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"Nur ich sag ich zu mir"
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"Nur ich sag ich zu mir"

Ellis Kaut
Fester Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Langen-Müller, 19.09.2009
ISBN 9783784431949
Genre: Biografie

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Chaplin
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Chaplin

Stephen Weissman , Ulrike Seeberger , Geraldine Chaplin , Geraldine Chaplin
Fester Einband: 402 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 11.12.2009
ISBN 9783351027087
Genre: Biografie

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Bangkok Noir
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Bangkok Noir

Roger Willemsen
Fester Einband: 293 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 07.09.2011
ISBN 9783596511792
Genre: Sonstiges

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Reise um die Welt.
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Reise um die Welt.

Mark Twain
Fester Einband
Erschienen bei Berlin : Buchclub 65, 01.01.1982
ISBN B0025WXVKM
Genre: Sonstiges

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Als der Tag begann
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drogen, liz murray, aids, obdachlos, obdachlosigkeit

Als der Tag begann

Liz Murray , Frauke Brodd
Fester Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Diana HC, 23.03.2011
ISBN 9783453291089
Genre: Biografie

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London - Die Biographie
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london, biographie, england, soziologie, kultur

London - Die Biographie

Peter Ackroyd , Holger Fliessbach
Flexibler Einband: 797 Seiten
Erschienen bei Knaus, A, 27.09.2006
ISBN 9783813502909
Genre: Sach- & Fachbuch

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In fremden Kleidern
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autobiografie, kindheit, einsamkeit, leben in fremden kleidern, amerika

In fremden Kleidern

Paula Fox , Susanne Röckel
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.07.2005
ISBN 9783423133463
Genre: Biografie

Rezension:

In diesem Buch hat Paula Fox ihre Kindheits- und Jugenderinnerungen niedergeschrieben, teilweise etwas unsortiert und nicht immer deutlich in der Motivation, aber absolut authentisch.
Paula Fox hatte ein bewegtes Leben und das begann schon mit ihrer Geburt: ihre Eltern, die sich nicht um sie kümmern wollten, gaben den Säugling kurz nach der Geburt in ein Findelhaus. Als Paulas Großmutter davon hörte, sorgte sie dafür, dass jemand das Mädchen dort wieder abholte und sich um es kümmerte. Sie selber war dazu erst mal nicht in der Lage, da sie in Kuba als Gesellschafterin einer reichen Cousine fungierte. Auf wirren Wegen kam die kleine Paula letztlich zu einem alleinstehenden Pfarrer, der sich in den ersten Jahren ihres jungen Lebens liebevoll um sie kümmerte. Man spürt jeder Zeile, die Paula über ihren Onkel Elwood, wie sie ihn nannte, schreibt an, dass sie ihn über alles liebte. Ab und zu lässt ihr Vater, Paul Fox, von sich hören, schickt Geld oder stattet seiner Tochter kurze Besuche ab, die das Kind verwirren und ihm das Gefühl geben, auch bei ihrem geliebten Onkel Elwwod nicht wirklich sicher zu sein, da sie nicht ganz zu ihm gehört. Und so kommt es, wie es kommen musste: als Paula etwa fünf Jahre alt ist, kehrt ihre Großmutter aus Kuba zurück und nimmt die Kleine zu sich. Jahre später, als sie ihre Erinnerungen niederschreibt, gibt Paula Fox unumwunden zu, dass ihre Großmutter eigentlich kaum eine Chance hatte, einen Platz im Herzen ihrer Enkelin zu finden. Denn sie war es, die Paula und Onkel Elwwod trennte - eine Entscheidung, die Paula der Großmutter nie verzeihen konnte. Und nun folgen Jahre des Vagabundierens für Paula: mit der Großmutter geht es für eine Zeit nach Kuba und auch, als sie zurück in Amerika sind, sollte es für die kleine Paula kein wirkliches Zuhause geben. Mal ist sie bei den Eltern, die sich aber kaum um sie kümmern, dann wird sie zu Bekannten abgeschoben oder wird in die Obhut von Hausangstellten gegeben, die dem Kind zwar alles geben können, was es zum täglichen Leben braucht, aber sicher nicht die Zuneigung, die von den Eltern kommen sollte. Aber Paulas Eltern sind unzuverlässig, die Mutter, Elsie, sogar offen feindselig. Die größte Bekundung von Zuwendung scheint zu sein, wenn ihr Vater sie "mein kleiner Kamerad" nennt.
Und so beginnt ihr Leben turbulent und chaotisch und es ist bewundernswert, wie sie es letztlich geschafft hat, ihren Platz im Leben zu finden und zu behaupten. Aber davon ist in diesem Buch noch nicht die Rede, denn die Erinnerungen, die sie hier aufgefangen hat, enden mit ihrem 21. Lebensjahr. Wer sich für die komplette Biographie interessiert, sollte Bernadette Conrads Biographie zu Paula Fox lesen, die ich nur empfehlen kann.

Ich habe die Lektüre dieser Aufzeichnungen sehr genossen und habe mich nicht daran gestört, dass manche Sätze und Erinnerungen bruchstückhaft wirkten und manchmal vollkommen unvermittelt dort standen. Wer einen durchgehenden Erzählfluss erwartet, so als habe er einen geordneten Roman in Händen, könnte hier sicher enttäuscht sein. Aber "In fremden Kleidern" ist nun mal eine autobiographische Schrift und Erinnerungen bringt man nicht immer klar aufs Papier. Auf mich wirkte es dadurch noch authentischer und fesselnder, ich könnte mir jedoch vorstellen, dass das nicht jedem so geht und viele sich an scheinbar belanglosen Einlassungen stören, die in keinem Zusammenhang zu stehen scheinen. Wenn man sich davon jedoch nicht irritieren lässt, hält man ein wirklich beeindruckendes Stück Zeit- und Lebensgeschichte in den Händen, dessen Inhalt noch lange in einem nachhallen wird.

