Es ist mitten in der Nacht und Alexander Gerlach wird zu einem Tatort gerufen. Als Kriminaloberrat nichts ungewöhnliches, doch die Truppe kommt gerade von einer feuchtfröhlichen Hochzeitsfeier zurück, denn Kommissarin Klara Vangelis hat geheiratet und das im griechischen Stil.
Die Untersuchung des Tatortes wird für das Ermittlerteam somit eine Qual, das u. a. mit starken Kopfschmerzen zu kämpfen hat. Die Leiche der Anita Bovary wird in ihrer Wohnung erstochen aufgefunden. Keiner der Nachbarn hat etwas unauffälliges bemerkt nur, dass sie noch nicht lange dort wohnte und sich offenbar vor jemanden versteckte. Die Tote sprach nicht sehr viel über privates mit ihren neuen Nachbarn, so bleibt diese Frau ein Rätsel, denn unter dem Namen "Anita Bovary" wurde sie nirgendwo registriert. Die Frau scheint ein Phantom zu sein, es muss also erstmal der richtige Name gefunden werden und dies soll nicht so einfach werden.
Eine Männerbekanntschaft in der Todesnacht ist jedoch schnell gefunden und als mutmaßlicher Täter verhaftet worden. Der Fall schien einfach und wurde schnell gelöst. Doch es taucht ein paar Tage später eine weitere Leiche auf: Ein Mann liegt zerfetzt in einigen Einzelteilen, der Hund hat begonnen ihn aufzufressen, da er schon seit Tagen hungern musste. Doch erst später wird der Bestatter einen entscheidenen Hinweis finden: Der tote Juwelier wurde ebenfalls erstochen!
Es scheint nun ein Serienmörder zu sein und die Polizei tappt immer noch im Dunkeln, da die beiden Opfer scheinbar nichts gemeinsam haben. Erst die beste Freundin der ersten Toten gibt die entscheidenden Hinweise und plötzlich wird dies Alexander Gerlachs persönlichster Fall.
Auch in diesem Teil erfährt man wieder etwas über seine pubertierenden Töchter, die jetzt ein eigenes Zimmer haben möchten, was natürlich nicht ohne Streitereien von statten geht. Auch in der Band gibt es Streitigkeiten, da Louise in den Drummer verliebt sein soll, was Sarah überhaupt nicht passt, da sie findet, dass ihre Schwester sich unprofessionell verhält.
Und die Geliebte von Gerlach will plötzlich ihrem todkranken Mann und Chef von Gerlach beistehen und zieht sich ein wenig von ihm zurück. Dies macht dem ihm sehr zu schaffen und er versucht sich mit der Arbeit abzulenken.
Es geht wieder sehr turbolent zu in Alexander Gerlachs Leben. Nicht nur, dass er einen schwierigen Fall zu lösen versucht, in dem er noch eine wichtige Rolle spielen soll, sondern er hat auch an den Fronten gegen seine Töchter zu kämpfen, damit diese ihre Streitereien beilegen und auch Therea, die sich plötzlich um ihren kranken Mann kümmern will.
Wieder sehr spannend und zwischendurch mit Witz geschrieben, sodass man zwischen all dem Ernst des Falles auch wieder zum Schmunzeln kommt. Für alle die die Vorgänger gelesen haben, ein Muss und auch für Neueinsteiger zu empfehlen, wobei diese beim ersten Band "Heidelberger Requiem" anfangen sollten. "Eiskaltes Schweigen" ist ein guter Heidelberg-Krimi, in dem auch öfters Ausflüge nach Karlsruhe gemacht werden.