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874 Bücher, 222 Rezensionen

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Stuart Horten
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88 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

magie, rätsel, kinderbuch, zaubertricks, zauberei

Stuart Horten

Lissa Evans , Temujin Doran
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 01.09.2012
ISBN 9783939435532
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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The December Boys
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

The December Boys

Michael Noonan , Barbara Küper
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 16.05.2011
ISBN 9783843200196
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
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(45)

123 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 15 Rezensionen

krimi, england, flavia de luce, mord, chemie

Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 01.10.2012
ISBN 9783764530983
Genre: Krimi & Thriller

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Der Atem des Teufels
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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

abenteuer, java, charlotte, humboldt, oskar

Der Atem des Teufels

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.06.2012
ISBN 9783785570494
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Reckless - Steinernes Fleisch
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(655)

1.158 Bibliotheken, 15 Leser, 21 Gruppen, 164 Rezensionen

märchen, fantasy, spiegel, brüder, stein

Reckless - Steinernes Fleisch

Cornelia Funke , Lionel Wigram
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 14.09.2010
ISBN 9783791504858
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Schattengrund
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(88)

153 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 61 Rezensionen

harz, erbe, thriller, winter, geheimnis

Schattengrund

Elisabeth Herrmann
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.11.2012
ISBN 9783570161265
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Reckless – Lebendige Schatten
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(175)

383 Bibliotheken, 10 Leser, 5 Gruppen, 76 Rezensionen

fantasy, märchen, fuchs, reckless, motte

Reckless – Lebendige Schatten

Cornelia Funke , Lionel Wigram , Cornelia Funke
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.09.2012
ISBN 9783791504896
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel
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(72)

170 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 18 Rezensionen

krimi, england, flavia de luce, mord, wahrsagerin

Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel

Alan Bradley , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 24.10.2011
ISBN 9783764530266
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Auch der dritte Band der Flavia-Reihe Alan Bradleys hat mich nicht enttäuscht. Ich hatte einige schöne Schmökerstunden, in denen ich gebannt und amüsiert der 11-jährigen Flavia bei ihren Ermittlungen zu einem hinterhältigen Mordversuch folgte. Gewohnt kühn und meist furchtlos fragt die kleine Detektivin und Giftmischerin sich erneut durchs Dorf, macht sich einen Reim auf den Klatsch und Tratsch der Leute und ist damit der Polizei mal wieder immer einen kleinen Schritt voraus.
Diesmal geht es um den Überfall auf die Zigeunerin Fenella Faa, deren Zelt Flavia aus Versehen auf dem Jahrmarkt in Bishop's Lacey in Brand gesetzt hat. Um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, erlaubt sie der Wahrsagerin, mit ihrem Wagen auf Buckshaw, dem Land ihrer Familie, zu rasten. Doch als sie ihren Besuch am nächsten Tag besuchen möchte, findet sie die alte Dame erschlagen in einer riesigen Blutlache. Flavia reagiert schnell und holt Hilfe, doch Fenellas Zustand ist kritisch. Und als wäre das nicht schon genug, geschehen noch mehr unglückselige Verbrechen, denen Flavia gewohnt routiniert und charmant nachspürt...

Mit jedem Buch wächst Flavia mir mehr ans Herz, und das betrifft nicht nur die kleine, raffinierte Detektivin, die sie ist, sondern auch das unter der harten Schale so verletzliche Kind, das von seinen großen Schwestern gequält wird. Sie weiß sich zwar immer gekonnt zu rächen, doch die Streiche der Schwestern gehen unter die Haut, weil sie gehässig und grausam sind: sie erzählen der kleinen Flavia immer, ihre verstorbene Mutter habe sie nie geliebt und sie sei ein Wechselbalg. Ich kann den blinden Zorn und den wütenden Schmerz gut verstehen, der deswegen in Flavia brodelt. Ganz nebenbei gibt Bradley seiner Heldin damit mehr Tiefe und ich habe diesen dritten Band daher auch als etwas ernsthafter empfunden, wenn auch wieder eine Menge Wortwitz und Humor à la Bradley dabei war.
Alles in allem ein gelungener Roman und wunderbare Unterhaltung - davon bitte mehr!

