Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Der Schwertkämpfer Andrej Delãny kehrt nach Jahren ins Borsã-Tal zurück, in sein Heimatdorf. Wieso, weiß er selbst nicht so genau, aber was er vorfindet, ist ein Bild des Grauens: Das ganze Dorf leergefegt, totenstill. Auf der Bauernburg findet er dann einen alten Freund, gefoltert und gequält und Frederic, einen Jungen sowie einen Haufen Leichen. Frederic hat die grauenhafte Tat des Inqusitors Domenicus und seiner Helfer, drei goldene Ritter, beoabachtet. Alle Dorfbewohner, die nicht getötet wurden, haben die Missetäter in Ketten gelegt mitgenommen. Andrej und Frederic folgen ihnen bis nach Constãntã, wo die Beiden sich auch noch mit dem Herzog anlegen.Auf ihrer Reise bemerkt Frederic, dass Andrej durchs Feuer gehen kann - ist er etwa der Hexer, den der Inquisitor und seine Schergen suchen und wegen dem sie das Dorf niedergemetzelt haben?
Meine Meinung: Ich fand den Anfang spannend geschrieben, man weiß nicht genau, wer oder was Andrej ist und was ihn erwartet oder antreibt. Vieles wird nur angedeutet, einiges später aufgeklärt oder zumindest etwas weitergeführt, so dass man immer ein bißchen mehr von Andrejs Herkunft und Vergangenheit kennenlernt. Auch dass man am Ende immer noch nicht alles über ihn, Frederic und ihre Gegenspieler weiß, gefällt mir und macht mich neugierig auf die folgenden Teile der Chronik.
Ein bißchen merkwürdig fand ich, dass Andrej einerseits so gut mit dem Schwert umgehen kann, obwohl er scheinbar nur von seinem Stiefvater ausgebildet wurde, und er andererseits niemanden töten will. Es hört sich immer so an, als ob er schon in zig Schlachten gekämpft hat und dann aber auch wieder nicht.
Die Begegnung mit Maria ist auch nicht so ganz nachvollziehbar, das geht alles viel zu schnell und ihre Beweggründe leuchten mir nicht wirklich ein. Wusste der Autor da etwa nicht, wie er sie sonst in die Handlung einstricken kann?!
Gut dagegen hat mir gefallen, dass es trotz des Hauptprotagonisten, einen Schwertkämpfer, nicht das ganze Buch durch gekämpft wurde.
Mir hat definitiv eine Karte gefehlt, auf der man verfolgen kann, welche Wege Andrej und Frederic auf ihrer Reise zurücklegen.
Die Charaktere finde ich insgesamt noch etwas undurchsichtig, teilweise konnte ich auch nicht wirkliche Empathie für diese empfinden; hoffe aber, dass einiges in Teil 2 (und 3???) klarer wird. Die Einwebung geschichtlicher Hintergründe hat mir ausgesprochen gut gefallen. Alles in allem ein spannender Auftakt einer Serie, der auf mehr hoffen lässt; kein Page-Turner, aber trotzdem gut und schnell zu lesen. 7 von 10 Punkten.
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