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Ein ungezähmtes Leben
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usa, lehrerin, emanzipation, ranch, texas

Ein ungezähmtes Leben

Jeannette Walls , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 16.02.2010
ISBN 9783455402506
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Nachdem ich Jeannette Walls autobiographisches Werk "Schloss aus Glas" mit so viel Begeisterung gelesen hatte, wanderte ihr zweites Buch, in dem sie sich dem Leben ihrer Großmutter Lily Casey Smith widmet, umgehend auf meine Wunschliste. Nun habe ich diesen Roman gelesen und bin nach wie vor sehr von Walls Erzählkünsten angetan. "Ein ungezähmzes Leben" ist jedoch keine reine Biographie, sondern wurde von der Autorin mit fiktiven Elementen ausgeschmückt und erzählerisch aufgepeppt. Dabei herausgekommen ist ein sehr authentisch wirkender Roman, der das Leben einer Frau schildert, die die Karten, die das Leben ihr gab, immer bestmöglich ausspielte, nie ans Aufgeben dachte, sondern immer kämpfte.
Lily Casey kam 1901 auf einer kleinen Farm in Texas zur Welt. Sie war das älteste von drei Kindern und lernte schon früh, Verantwortung zu übernehmen und im elterlichen Betrieb anzupacken. Im Gegensetz zu ihrer Mutter, die letztlich zu zart war für dieses Leben, entwickelte Lily eine zupackende Art, ohne die sie ihr Leben wohl auch nicht so konsequent hätte meistern können. In ihrem Roman schildert Jeannette Walls die verschiedenen Lebensstationen ihrer Großmutter, denen ich nicht vorweggreifen möchte. Nur so viel sei gesagt: Lily Casey Smith war ganz anders als ihre Tochter Rosemary, Jeannettes Mutter, die wir bereits in "Schloss aus Glas" kennenlernen durften. Doch vieles von dem, was Walls über ihre Großmutter schildert, mag so manches im Hinblick auf Rosemarys späteres Verhalten erklären, wenn auch nicht entschuldigen.
Auch in diesem Buch empfinde ich es wieder als sehr angenehm, dass Walls nicht wertet, sondern einfach schildert, wie es war. Wenn Lily zu ihren doch oft recht seltsamen Erziehungsmethoden greift oder wenn sie schildert, dass ihre Großmutter während der Zeit auf der Ranch nicht viel vom Wäsche waschen hielt, was mir als Leser bei genauerer Betrachtung doch schon fast die Tränen in die Augen trieb, war von einer wertenden Erzählerin nichts zu sehen. Walls überlässt es ihren Lesern, nach richtig oder falsch zu suchen - eine Eigenschaft dieser Autorin, die ich sehr zu schätzen weiß.

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Swetlana Geier
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Swetlana Geier

Swetlana Geier , Taja Gut , Taja Gut
Flexibler Einband: 203 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 10.11.2011
ISBN 9783596192212
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wer russische Literatur mag, der kennt auch Swetlana Geier. Besonders ihre Dostojewskij-Neuübersetzungen haben sie bekannt gemacht, was wirklich bemerkenswert ist, denn selten werden Übersetzer in diesem Maße gewürdigt und in den Mittelpunkt gerückt.
Der vorliegende Band enthält insgesamt Aufzeichungen aus vier Interviews, die Taja Gut in den Jahren 1986, 1993, 1999, 2004 und 2007 mit der im Jahre 2010 leider verstorbenen Swetlana Geier geführt hat. Den längsten Teil bilden dabei die Aufzeichnungen aus den Jahren 2004 und 2007, die restlichen Interviews und ein kleines Zeitdokument befinden sich im recht großzügigen Anhang. Während es in den früheren Gesprächen mehr um ihr Tun und Denken geht, was sich mitunter schon sehr philosophisch und anspruchsvoll liest, offenbart sie in den Aufzeichnungen aus den Jahren 2004 und 2007 erstmals detaillierte Fakten aus ihrem ereignisreichen Leben, besonders aus Kindheit, Jugend und frühem Erwachsenenleben. Denn Swetlana Geiers frühe Jahre waren ereignisreich und prägend, sie erlebte als in Kiew geborene Ukrainerin den Terror unter Stalin, ebenso aber auch die spätere deutsche Besatzung durch Hitler. Besonders interessant ist ihr Verhältnis zu Deutschland und ihr Denken über die Deutschen, die sie durch die guten Taten, die wenige ihr und ihrer Mutter haben zukommen lassen, in einem fast durchweg positiven Licht sieht.
Es ist gut, dass die Interviews aus den früheren Jahren im Anhang nachzulesen sind, denn Swetlana Geiers Antworten aus den Jahren 2004 und 2007 wirken mitunter ein wenig ungeordnet und unverständlich, besonders wenn es um ihre Arbeit und ihr Selbstverständnis als Übersetzerin geht, da sie ein Wissen voraussetzt, was sicher nicht jeder Leser dieser Aufzeichnungen vorweisen kann. Die drei früheren Interviews sind zwar sehr anspruchsvoll, da man ihnen deutlich die Germanistin anmerkt, die Swetlana Geier ja war, doch sie erläutern manchen Fakt, der mir aus dem Hauptteil noch ungeklärt geblieben war.
"Ein Leben zwischen den Sprachen" ist anspruchsvolle Lektüre, die den Leser an vielen Stellen fordert, ihn leider aber auch oft alleine lässt. Taja Gut hat die Gespräche mit Swetlana Geier nur aufgezeichnet und auf Erläuterungen verzichtet, so dass sich dieses Buch eher an jene richtet, die sich auch vorher schon mit Swetlana Geier und ihrer Arbeit auseinandergesetzt haben. Allen anderen wird es mitunter so gehen wie mir: sie möchten die Lücken gerne füllen, um diese großartige Frau besser verstehen zu können. Und so bin ich ein bisschen hin- und hergerissen: eine reine Aufzeichnung der Gespräche ohne weiterführende Erläuterungen hat sicher viel für sich, weil sie Swetlana Geier ungetrübt und ungefiltert zeigen, einfach so, wie sie war. Doch für den Leser bleiben so auch manche Dinge unerklärt, was wiederum schade ist, da dies ein Gefühl der Unvollständigkeit zurücklässt.