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Sieben Minuten nach Mitternacht
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(258)

449 Bibliotheken, 5 Leser, 13 Gruppen, 105 Rezensionen

tod, krebs, monster, trauer, krankheit

Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness , Siobhan Dowd , Bettina Abarbanell , Jim Kay
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei cbj, 29.08.2011
ISBN 9783570153741
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Holundermond
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(113)

195 Bibliotheken, 5 Leser, 8 Gruppen, 63 Rezensionen

kloster, wien, zeitreise, jutta wilke, jugendbuch

Holundermond

Jutta Wilke
Fester Einband: 315 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, F, 16.02.2011
ISBN 9783815753057
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Mit "Holundermond" habe ich erneut zu einem Roman aus dem Bereich Kinder- und Jugendbuch gegriffen. Wenn mir der Sinn nach einer schönen Geschichte steht, die mich einfach nur gefangen nimmt, ohne dass ich mich mit zu viel Moral und Botschaft rumschlagen muss, sind solche Abenteuerromane für Jugendliche eine gute Wahl.
Und so erging es mir auch mit diesem Buch: ich wurde gut unterhalten und mehr wollte ich auch gar nicht.
Jutta Wilke erzählt die Geschichte der 12-jährigen Nele, deren Leben sich ganz falsch anfühlt, seit ihre Eltern sich getrennt haben. Gestern noch ist ihr Vater Jan ausgezogen, heute schon sitzt er im Garten neben Nele und eröffnet ihr, dass sie nicht wie geplant zwei Wochen ihrer Sommerferien bei ihm verbringen kann. Er muss nach Wien, um der dortigen Polizei bei der Aufklärung verschiedener Diebstähle zu helfen. Jan ist Kirchenhistoriker und aus drei Wiener Kirchen verschwanden in den letzten Monaten wertvolle Gegenstände. Da Jan sich weigert, den Bitten seiner Tochter nachzukommen, die ihn anfleht, sie mit nach Wien zu nehmen, packt sie kurzerhand ihren Rucksack und versteckt sich im Auto ihres Vaters, der erst viel zu spät merkt, welchen blinden Passagier er an Bord hat. In Wien angekommen trifft Jan sich gleich am nächsten Tag mit seinem österreichischen Kollegen Dr. Holzer, der nicht wirklich begeistert ist von der Hilfe aus Deutschland. Nele und Flavio, den sie in ihrer Pension kennengelernt hat, trauen dem seltsamen Mann nicht über den Weg und schon bald soll sich zeigen, dass selbst ihre schlimmsten Befürchtungen mit der Wahrheit nicht Schritt halten können...
Man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass man es mit einem Buch für Kinder bzw. Jugendliche zu tun hat. Mit erwachsenen Maßstäben finden sich so einige Ungereimtheiten, die einem den Spaß verderben können, wenn man sich zu sehr an ihnen festbeißt. Daher habe ich versucht, bei der Lektüre die Logik unter den Tisch fallen zu lassen und bin damit, so denke ich, auch ganz gut gefahren. Ob man die Jugend allerdings unterschätzt, wenn man meint, dass ihnen die kleinen Fehler nicht auffallen, wüsste ich nicht mit Gewissheit zu sagen. Ein Patzer war auch ein bisschen größer, aber fast hätte auch ich ihn überlesen.
Nichtsdestoweniger ist Jutta Wilke ein spannender Roman gelungen, dessen Protagonisten mir sympathisch waren, wenn ich mir auch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte.

