Leser-Rezension zu „Dunkel” von Wolfgang Hohlbein

Rezension als hilfreich gekennzeichnet: (2)

Admiral Admiral
Verfasst von Admiral
am 27.12.2011
 

Eine Vampirgeschichte, in der die Vampire von Hohlbein etwas anders dargestellt werden, als das normalerweise der Fall ist.

Jan führt ein Ganz normales Leben. Er ist freier Fotograf und versucht damit irgendwie über die Runden zu kommen, was auch ganz gut funktioniert. Doch als er eines Abends mit seiner Freundin Katrin und Freundin das Kino besucht passiert überlebt er auf der Toilette einen Angriff des gefährlichsten Vampirs, des Grafen Dracula. Dies wird aber erst später offenbar. Zunächst durchlebt er diverse Veränderungen in seinem Leben. Alles wird auf den Kopf gestellt und die merkwürdige Vera drängt sich frech und unverschämt in sein Leben, wobei sie sich auch nicht mehr herausschieben lässt. Es stellt sich heraus, dass sie ebenfalls eine Vampirin ist und ihn, der als einziger jemans einen Angriff Draculas überlebte, ebenso wie Katrin beschützen will. Denn dracula lässt nicht nach und versucht ihn weiterhin zu töten. Ebenfalls bekommt er ernste Probleme in seiner Beziehung und mit der Polizei, weil ihm niemand die Story mit den Vampiren glaubt. Letztendlich lockt der Graf Jan in sein Refugium, indem er Katrin entführt und kämpft mit ihm dort. er wird von Jan getötet. Letzterer ist von sich selbst überrascht, denn er ist plötzlich unglaublich stark. Er hatte zuvor dem vampirischen Charme Veras nicht widerstehen können und mit ihr geschlafen. Diese erklärte ihn nun, dass sie ihn infiziert hatte und er einer von ihnen wird. Und um genauer zu sein ihr "Sklave", wie es vorher der Graf gewesen war. Sie hatte die beiden also gegeneinader ausgespielt, wobei Jan den alten, ausgedienten Grafen entsorgen sollte. Jan mekrt, dass er sich ihr nicht widersetzen kann, dass er ihr völlig ausgeliefert ist. Doch er schwört sich Katrin zu rächen, der Vera kurzerhand selbst das Genick gebrochen hatte, und möge es Jahrhunderte dauern.

Ich war enttäuscht und mehr als einmal dazu geneigt, einfach aufzuhören. Wobei der Wendepunkt mit Vera echt überraschend kam und ebenso gut platziert ist. Aber das war es. Der Schreibstil ist okay. Nicht herausragend. Teilweise wiederholt Hohlbein diverse Abschnitte, beispielsweise das hinüberbeugen Jans über ein Waschbecken, während ihm übel ist, er fahl ist, er das Übergeben kaum zurückhalten kann, etc. Es ist eine Kleinigkeit, ja, keine Frage ! Aber das ist schlichtweg unschön und stört den Lesefluss genauso wie das Einfühlen. Desweiteren hat es ewig gedauert bis sich eine wirklich handlung entwickelt hat, wenn man überhaupt eine erkennen will. Und Spannung, geschweige denn Grusel, kam nur sehr schwach auf.
Eine schwere Enttäuschung !

 

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Dunkel Dunkel
Wolfgang Hohlbein

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