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Na und, ich tanze
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ben becker, vater, biographie, kindheit, schauspieler

Na und, ich tanze

Ben Becker , Fred Sellin , Fred Sellin
Fester Einband: 493 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 23.09.2011
ISBN 9783426275368
Genre: Biografie

Rezension:

Ben Becker wird oft als Rüpel bezeichnet, doch das gefällt ihm gar nicht. Denn Rüpel sind böse und so empfindet er sich nicht. Er will seinen Spaß haben, aber weh tun soll das niemandem, außer vielleicht von Fall zu Fall ihm selbst. Andere nennen ihn ein Enfant terrible und damit kann er schon viel mehr anfangen, denn als schreckliches Kind kann man ihn durchaus sehen. Und das scheint mir nach der Lektüre seiner Autobiographie auch die Quintessenz seines Lebens zu sein: er will nicht erwachsen werden, will nicht zu sehr in der Realität leben. Ben Becker lebt seinen Traum, denn er lebt die Kunst: ein bisschen Musik, ein bisschen Theater und ab und zu mal einen Film. Er weiß auch, dass solch ein Leben der reinste Luxus ist für einen Menschen wie ihn und er genießt diesen Luxus in vollen Zügen. Und so erzählt er in diesem Buch von seinem Leben, von seiner Kindheit, die ihn für immer prägen sollte, und seiner wilden Jugend, von der man glauben könnte, sie hält bis heute an. Er beschreibt, wie er zur Schauspielerei kam, welche Steine in seinem Weg lagen und wie er sie beseitigt hat. Er verschweigt scheinbar nichts, geht auch mit seinem Drogen- und Alkoholkonsum sehr ehrlich um, aber mich beschlich relativ oft das Gefühl, dass er da dennoch sehr viel runterspielt und beschönigt. Auch seine Liebe zur Nacktheit auf der Bühne macht aus mir sicher keinen zukünftigen Zuschauer seiner Kunst und dennoch habe ich diese Autobiographie regelrecht verschlungen, denn Ben Becker ist ein großartiger Erzähler. Und das muss er auch sein, denn seine Einstellung zum Leben deckt sich größtenteils nicht mit dem, wie ich mein Leben zu meistern pflege, aber er macht einfach deutlich, dass das alles nur für ihn gilt und er keinen Anspruch auf richtig oder falsch erhebt. Er erzählt einfach, wie er lebt und mit den Chancen und Katastrophen, die das Leben für uns alle bereithält, umspringt. Dabei wird deutlich: ich würde wohl das meiste anders machen und dennoch geht von seinem Weg eine gewisse Faszination aus. Ben Becker schert sich nicht darum, was die Gesellschaft als Norm vorgibt, er macht sein Ding - und genau das zeigt auch sein Buch.
Zwischen Ben Becker und mir gibt es kaum Schnittflächen und doch war ich fast schon ein bisschen traurig, als ich die letzte Seite erreichte - ich hätte ihm noch sehr lange zuhören können! Und sehr wahrscheinlich ist diese Andersartigkeit auch genau der Grund für meine Faszination, denn spannender ist es allemal, wenn man mal über den eigenen Tellerrand gucken darf.

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Fremd
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Fremd

Hélène Visconti , Karin Krieger
Fester Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Knaus, A, 22.09.2010
ISBN 9783813503616
Genre: Biografie

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Charles Dickens
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england, biographie, charles dickens, neuentdeckung dickens, literatur

Charles Dickens

Hans-Dieter Gelfert
Fester Einband: 375 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 20.09.2011
ISBN 9783406622175
Genre: Biografie

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When That Rough God Goes Riding. Über Van Morrison
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40er jahre, 50er jahre, england, lyrik, worksongs

When That Rough God Goes Riding. Über Van Morrison

Greil Marcus , Conny Lösch
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.09.2011
ISBN 9783462043648
Genre: Biografie

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Karl May
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karl may, winnetou, kara ben nemsi, radebeul, deutscher romancier

Karl May

Helmut Schmiedt
Fester Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 25.08.2011
ISBN 9783406621161
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:

