Leser-Rezension zu „Wie die Tiere” von Wolf Haas
am 25.08.2010
Teil 5 der Brenner Reihe. Diesmal verschlägt es ihn wieder nach Wien. Dort soll er heraus finden wer der ominöse Hundemördermörder ist. Das sich das alle zu spitzt und in Mord und Totschlag endet war irgendwie ab zu sehen.
Man merkt das Wolf Haas bei diesem Roman die Inspiration fehlte. Einmal das er nach Komm süßer Tod wieder einmal Wien als Schauplatz nimmt. Zumal er im Großteil Brenner über eine Frühpension denken lässt. Ich freute mich mal wieder was vom Berti zu hören, aber größtenteils blieb er doch farblos. Es wirkt alles irgendwie schonmal gelesen, was dem Vergnügen aber keinen Abbruch bereitet. Denn es macht wie immer Spaß dem Erzähler "zu zuhören", Aber es bleibt halt dieser Eindruck das Haas keine Lust hatte. Klar macht es auch wieder Spaß nach den Tätern zu suchen (was sich aber in diesem Teil als schwer erweist).
Doch die letzten beiden Kapitel hat mich wieder versöhnlich gestimmt. Es passiert nicht viel, aber wie es beschrieben wird, da kommt wieder alte Stimmung auf. Das hat mir doch häufiger gefehlt.
Alles in allem ist das der bis dato schlechteste Teil der Brenner-Reihe, aber es bleibt weiterhin wunderbar skuril, schrullig und mit einer ordentlichen POrtion Wiener-Schmäh.
Einen Daumen nach oben!