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Der gläserne Fluch
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(43)

97 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

abenteuer, expedition, humboldt, afrika, jugendbuch

Der gläserne Fluch

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 477 Seiten
Erschienen bei Loewe, 08.06.2011
ISBN 9783785565773
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Auch der dritte Band der Chroniken der Weltensucher vermag zu fesseln, genau wie seine beiden Vorgänger. Damit ist klar, welch eine starke Reihe Thomas Thiemeyer mit seinen Geschichten rund um seinen Helden Carl Friedrich von Humboldt und seine Gefährten erschaffen hat. Nicht selten verliert eine solche Serie schon früh ihre Reize, doch Thiemeyers Abenteuergeschichten waren bisher immer gute und spannende Unterhaltung.
In diesem dritten Teil der Chroniken geht die Reise der Gefährten nach Afrika, wo sie sich auf die Suche nach einem Fluch machen, der einen alten Freund Humboldts befallen hat. Bedauerlicherweise sind sie nicht die einzigen, die dieses Ziel verfolgen: ein Söldnertrupp unter der Führung eines skrupellosen Engländers ist ebenfalls unterwegs nach Afrika. Und leider führen diese Widersacher Humboldts nichts Gutes im Sinne...
Ich finde es toll, dass es solche Bücher im Bereich der Jugendliteratur noch gibt! Ich selber hätte diese Reihe als Kind regelrecht verschlungen, was vielleicht auch erklärt, warum ich auch jetzt noch meine helle Freude an den Geschichten rund um Thiemeyers Helden habe. Auch die beiden kleinen Unlogiken am Ende des Buches tun meiner Begeisterung kaum Abbruch und so habe ich wieder einige schöne Lesestunden verbringen können. Nur weiter so, Herr Thiemeyer!
Diese Rezension halte ich aber nun bewusst ein bisschen kürzer, denn beim dritten Band einer Reihe steigt auch leider die Gefahr, zu viel zu verraten. Zwar sind die Abenteuergeschichten in sich abgeschlossen, aber die Entwicklung der Figuren zieht sich natürlich durch die Serie und da will ich mich nicht verplappern. Nur so viel: bleibt dran! Carl Friedrich von Humboldt, Oskar, Charlotte und Eliza sind noch nicht am Ende ihrer gemeinsamen Geschichte!

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Betty und ihre Schwestern
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(38)

53 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

schwestern, kinderbuch, familie, klassiker, roman

Betty und ihre Schwestern

Louisa May Alcott
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arena
ISBN 9783401046754
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Marina
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(227)

387 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 65 Rezensionen

barcelona, liebe, freundschaft, spanien, tod

Marina

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar , Carlos Ruiz Zafón
Fester Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 08.04.2011
ISBN 9783100954015
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

"Marina" ist ein guter Roman: spannend, mitreißend und geheimnisvoll erzählt er mehr als nur eine Liebesgeschichte. Doch "Marina" ist nicht das, was ich erwartet habe.
Im Vorwort zu diesem Roman spricht Zafón davon, dass dieses Buch sein liebstes sei, dessen Veröffentlichung ihm aber den meisten Verdruss beschert habe, da aus ihm etwas gemacht werden sollte, was es nicht war. Gerade im Hinblick darauf sollte man doch meinen, dass es wichtig ist, einen aussagekräftigen Klappentext zu entwerfen, der keine falschen Erwartungen beim Leser schürt. Zwar kann man dem Klappentext der aktuellen Ausgabe nicht nachsagen, er sei falsch, doch lässt er eben eine wichtige Komponente weg, die den Roman für mich in ein ganz anderes Licht rückt. "Marina" ist eben mehr als die Geschichte einer besonderen Freundschaft und Liebe, denn die Komponente, von der ich schrieb, ist Grusel und Horror, was ich schlichtweg nicht erwartet hatte. Liest man den Klappentext erneut, nachdem man den Roman beendet hat, spürt man Andeutungen dieses Spuks zwischen den Zeilen, aber ohne dieses Wissen habe ich vor der Lektüre nichts davon wahrgenommen. Insgesamt hatte ich ein erwachseneres Buch erwartet und keins, was auf der Schwelle zwischen Jugendbuch und erwachsenem Roman liegt, ohne sich recht entscheiden zu können, wo es hingehört.