Helmut Schmiedt hat sich schon früh für Karl May und seine Werke interessiert, doch ging es weit über die kindliche Faszination, wie wir sie fast alle kennen, hinaus. Ende der 70er Jahre gab er seine Dissertation mit dem Titel Karl May. Studien zu Leben, Werk und Wirkung eines Erfolgsschriftstellers ab und seither ist er diesem Forschungszweig immer treu geblieben. Heute ist er stellvertretender Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft und mit dieser Biographie hat er einen weiteren bedeutenden Beitrag zum Verständnis des Menschen und Autors Karl May geleistet. Hauptberuflich ist Helmut Schmiedt Professor für Germanistik und Leiter des germanistischen Instituts der Universität Koblenz-Landau und den Literaturwissenschaftler merkt man seinem Buch auch an. Sprachlich und stilistisch ist Schmiedt spürbar Wissenschaftler, das sollte aber nicht davon abhalten, diese Biographie zu lesen. Denn was mir besonders gut gefiel ist die Gegenüberstellung des Privatmenschen Karl May und des Schriftstellers, wie eine das andere bedingt und vor allem welche Wirkung eine starke Phantasie haben kann. Denn während sie den Menschen Karl May immer wieder in die Bredouille reitet, weil er sich die waghalsigsten Geschichten ausdenkt, ist es auch die Phantasie, die ihn als Schriftsteller zahlreicher Romane und Erzählungen aus diesem Sumpf an kleinkriminellen Verstrickungen wieder hinausführt. Im Klappentext heißt es, Karl May habe sich wie kein anderer zwischen Wirklichkeit und Phantasie verirrt - besser kann man eigentlich nicht zusammenfassen, was Helmut Schmiedt über diesen großen Schriftsteller zusammengetragen hat. Karl May selbst prägte dafür die beiden Kunstbegriffe Ardistan und Dschinnistan: aus Ardistan, den niederen Verhältnissen, kam er und Dschinnistan, die luftigen Höhen, waren sein Ziel.
Schwierig wurde es für May immer dann, wenn die Realität auf seine Traumwelt stieß. Als Beispiel nenne ich mal seine wirkliche Orientreise im Jahre 1899, während der er zwei Nervenzusammenbrüche hatte, die nicht zuletzt darauf zurückzuführen sind, dass May, der sich selbst als Kara Ben Nemsi sah, mit der Wirklichkeit seiner Schauplätze zu kämpfen hatte. Und das führt zum Kernpunkt der These Helmut Schmiedts: Karl May richtete sein Leben an literarischen Modellen aus. Sein Transportmittel, das ihn aus Ardistan hinausbringen sollte, war die Literatur, waren die Figuren, mit denen er sich in einem mehr als normalen Maße identifizierte. Und gerade das macht eine Biographie Karl Mays so schwierig, denn seinem autobiographischen Werk Mein Leben und Streben aus dem Jahre 1910 merkt man deutlich eine literarische Ausrichtung an, die Wahrheit sah manches Mal ganz anders aus und brachte den Schriftsteller zuletzt Ardistan wieder näher, denn seine Lügengebäude blieben nicht unentdeckt.
Helmut Schmiedt beweist mit dieser Biographie, dass Karl May auch weit über seinen Tod hinaus noch zu faszinieren und zu verwirren vermag, und das eben nicht nur durch sein literarisches Vermächtnis, sondern auch als Mensch, der in seinem Leben ganz sicher nicht den geraden Weg gegangen ist - eine lohnende Lektüre!

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Charles Dickens
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Charles Dickens

Annegret Maack
Flexibler Einband: 246 Seiten
Erschienen bei BECK C.H., 01.01.1991
ISBN 9783406354748
Genre: Biografie

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Schloss aus Glas
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244 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 24 Rezensionen

kindheit, familie, armut, usa, obdachlosigkeit

Schloss aus Glas

Jeannette Walls , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diana TB, 06.06.2006
ISBN 9783453351356
Genre: Biografie

Rezension:

Wenn deine Eltern Regeln und Konventionen hassen und du ungezügelt und wild aufwachsen kannst, dann mag das für einen Moment noch verlockend klingen. Doch keine Phantasie der Welt kann deinen Hunger stillen, vor dem du Abend für Abend in den Schlaf flüchtest. Sie kann auch aus dem Pappkarton, in dem du schlafen musst, kein richtiges Bett machen. Ebenso ist sie nicht dazu in der Lage, die Stromstöße abzufangen, die du dir regelmäßig in der Küche der Bruchbude holst, die deine Eltern dein Zuhause nennen.
So sah die Kindheit Jeannette Walls aus - so, und noch viel schlimmer. Erstaunlich versöhnlich erzählt sie von dem Leben, das sie und ihre Geschwister Lori, Brian und Maureen an der Seite ihrer Eltern Dan und Rose Mary leben mussten. Der Vater ein charismatischer Trunkenbold, der seine Kinder zwar liebt, dem Alkohol und seinen verrückten Ideen jedoch so sehr verfallen ist, dass er selten einen Blick dafür hat, was seiner Familie gut tut und was nicht. Die Mutter eine launische und egoistische Frau, die immer wieder betont, endlich mal an sich und ihre Kunst denken zu müssen, dabei tut sie in Wahrheit nie etwas anderes - ihren Kindern gegenüber ist sie erschreckend gleichgültig.
Und so zieht die Familie umher, bleibt selten länger an einem Ort, verschwindet immer in Nacht- und Nebelaktionen, wenn es mal wieder Ärger gibt. Die Eltern haben nur selten einen Job, denn schließlich wollen sie sich nicht knechten lassen und überhaupt arbeitet Dan an einer einzigartigen Methode, die ihn als Goldsucher reich werden lässt. Der Traum, den er mit seiner Tochter Jeannette teilt, ist das Glasschloss, was er seiner Familie einmal bauen wird. Jeannette verehrt ihren Vater, doch je älter sie wird, desto klarer wird ihr, dass dieses Glasschloss immer nur im Kopf ihres Vaters existieren wird...

