Rezension zu "Die falsche Frau" von Wolfgang Burger

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LightningAres

Vor 1 Jahr

(8)

In Heidelberg steht eine Internationale Wirtschaftstagung an: Die Polizei arbeitet bereits im Vorfeld auf Hochtouren, da man um die Sicherheit der Politiker besorgt ist. So kommt es, dass der Kripochef Alexander Gerlach für diese Zeit sein Büro mit Helena Guballa teilen muss, die schon seit Jahren Ermittlungen zu einer Terroristin anstellt. Jegliche verdächtige Spur wird sofort verfolgt, um mögliche Attentate bereits im Vorfeld zu vereiteln. Ob dies wohl gelingt?

Ich muss zugeben, dass ich das Buch nicht sehr gut fand, da es viele langatmige Stellen beinhaltet. Die Ermittlungen sind meist sehr eintönig und Gerlach selbst scheint nicht sehr viel zur Ermittlung selbst beizutragen. Er bekommt die Hinweise nahezu vor die Füße geworfen, wodurch der Fall nicht mehr sehr real wirkt. Außerdem wird man anfangs ziemlich durch den Nebenstrang seines Privatlebens abgelenkt. Später habe ich aber gemerkt, dass es schön und interessant ist auch mal eine ganz andere Seite des Ermittlers kennenzulernen. Allerdings wurde dann die Nebenhandlung zwischendurch sogar interessanter als die Haupthandlung, was ich gar nicht gut finde. Das Hauptinteresse des Lesers sollte schon auf die Haupthandlung gelenkt werden. Zu Anfang hatte ich erst den Eindruck, dass Personen und Beziehungen ziemlich geschickt gemacht sind, aber im Laufe der Geschichte erhält man kaum noch Informationen zu ihnen und die Beziehungsentwicklungen waren für mich manchmal nicht mehr nachvollziehbar. Ein weiteres Problem ist, dass einfach keine Spannung aufkommt. Es gibt ab und zu ein paar brenzlige Situationen, aber auch da fällt die Spannung kaum dass sie ihren Höhepunkt erreicht hat auch schon wieder weg. Auch der „Showdown“, auf den man das ganze Buch über hin wartet ist nicht sehr spannend, weil er einfach zu kurz gehalten ist. Man hätte wirklich mehr aus diesem Buch machen können, denn die Grundidee ist echt super! Eine andere Sache, die ich auch ganz gut finde ist die Kommunikation zwischen all den Mitarbeitern. Die Gespräche sind sehr authentisch und ab und zu wird auch mal ein englisches Wort genannt. Allerdings fällt einem dies durch die ständige Wiederholung gar nicht mehr auf, was ich sehr schade finde.

Ich bin enttäuscht von diesem Buch, weil es einfach keine Abwechslung und Spannung bietet. Stattdessen ist es sehr langatmig und viele Passagen folgen demselben Muster. Das finde ich sehr schade, weil es eigentlich eine richtig tolle Grundidee beinhaltet.

Autor: Wolfgang Burger
Buch: Die falsche Frau
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