Rezension verfasst vor 6 Monaten
(10)
Zwei Handlungsstränge, die immer mehr miteinander verwoben werden.
Carlas Tochter Felicitas ist sechs Monate alt, als die Mutter wegen einer Gürtelrose ins Krankenhaus kommt und ihre Tochter mitnehmen muss. Nach einigen Tagen der Isolation bekommt Carla ihre Tochter zurück. Nur dass es nicht ihre Tochter ist.
Ihr wird ein fremdes Kind in die Arme gelegt. Ein schwer krankes Kind. Progerie.
Doch Felicitas ist verschwunden.
Als Fiona aufwacht, liegt sie in einer Badewanne. Um sie herum brennen Kerzen, Rosenblätter liegen überall herum und es läuft romantische Musik. Sie fühlt sich schwach, weiß allerdings nicht, warum. Als sie näher hinsieht, sieht sie, dass nicht allein die Rosenblätter für die rote Färbung des Wasers in der Wanne sorgen. Die Wanne ist voller Blut.
Fionas Blut. Doch sie kann sich nicht daran erinnern, dass sie versucht haben soll, sich umzubringen. Vielmehr hat sie überhaupt keinen Grund, sich das Leben zu nehmen. Jemand anderes muss es getan haben. Doch niemand glaubt ihr.,,,
Als ich den Klappentext gelesen habe und auch die Genrebezeichnung Thriller, habe ich etwas anderes erwartet. Einen Thriller stelle ich mir anders vor, so spannend, dass man ihn die ganze Zeit nicht aus der Hand legen kann. Doch hier war die Spannung eher unterschwellig zu spüren, nicht so sehr offensichtlich. Schade fand ich auch, dass ich relativ bald eine Vermutung hatte, worauf es hinauflaufen würde. Dadurch war auch wieder ein Teil der Spannung weg.
Doch alles in allem fand ich das Thema sehr interessant und auch die Angst, bzw. die Gewissheit, dass das Kind, das man in den Armen hält, nicht das eigene Kind ist und das Gefühl, wenn einem keiner glaubt, sind gut beschrieben.
Als Thriller jedoch hat mich das Buch etwas enttäuscht. Von einem Thriller erwarte ich etwas anderes. Etwas, das dieses Buch nicht geschafft hat, zu erfüllen. Deshalb bekommt "Das alte Kind" nur drei Sterne von mir.
Hätte einfach nur Roman auf dem Cover gestanden, wären es vier Sterne geworden.
0 Kommentare