Leser-Rezension zu „Die Schuld des Tages an die Nacht” von Yasmina Khadra
am 30.07.2010
Yasmina Khadra bzw. Mohammed Moulessehoul beschreibt hier aus der Sicht eines kleinen Jungen eine arme, vom Schicksal gebeutelte Welt, in der er mit seiner Familie ein neues Leben in der Stadt Oran beginnen muss. Der Vater war bis über beide Ohren verschuldet und eines Nachts wurde dann auch noch die das Erntefeld der Familie willentlich in Brand gesetzt. Issa, der Vater, könnte um Hilfe bitten, denn sein Bruder lebt in Oran. Doch er lehnt jede Angebot stur ab und macht sich verbissen auf die Suche nach einer Arbeit. Indessen versucht die Mutter, das neue Heim etwas erträglicher zu machen, das "kaum breiter als ein Grab" ist, dazu verdreckt, stinkend und voller Ungeziefer. Man ist gespannt, wie es weiter geht. Werden sie ihr Glück finden?