Jedoch, losgelöst von meinen persönlichen Erwartungen, hat dieser Roman mir gefallen. Er erzählt die Geschichte des 15-jährigen Óscars, Schüler eines Internats in Barcelona, der auf seinen Streifzügen durch alle Ecken der Stadt auf die gleichaltrige Marina trifft. Sie und ihr Vater Germán leben allein und zurückgezogen in einer großen Villa, an der der Zahn der Zeit schon lange nagt. Sie nehmen ihn auf in ihre kleine Familie und er wird Zeuge von Germáns Anfällen von Müdigkeit, die mit einer nicht näher benannten Krankheit einhergehen. Óscar wird Marinas bester und einziger Freund und gemeinsam werden sie in ein Abenteuer hineingerissen, das Ausmaße annimmt, die mit menschlichen Maßstäben nicht mehr zu ermessen sind. Sie stochern in der Vergangenheit eines der ehemals reichsten Männer der Stadt, der schon seit vielen Jahren tot ist. Viele Menschen erzählen ihnen die Geschichte dieses Michail Kolweniks, doch jeder erzählt sie anders. Als die beiden dann der Wahrheit auf die Spur kommen, ist sie ganz anders, als sie sich je hätten träumen lassen...

Man muss sich unbedingt bewusst machen, dass "Marina" kein realistischer Roman ist und auch mehr als nur eine kleine geheimnisumwobene Nuance besitzt. Dieser Roman konfrontiert einen mit zu neuem Leben erweckten Toten und ist daher ganz anders anzugehen als die beiden Romane "Der Schatten des Windes" oder "Das Spiel des Engels". Ich verorte ihn eher bei seinen Jugendbüchern, wenn auch etwas blutiger und mit mehr Tiefgang ausgerüstet. Ein Lesevergnügen, wenn man weiß, worauf man sich einlässt.

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Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel
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(151)

280 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 38 Rezensionen

mord, krimi, england, chemie, flavia de luce

Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 27.09.2010
ISBN 9783764530297
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ich werde mich mit dieser Rezension wohl sehr kurz fassen, da ich den ersten Band der Flavia de Luce-Reihe ja schon recht ausführlich besprochen habe. Und auch im zweiten Band ist Flavia wieder die liebenswürdige und drollige kleine Heldin, in die ich mich im ersten Teil schon gleich verliebte.
Diesmal gilt es den Mord an einem berühmten Puppenspieler aufzuklären, den Flavia seit einigen Tagen kannte, weil sie half, die Vorstellung im Gemeindehaus von Bishop's Lacey vorzubereiten. Und wieder einmal ist Flavia der Polizei mehr als einen Schritt voraus, denn niemand kann sich so in die Herzen der Einheimischen schmeicheln wie sie. Ihr Ziel dabei ist ganz klar: Informationen, Klatsch und Tratsch - und am Ende steht die Lösung des Falls.

Das Personal dieses Romans ist einfach nur bezaubernd und es gab wieder einige Sätze aus dem Mund der kleinen Flavia, über die ich mich königlich zu amüsieren wusste. Wenn so viel Weisheit im Gewand einer Elfjährigen daherkommt, die bereits gelernt hat, das Leben mit Humor zu nehmen, dann verspricht dies ein wunderbar gewitztes und amüsantes Leseerlebnis.

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Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet
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(416)