Dieses Buch vermag gleichzeitig zu unterhalten, zu faszinieren und zu schocken. Zu aberwitzig sind die Situationen, in denen diese Familie sich immer wieder bringt, dass man oft nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Es muss sehr viel Mut gekostet haben, die Geschichte dieser Kindheit aufzuschreiben, denn nachdem Jeannette Walls ihre Vergangenheit viele Jahre für sich behalten hatte, war sie in ihrem Buch entwaffnend ehrlich.
Am meisten bewundere ich die ruhige und versöhnliche Stimme, die Jeannette Walls ihrem autobiographischem Werk gegeben hat. Ihre Kindheit war schön, aber sie war auch hart, sie war entbehrungsreich, und doch voller Liebe, sie war behütet, aber sie war gleichzeitig auch schrecklich verwahrlost - und trotz all der schlechten Erinnerungen zwischen den guten, schleicht sich keine Verbitterung in ihre Erzählung. Das Werten überlässt sie größtenteils ihren Lesern, ihr scheint es auch nach all den Jahren noch schwer zu fallen. Das heißt jedoch nicht, dass sie alles verharmlost, sie erzählt einfach nur, wie es war, Tochter von Dan und Rose Mary Walls zu sein.
"Schloss aus Glas" ist ein wunderbares Buch einer starken Frau, die trotz aller Widrigkeiten was aus ihrem Leben gemacht hat - absolut zu empfehlen!

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Bud Spencer
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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

bud spencer, biografie, italien, schauspieler, biographie

Bud Spencer

Bud Spencer , David De Filippi , Lorenzo De Luca , Leo Schmidt
Fester Einband: 223 Seiten
Erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 06.04.2011
ISBN 9783862650415
Genre: Biografie

Rezension:

Wenn ich an Bud Spencer denke, dann kommen in mir wunderschöne Erinnerungen hoch. Erinnerungen an meine Kindheit, in der ich die Filme Bud Spencers geliebt habe. Mein Vater und ich konnten uns dabei immer königlich amüsieren, wir liebten es, wenn es so richtig heiß herging und die Geräuschkulisse während der Prügeleien fanden wir einfach herrlich. Meiner Mutter hat das meist nur ein Kopfschütteln entlockt, aber sie liebte unsere gemeinsame Begeisterung dafür. Ich denke, diese Erinnerung teile ich mit vielen Altersgenossen - dieser Brummbär war der Held unserer Kinderzeit! Und auch wenn es Ohrfeigen regnete, so bekamen die doch nur die Bösen.
Also war es ganz klar, dass ich die Autobiographie Carlo Pedersolis lesen musste. Nach der Lektüre bin ich jetzt nicht direkt enttäuscht, aber mehr erhofft hatte ich mir schon. Sicher ist, dass ich von einer Autobiographie weniger erwarte als von einer Biographie, denn wer über sich selbst schreibt, ist selten so gnadenlos ehrlich wie ein Fremder, der den nötigen Abstand zu den Geschehnissen hat. Und so ist es auch mit diesem Buch: es hat Charme, keine Frage, aber es kommt so bruchstückhaft daher, dass es eine kleine Recherche via Google auch getan hätte. Gut war die Autobiographie an den Stellen, an denen Carlo kleine private Anekdoten erzählte, von Geschehnissen während eines Drehs berichtete oder über Begegnungen mit anderen Berühmtheiten schrieb. Dort blitzte der besondere Charme dieses schelmischen Mannes durch und entlockte mir das ein oder andere Schmunzeln. Doch leider geht er viel zu sehr auf seine einzelnen Filme ein, nennt unzählige Namen italienischer Größen, die mir alle nichts sagten und die ich mir bei Bedarf auch aus jedem Wikipedia-Artikel hätte fischen können. Hinzu kommt, dass das ganze Buch einfach schrecklich ungeordnet wirkt. Der Mann kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen, manche Kapitel wirken, als seien sie vollkommen unreflektiert eingeschoben worden und wirken sehr deplatziert. Ganz so, als wäre dieses Buch zu schnell zurechtgeschustert worden. Dies könnte ich verzeihen, wenn Bud Spencer sich alleine für dieses Buch verantwortlich zeichnen würde, doch hatte er zwei professionelle Autoren an seiner Seite, die es eigentlich besser wissen sollten.
Gut ist, dass der Schreibstil vollkommen unanstrengend daherkommt, so dass man nicht das Gefühl haben muss, man hätte Zeit verplempert. Diese Autobiographie hat man in kürzester Zeit durch, ist danach ein wenig schlauer, aber sehr nachhaltig wirkt sie nicht.
Schade, dass Carlo Pedersoli sich nicht ein bisschen mehr Zeit genommen hat für sein Vermächtnis an die Welt, denn dass in seinem Leben viel geschehen ist, von dem es sich zu berichten lohnt, wird ganz deutlich - nur leider tat er es nur selten.

