Leser-Rezension zu „Die Heldenmutter” von Wolfgang Hohlbein
am 11.04.2009
Ich habe dieses Buch mit 14 Jahren verschlungen. Es erzählt die Geschichte einer einfachen Bauernmagd, die nach einer Fehlgeburt die Mutterrolle für "den Auserwählten", welcher das Land von der üblichen permanenten Bedrohung des Bösen und den allgegenwärtigen daraus entstehenden bewaffneten Konflikten, befreien soll. Da das Kind aber noch viel zu jung ist, entscheidet sich Lyra, die Heldin des Buches, dafür selbst in die zukünftige Rolle und Rüstung ihres Adoptivsohnes zu schlüpfen und in die Schlacht zu ziehen, auch um Toran (den Auserwählten) vor diesem doch recht unangenehmen Schicksal, wie Lyra bald zu spüren bekommt, zu bewahren.
Aber natürlich muss Lyra weit mehr tun als in einer schönen Rüstung auf dem Schlachtfeld herumzustehen. Kampf und Diplomatie gehören bald ebenso zu ihrem Alltag wie auch politische Probleme und persönliche Gefühlskonflikte.
Eigentlich eine tolle Geschichte, wären die Rollen trotz einer Frau als Heldin nicht so sehr stereotyp gestaltet und das Ende dieser "eine Person ist für das Schicksal der ganzen Welt verantwortlich" Handlung so vorhersehbar.