699 Bibliotheken, 23 Leser, 15 Gruppen, 93 Rezensionen

chemie, england, mord, krimi, briefmarken

Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 14.09.2009
ISBN 9783764530273
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ein Krimi braucht immer einen guten Ermittler: er muss hartnäckig sein, geschickt kombinieren und die richtigen Rückschlüsse ziehen können. Wenn er dann noch einige sympathische Eigenheiten in sich vereint, bin ich als Liebhaberin des klassischen Kriminalromans schnell geködert. Alan Bradley hat so einen Ermittler erschaffen und dennoch ist Flavia ganz anders als die anderen. Denn Flavia de Luce ist erst 11 Jahre alt und der Chemie und all ihren Offenbarungen verfallen. Zuhause hat sie ihr eigenes Labor, das einst für den Hoffnungsträger in der Ahnenreihe der de Luces geschaffen und später auch von Flavias verstorbener Mutter Harriet genutzt wurde. Dort schmökert sie sich durch das gut sortierte Angebot an Fachliteratur und macht ihre eigenen Experimente. Besonders angetan haben es ihr die Gifte, weswegen sie für solche Dinge ein besonderes Näschen und Auge entwickelt hat. Das alles wird sehr nützlich für sie, als sie im Gurkenbeet einen Sterbenden findet, der ihr mit seinem letzten Atemzug noch den Ausruf "Vale!" entgegenhaucht und dann stirbt. Wer ist dieser Mann? Ist es etwa derselbe Kerl, mit dem ihr Vater sich am Abend zuvor gestritten hat? Und was bedeutet dieses "Vale!"? Und nicht zuletzt: wer hat ihn umgebracht und warum? Die Polizei wird gerufen und beginnt zu ermitteln, doch Flavia zieht lieber eigene Rückschlüsse und versucht auf eigene Faust, dem Mörder auf die Spur zu kommen.

Mit Flavia hat Alan Bradley eine schrullige, aber liebenswerte kleine Heldin erschaffen, der ich gerne durch diese Kriminalgeschichte gefolgt bin. Durch ihr angelesenes und erprobtes Wissen wirkt sie vielleicht manchmal ein bisschen altklug, doch Bradley hat sie mit einem ganz besonderen Humor ausgestattet, der dies mehr als wieder wettmacht. Was die Handlung anbelangt, sind schon ein paar kleine Ungereimtheiten dabei. Doch man muss sich auch immer wieder bewusst machen, dass "Mord im Gurkenbeet" ein Jugendbuch ist, mit erwachsenem, analytischem Denken mag einen da manche Folgerung der kleinen Flavia stutzig machen, doch mit Kinderaugen sieht das sicher anders aus. Für den erwachsenen Leser wertvoll und unterhaltend wird dieses Buch jedoch durch Alan Bradleys besonderen Wortwitz. Während der Lektüre dieses Buches habe ich oft geschmunzelt, manches Mal auch gelacht.
Mit Flavia de Luce hat Alan Bradley eine besondere Heldin erschaffen: sie ist furchtlos, aber dann auch doch wieder nur ein Kind. Sie ist ein bisschen schrullig, aber darin absolut liebenswert. Ihr ironischer Humor und ihr Hang zu Zukunftsvisionen mit besonderer Dramatik machen diesen Roman ebenso drollig wie die Streiche, die die Schwestern de Luce sich gegenseitig spielen. Für mich alles in allem eine mehr als lohnenswerte und unterhaltsame Lektüre und der Beginn einer wundervollen Reihe.

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Drei Wünsche hast du frei
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(330)

591 Bibliotheken, 5 Leser, 9 Gruppen, 106 Rezensionen

dschinn, liebe, wünsche, freundschaft, fantasy

Drei Wünsche hast du frei

Jackson Pearce , Christine Gaspard
Fester Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.09.2010
ISBN 9783426283363
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Als die Steine noch Vögel waren
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(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

jugendbuch, ziele, geschwister, finnland, lebensansichten

Als die Steine noch Vögel waren

Marjaleena Lembcke
Flexibler Einband: 122 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 14.01.2009
ISBN 9783596808045
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Mit diesem Buch habe ich einen kleinen Ausflug in die Welt der Kinder- und Jugendbücher unternommen, der sich wahrlich gelohnt hat. Es hat auch dem erwachsenen Leser einiges zu bieten, denn es steckt voller humoriger, aber auch tiefgründiger Momente.
Marjaleena Lembcke erzählt in diesem Büchlein Pekkas Geschichte. Pekka ist anders als andere Kinder, schon seine Geburt war kompliziert, danach war er lange im Krankenhaus und musste viele Operationen über sich ergehen lassen. Doch Pekka hat ein sonniges Gemüt und liebt einfach alles! Seine Schwester, die Erzählerin dieser kleinen Geschichte, nennt ihren kleinen Bruder den "Weltmeister im Liebhaben", und das ist er wirklich. Pekka liebt alles und jeden und sagt es auch, was bei fremden Menschen schon mal für Verwirrung sorgen kann. Doch der Kleine sucht sich seinen Platz im Leben, trotz Behinderung und Ausgrenzung, denn den Weltmeister im Liebhaben muss man einfach lieben!
Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen! Es hat mich sehr gefreut, Pekkas Bekanntschaft zu machen und ich kann ehrlich sagen: ich hab' ihn lieb, den kleinen Weltmeister, und sein Blick auf die Welt ist schön und manches Mal sehr weise.