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Das Geheimnis der Cellistin
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Geheimnis der Cellistin

François Lelord , Ralf Pannowitsch
Fester Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.04.2011
ISBN 9783492050159
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:

Ich habe noch keinen der zahlreichen Romane von François Lelord gelesen und bleibe, was seine Prosa anbelangt, auch weiterhin uneingeweiht, denn "Das Geheimnis der Cellistin" ist vielmehr ein Sachbuch mit autobiographischer Prägung. Lange bevor Lelord der allseits bekannte Autor der Hector-Romane wurde, war er Psychiater - ein Beruf, dem er bis heute nachgeht.
In "Das Geheimnis der Cellisitin" gewährt er uns einen Einblick in seine Arbeit als Psychiater. Er schrieb dieses Buch bereits vor etwa 20 Jahren und hat daher jedem der neun Kapitel für die aktuelle Neuauflage einen kleinen Abriss zugesellt, der der Entwicklung seines Zweiges in diesen 20 Jahren Sorge trägt.
Er beschäftigt sich in seinem Buch mit folgenden neun Themen: Agoraphobie, bipolare Störung, Depression, Autismus, Zwangsstörungen, Schizophrenie, Bulimie, Panikattacken und Stress.
Er stellt das Krankheitsbild an einem jeweils realen Fall aus seiner Praxis vor, erklärt Symptome, den Weg zur Diagnose, Gründe für die Erkrankung und schließlich die unterschiedlichen Therapien und Behandlungsmöglichkeiten, die den Therapeuten und Ärzten gegeben sind. Dabei gelingt es ihm, durchaus Fachtermini zu benutzen, aber ohne den Laien zu verschrecken. Seine Texte sind leicht verständlich und wirken dabei dennoch fundiert.
Es ist klar, dass diese kurzen Kapitel nur einen kleinen Einblick in die Materie bieten können, doch für den Leser, der sich danach gerne weitergehend informieren möchte, bietet Lelord ausführliche Quellenangaben und Querverweise.
Ein prima Buch für Menschen, die sich bisher noch kaum mit diesen Themen beschäftigt haben. Für Leser, die allerdings schon eine breite Basis an fundiertem Vorwissen haben, dürfte Lelords Buch kaum neue Informationen bereithalten.
Da ich selbst jedoch zur Gruppe der bisher uninformierten Leser zähle, war "Das Geheimnis der Cellistin" für mich ein wahrer Gewinn!

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Die vielen Leben der Paula Fox
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

cape cod, schreiben, brooklyn, kindheit, einsamkeit

Die vielen Leben der Paula Fox

Bernadette Conrad
Fester Einband: 342 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 23.02.2011
ISBN 9783406612596
Genre: Biografie

Rezension:

So muss eine Biographie sein! Ich griff zu diesem wunderbaren Buch von Bernadette Conrad, weil ich vor kurzem den Erzählband "Die Zigarette und andere Stories" von Paula Fox gelesen hatte und durch ihre wunderschönen Kurzgeschichten, Erzählungen und Essays erst auf diese Autorin aufmerksam wurde. Nachdem ich nun dieses biographische Werk Conrads gelesen habe, weiß ich gar nicht, welches Buch dieser grandiosen Schriftstellerin, die Paula Fox schlicht und ergreifend ist, ich zuerst lesen soll.
Conrads Vorgehen ist für mich von ganz besonderer Güte. Anstatt einfach nur aus dem Leben Paula Fox' zu berichten, ein bisschen den Wortlaut diverser Interviews wiederzugeben und aus ihren Büchern zu zitieren, wählt sie eine andere Lösung. Zwar gibt es in "Die vielen Leben der Paula Fox" von all dem eben aufgezählten auch eine Menge zu lesen, aber das allein reichte Bernadette Conrad nicht. Stattdessen erzählt sie, teilweise auch in der Ich-Form und in einer Sprache, die manches Mal auch schon etwas Poetisches besitzt, von ihren Reisen, in denen sie die Schauplätze, die im Leben der Autorin eine große Rolle spielte, selbst besuchte und zu erfahren und zu erspüren versuchte, was Paula Fox dort erlebt hatte. Dazu suchte sie frühere Wohnadressen und Urlaubsdomizile auf, von der Kindheit bis heute, von New Orleans, quer durch Amerika und sogar bis Italien. Sie besuchte alte Freunde der Autorin und bat um ein Bild Paula Fox' durch deren Augen. Ebenso lernte sie die Söhne und die Tochter Paula Fox' kennen und führte Gespräche mit Schriftstellerkollegen. So entstand ein vielschichtiges Bild dieser großartigen Autorin, deren Leben von Anfang an kompliziert, holprig und emotional verstörend war. Als Kind von den eigenen Eltern in ein Findelhaus gegeben, wurde sie ihre komplette Kindheit eigentlich nur hin- und hergereicht, weil ihre Eltern sie zwar nicht wollten, sie aber auch nie ganz loslassen konnten. So verweigerten sie dem Pfarrer, der die kleine Paula die ersten Jahre bei sich aufnahm, und der der einzige Mensch war, der das Kind bedingungslos liebte und dem die Kleine vertraute, die Adoption. Mit 17 heiratete sie dann das erste Mal, wurde mit 20 schwanger, als ihre Ehe schon längst nicht mehr bestand, und gab ihre Tochter weg, was sie ihr Leben lang bereuen sollte. Und so ging ihr Leben weiter, sie blieb eine Wandernde und fand erst spät einen Halt im Leben.
Sie schrieb mehrere Romane und einige Jugendbücher, für die sie auch mehrfach ausgezeichnet wurde, doch so richtig bekannt wurde sie nie. Ihre Werke erlebten Anfang der 90er Jahre zwar eine kurze Renaissance, als Jonathan Franzen eins ihrer Bücher las und so begeistert war, dass er ein Essay dazu schrieb, aber diese Welle ebbte schnell wieder ab. Einen Grund für ihren erstaunlich niedrigen Bekanntheitsgrad nennt am Ende der Biographie die Autorin Shirley Hazzard, deren Worte ich auch ans Ende dieser Rezension stellen möchte, da sie prägnant zusammenfassen, was Paula Fox ausmacht:

