Rezension verfasst vor 8 Monaten
(4)
Vorab möchte ich sagen, dass ich nur sehr selten Bücher abbreche - bisher sind es genau 4 Bücher in 28 Jahren (also seitdem ich angefangen habe, zu lesen ;D )
INHALT
In der kleinen Stadt Thompson lebt der Professor Mogens VanAndt. Schon während seines eigenen Studiums zeichnete sich ab, dass er eine gute Karriere als Forscher und Wissenschaftler im Bereich der Archäologie vor sich hatte, doch dann ist etwas passiert, was diese Zukunft zunichte machte. Doch eines Tages taucht ausgerechnet der Komilitone aus alten Zeiten wieder auf, der Mogens Chancen auf eine sehr gute Anstellung vernichtete. VanAndt wollte mit ihm nichts mehr zu tun haben, nimmt dann aber doch widerwillig und aus Neugierde das Angebot an, was sein Komilitone ihm unterbreitet. Nach einem Flug in Richtung San Francisco und einer abenteuerlichen Autofahrt erreicht Mogens schließlich das Forscherlager. Wenig später betritt er mit seinem Studienkollegen einen historischen Tempel, der scheinbar von den Ägyptern erbaut wurde, doch Mogens spürt, dass hier etwas anderes, etwas älteres, etwas gefährlicheres hauste. Der sich immer weiter ausbreitende Sumpf, der mysteriöse Tod seiner drei Forscherkollegen und der langsam versinkende Friedhof verdüstern die ganze Atmosphäre. Schließlich trifft Mogens auf eine seltsame Kreatur – holte ihn jetzt seine Vergangenheit wieder ein?
MEIN EINDRUCK
Ich lese Hohlbein sehr gerne und auch schon recht lange – doch leider hat mich dieses Buch total enttäuscht, so dass ich es nach über 300 Seiten doch abbrach (und das, wo ich normal nur ungern Bücher abbreche!!). Der Stil fesselte mich diesmal nicht, so dass ich viele Stellen nur oberflächlich überflog. Dabei verpasste ich nicht viel, wie ich merkte, denn ich konnte auch ohne diese Passagen der recht langsam vorankommenden Handlung problemlos folgen. Die typische spannende und bedrückende Atmosphäre, die der Autor sonst so klasse in seinen Büchern umsetzt, fehlte mir komplett. Langatmige Dialoge,Wiederholungen und flache Charakterdarstellungen ließen mich nicht in die Geschichte eintauchen. Die Schilderungen der Umgebung, die sonst so liebevoll waren, wirkten hier farblos. Die in einigen Rezensionen angekündigte Faszination, die ab Seite 300 mich als Leser ergreifen sollte, blieb völlig aus. :(Für mich ist es wichtig, dass mich ein Buch entweder von Anfang an wirklich fesselt oder zumindest meine Neugierde auf das Ende weckt, um durchzuhalten - beides fehlte hier völlig, weshalb ich mich zum Abbruch entschied.
FAZIT
Dieses Buch gehört m. E. mit „Das Druidentor“ zu Hohlbeins schlechtesten Büchern. Die vielversprechende Story wurde hier leider lieblos und oberflächlich auf Papier gebannt – schade!!
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