochen gefunden. Und wenn das nicht schon genug wäre wurde auch noch der Kopf eines Torwartes im Ballnetz der heimischen Fußballmannschaft gefunden. Alles sehr kurious. Doch Brenner wäre nicht Brenner, wenn er auf seine charmant nervig und störrische Art den Fall nicht lösen würde.
Wie immer in der von Fans so geliebten Stammtischerzählerform geschrieben, verbreitet 'Der Knochenmann' einen österreichischen Charme. Es macht Spaß zu wissen wer mit wem was hatte und warum alles nachher so kommt wie es kommt. Wolf Haas hat mit der Brenner-Reihe und in diesem Fall dem zweiten Fall, was ja mittlerweile auch schon mit dem genialen Josef Hader verfilmt wurde, frischen Wind in das wie ich finde angtestaubte Krimigenre geblasen. Das gehört beloohnt und vor allem von vielen anderen menschen gelesen.
Beide Daumen nach oben!