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Arthur und die Stadt ohne Namen
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(47)

107 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

bücher, arthur, wüste, freundschaft, trilogie

Arthur und die Stadt ohne Namen

Gerd Ruebenstrunk , Laurence Sartin
Fester Einband: 438 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 21.01.2011
ISBN 9783760764535
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Im letzten Band der Arthur-Trilogie machen Arthur und Larissa sich erneut auf die Suche nach einem der vergessenen Bücher, doch diesmal wird es bitterer Ernst. Denn das Buch, das sie suchen, ist das mächtigste der vergessenen Bücher: das Buch der Leere. Nur mit seiner Hilfe kann es ihnen gelingen, Larissas Eltern aus den Händen der dunklen Schatten zu retten. Ihre Suche führt sie zuerst nach Edinburgh und dann in die arabische Wüste, wo sich das Schicksal der vergessenen Bücher erfüllen wird. Helfen soll ihnen diesmal der oberste Bewahrer, der nur der Bibliothekar genannt wird, doch Arthur und Larissa sind sich gar nicht sicher, ob dieser Mann wirklich auf ihrer Seite steht...
Mehr möchte ich von der Handlung nun nicht verraten, schließlich handelt es sich hier um den letzten Band von dreien, und Leser, die die Trilogie gerade erst für sich entdecken, sollen hier nicht schon das Ende verraten bekommen.
Nachdem mir der zweite Band nicht so gut gefiel wie der erste, weil ich ihn zu unstrukturiert, chaotisch und streckenweise unlogisch fand, trumpft Ruebenstrunk hier mit einem furiosen Finale auf. Sicher, ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich auch in diesem dritten Band nicht an einigen Logikdefiziten gestoßen hätte, doch ich versuche immer wieder mir vor Augen zu führen, dass ich hier ein Jugendbuch in den Händen halte - da sind andere Maßstäbe gefragt. Da darf ich mich nicht wundern, dass ein UN-Mitarbeiter ungefragt zwei Kinder allein in die Wüste entlässt oder dass Larissa, die sich mit der Suche nach vergessenen Büchern beschäftigt und schon einem der Schatten begegnet ist, immer noch alles rational erklären will. Als ich es endlich geschafft hatte, solchen Details gedanklich nicht länger nachzuhängen, konnte ich Arthurs und Larissas Abenteuer richtig genießen, besonders gegen Ende wurde es sehr spannend - und leider für meinen Geschmack auch ein bisschen kitschig.
Nichtsdestoweniger denke ich, dass die Arthur-Trilogie von Ruebenstrunk sich bestens als Lektüre für den jungen Leser eignet!

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Der Mitternachtspalast
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(42)

121 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 17 Rezensionen

kalkutta, indien, fantasy, freundschaft, carlos ruiz zafón

Der Mitternachtspalast

Carlos Ruiz Zafón , Lisa Grüneisen , Carlos Ruiz Zafón
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 25.10.2010
ISBN 9783841440020
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