"Wenn ich an Paule denke, muss ich gleich lächeln ... Ich habe immer viel mit ihr gelacht, und das ist umso erstaunlicher, als Paulas Grunderfahrung des Lebens ja eine drastische ist. Sie vereinbart in sich ein paar Dinge, die selten so zusammenkommen; dieser fixe Geist, ihre Lebhaftigkeit und das tiefe Wissen um das Tragische im Leben. Das Einzige, was sie nie konnte, war: sich selbst zu vermarkten. Das ist in sich etwas Tragisches, denn sie ist eine der Großen."

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Amundsen. Bezwinger beider Pole
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amdunsen, antarktis, kälte, biografie, südpol

Amundsen. Bezwinger beider Pole

Tor Bomann-Larsen , Karl-Ludwig Wetzig , Karl L Wetzig
Fester Einband: 703 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 29.08.2007
ISBN 9783866480681
Genre: Biografie

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Unter den Zitronenbäumen
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Unter den Zitronenbäumen

Chris Stewart , Elke Hosfeld
Fester Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag (HC)
ISBN 9783442308972
Genre: Biografie

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Hochzeit nicht ausgeschlossen
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irland, liebe, matchmaker

Hochzeit nicht ausgeschlossen

Willie Daly , Philip Dodd , Anne Lanier , Elisabeth Liebl
Fester Einband: 265 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 09.02.2011
ISBN 9783426654750
Genre: Biografie

Rezension:

Willie Daly ist Irlands letzter Matchmaker - so nennen die Iren den Heiratsvermittler. In über fünfzig Jahren brachte Willie Daly eine Menge Paare zusammen und stiftete so manche Ehe. Und das nicht nur im Irland der 60er-Jahre, in dem eine Ehe auch schon mal wegen einer guten Mitgift geschlossen wurde, sondern auch heute noch. Auch in der Zeit des Internet-Datings sind viele Menschen an der Arbeit dieses Matchmakers interessiert, der Wärme und Menschlichkeit in die oftmals verzweifelte Partnersuche einfließen lässt. Seit Jahren schon wird in Lisdoonvarna das jährliche Single-Festival veranstaltet, zu dem Willie Daly seine Dienste anbietet, aber auch außerhalb dieses großen Fests kann man Daly um seine Hilfe bitten. So verbindet er zum Beispiel seine beiden großen Leidenschaften, das Matchmaking und das Reiten, indem er für interessierte Singles den "Love Trail" anbietet: auf gemeinsamen Ausritten oder mehrtägigen Ausflügen kann man sich dort näher kommen und vielleicht die Liebe seines Lebens finden.

Daly erzählt in seinem Buch von seinem Leben als Sohn und Enkel eines Matchmakers, der mit Mitte zwanzig die Entscheidung trifft, diese Tradition fortzuführen. Dabei springt er leider zeitlich wild vor und zurück, was es manchmal schwer macht, ihm zu folgen. Eben erzählte er noch von einem modernen Paar der heutigen Zeit, das sich auf einem der Festivals kennengelernt hat, und gleich darauf hören wir die Geschichte eines jungen Mädchens, das wegen eines Esels als Mitgift regelrecht verhökert werden soll. Diese Sprünge irritieren, machen aber auch die gesellschaftlichen Veränderungen deutlich, die Willie Daly in seiner Laufbahn als Matchmaker zu meistern hatte. Und dennoch: obwohl er immer wieder vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt und man Struktur vergebens sucht, hat die Lektüre dieses Buches Spaß gemacht. Denn Daly zeichnet sich durch eins besonders aus: er nimmt das Leben mit Humor! Und das zeigen all die vielen kleinen Anekdoten, die er in diesem Buch zum Besten gegeben hat. Besonders die Passagen, in denen er schildert, wie das moderne und freiere Denken auf antiquierte und konservative Vorstellungen trifft, schildert er mit einem Augenzwinkern und einem langen Schmunzeln. Und das ist das Schöne: Daly verurteilt nicht. Weder die moderne Frau, die einen gestandenen Kerl sucht, noch den irischen Farmer, der eine Frau für Haus und Hof sucht. Für jeden Topf versucht er das passende Deckelchen zu finden, denn am Ende zählt nur eins: das gemeinsame Glück!

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Agatha Christie
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agatha christie, biografie, britisch

Agatha Christie

Laura Thompson , Tatjana Kruse
Fester Einband: 527 Seiten
Erschienen bei Scherz, 05.08.2010
ISBN 9783502151562
Genre: Biografie

Rezension:

Ich habe mich sehr gefreut, im Rahmen der Entdecker-Challenge auch eine Biographie über Agatha Christie lesen zu können, deren Kriminalromane für mich der Einstieg ins Genre waren. Gerne wollte ich wissen, wer hinter diesem großen Namen steht, den ein jeder sofort mit Miss Marple und Hercule Poirot in Verbindung bringen kann, wobei die Bücher mit diesen beiden Ermittlern wirklich nur einen Bruchteil des großen Werkes dieser Autorin ausmachen.
Der Wunsch nach mehr Hintergrundwissen wurde von dieser Biographie vollkommen erfüllt, doch ein bisschen enttäuscht bin ich dennoch, denn Laura Thompsons Stil ist nicht leicht zu schlucken. Die Autorin ist unglaublich weitschweifig, ihre Beschreibungen sind für eine Biographie oft viel zu blumig und unsachlich. Besonders grenzwertig fand ich ihre Charakterisierungen Agathas und der Menschen aus ihrem engsten Umfeld. Die wirkten meist plump und hatten wenig Tiefgang. Gerade im Hinblick auf Agathas zweiten Ehemann Max Mallowan wird deutlich, dass Laura Thompson ihm keinerlei Sympathien schenkt und sämtliche Liebesbriefe oder Geschehnisse so deutet, dass er schlecht da steht. Die Seitenhiebe auf den Mann, der immerhin 46 Jahre an der Seite seiner berühmten Frau verbrachte, bis zu deren Tod im Jahre 1976, sind für mich meistens nicht zu verstehen und in diesem Punkt lässt die Biographin auch jegliche Objektivität vermissen. Die Beispiele, die sie bringt, um ihre These des Ehemanns als reinem Nutznießer zu untermauern, habe ich völlig anders gedeutet und verstanden, was die Lektüre manchmal recht mühselig machte, weil ich ihrer Argumentationskette absolut nicht folgen konnte.
Weiterhin spickte sie ihr Buch mit unheimlich vielen Zitaten, Querverweisen und Fußnoten, was ich prinzipiell immer sehr begrüße - je mehr Informationen desto besser -, doch Laura Thompson hat es gerade zu Beginn deutlich übertrieben und den Leser dadurch tüchtig verwirrt. Außerdem hätte ich es sehr begrüßt, wenn die Fußnoten nicht in einem Anhang am Ende des Buches gestanden hätten, sondern gleich auf der entsprechenden Seite, denn bei ihnen handelte es sich nicht nur um reine Quellangaben, sondern um sehr nützliche Erläuterungen, die zum besseren Verständnis beigetragen haben. So aber musste man den Lesefluss immer wieder unterbrechen, um in den Anhang zu blättern und die Anmerkungen zu lesen, was ich als sehr lästig empfunden habe.
Am besten gefallen hat mir das Kapitel um Agathas elftägiges Verschwinden im Jahre 1926, was Laura Thompson wirklich gut gelungen ist. Diese 11 Tage werden immer ein ungelöstes Rätsel bleiben, doch die Deutung der Biographin Thompson hat mir wirklich gut gefallen und ich halte sie auch für sehr wahrscheinlich.

Als kleines Fazit lässt sich abschließend zusammenfassen, dass dieses Buch mir ein Meer an neuen Informationen beschert hat, über die ich mich sehr freue und die ich sicher erst nach und nach verarbeiten werde, doch ich habe mir diese Informationen auch hart erkämpfen müssen, da ich selten wirklich konform ging mit den Deutungen Laura Thompsons.

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Mein Leben
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autobiografie, eric clapton, biografie, musik, gitarre

Mein Leben

Eric Clapton
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 05.03.2009
ISBN 9783596180615
Genre: Biografie

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Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde
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krankheit, psychiatrie, familie, wahre geschichte, vater-tochter-beziehung

Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde

Michael Greenberg , Hans-Christian Oeser
Fester Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 16.02.2009
ISBN 9783455500370
Genre: Biografie

Rezension:

Michael Greenberg ist Journalist und Schriftsteller, doch das ist für dieses Buch im Grunde unerheblich. Hier geht es nicht um professionelles und kalkuliertes Schreiben, hier geht es um einen Vater, der mit anschauen muss, wie seine Tochter im Alter von 15 Jahren dem Wahnsinn verfällt. Das Wort Wahnsinn mag manchen nun hart, unsachlich und unprofessionell vorkommen, doch Greenberg selbst benutzt es auch, ebenso wie verrückt. Denn diesen Eindruck machte seine Tochter auf ihn, an diesem verhängnisvollen Tag im Juli 1996. An diesem Tag wurde eine wütende und aufgebrachte Sally von der Polizei nach Hause gebracht, nachdem sie in der Öffentlichkeit auffällig geworden war: sie hatte geschrien, wirres Zeug geredet und hatte Passanten gestoppt und ihnen unter heftigem Durchschütteln zu erklären versucht, dass sie mit ihrer Kindheit auch ihre Genialität verloren hätten. Am Abend des nächsten Tages bringen Michael und seine Frau Pat Sally in die Klinik und was sie nicht wahrhaben wollen wird Gewissheit: Sally leidet unter eine akuten Psychose. Die niederschmetternde Diagnose: Bipolar-I-Störung, früher bekannt unter manischer Depression.
Greenberg schildert sehr ehrlich, was diese Diagnose aus ihrem gemeinsamen Leben gemacht hat, er scheut sich auch nicht Szenen seiner Ehe zu schildern, die mir persönlich einen zu großen Seelenstriptease dargestellt hätten. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Informationen zu Sallys Krankheit gewünscht oder auch mehr über den weiteren Verlauf, doch dies ist eben kein Sachbuch, in dem ein klinischer Fall geschildert wird, sondern es sind die persönlichen Erinnerungen eines Vaters, der gemeinsam mit seiner Tochter und seiner Frau einen harten Kampf zu bestehen hatte und immer noch hat.
Ein sehr bewegendes Buch, beeindruckend in seiner entwaffnenden Offenheit und wert, gelesen zu werden.

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