"Mitternachtspalast" ist der mittlere Roman der Nebel-Trilogie des spanischen Autors Carlos Ruiz Zafón und, wie die anderen beiden Bände auch, ein Jugendbuch.
Es erzählt die Geschichte der Zwillinge Ben und Sheere, die erst voneinander erfahren, als sie sechzehn Jahre alt sind. Ben wuchs in einem Waisenhaus in Kalkutta auf und Sheere bei ihrer Großmutter, die die Kinder damals aus gutem Grund trennte. Die beiden sind in großer Gefahr, entscheiden aber über den Kopf ihrer Großmutter hinweg, dass sie sich ihrem mächtigen Gegner, einem Feuerdämon, der auf grausame Weise mit ihrer Vergangenheit, ihrer Gegenwart und ihrer Zukunft verbunden ist, stellen wollen. Gemeinsam mit Bens besten Freunden machen sie sich auf den Weg, dem Geheimnis, das ihr Leben steuert, auf die Schliche zu kommen. Dabei können sie jedoch nicht nur ihr Leben verlieren, sondern auch ihre Seelen...

Zafóns Romane sind mitreißend, auch wenn man als Erwachsener einen seiner Jugendromane liest. Kleine Schwächen sind schnell verziehen, ist doch die Sprache dieses Buches einfach traumhaft und die Geschichte spannend und mysteriös, gewürzt mit einem ordentlichen Gruselfaktor. Zwei kleine Logikfehler ließen mich erst aufhorchen, doch in der Summe können sie der Geschichte um Ben und Sheere nichts anhaben.
Nur für Freunde eines reinen Happy-Ends eignet sich dieser Roman nicht, denn Zafón hat klar erkannt, dass seine Geschichte nicht makellos enden kann, sondern eine Traurigkeit transportiert, über die auch der Autor sich nicht hinwegsetzen darf.

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Das Tal - Das Spiel
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(514)

837 Bibliotheken, 9 Leser, 15 Gruppen, 142 Rezensionen

college, thriller, tal, mord, jugendbuch

Das Tal - Das Spiel

Krystyna Kuhn
Flexibler Einband: 299 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.05.2010
ISBN 9783401064727
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Der Palast des Poseidon
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(56)

127 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

abenteuer, berlin, paris, humboldt, jugendbuch

Der Palast des Poseidon

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.06.2010
ISBN 9783785565766
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Auch dem zweiten Teil der Chroniken der Weltensucher spürt man Thiemeyers Liebe für Jules Verne und seine abenteuerlichen Geschichten ab. Diesmal kommt der Autor so bekannter Romane wie "In achtzig Tagen um die Welt" oder "20.000 Meilen unter dem Meer" sogar einmal kurz vor, ganz zur Freude des jungen Helden Oskar, der die Romane Jules Vernes regelrecht verschlungen hat und sich nie hätte träumen lassen, seinem Idol einmal die Hand schütteln zu können.

Thiemeyer entführt seine Leser in diesem zweiten Band seiner Chroniken in die Weiten des Ozeans. Humboldt und seine Gehilfen werden von einem griechischen Reederssohn damit beauftragt herauszufinden, was mit den vielen Schiffen passiert ist, die in den letzten Monaten auf offenen Meer einfach so verschwunden sind. Einziger Anhaltspunkt ist die Aussage eines Kapitäns, der das Unglück überlebt hat und von einem Seeungeheuer berichtet, das sein Schiff mit seinen riesigen Fangarmen gepackt und unter Wasser gezogen hat. Nachdem Humboldt den Auftrag angenommen hat, wird schnell deutlich, dass es jemanden gibt, der unbedingt verhindern möchte, dass er und seine Freunde etwas herausfinden und ihre Mission erfolgreich zu Ende bringen - sie werden verfolgt, von einem großen Fremden, der ihnen offen nach dem Leben trachtet...

Thiemeyer versteht es, seine Leser zu fesseln - und dabei ganz sicher nicht nur die jungen Leser, sondern alle, die Freude haben an einem guten Abenteuerroman, der ganz in der Tradition des großen Jules Verne steht.
Die Geschichte seiner Figuren entwickelt Thiemeyer in diesem zweiten Band weiter und wir lernen seine Helden noch besser kennen - sogar die ganz kleinen Helden: Kiwi Wilma bekommt eine Stimme und wird zum Retter in der Not.
Dieser Roman sprüht vor Abenteuerlust und Forscherdrang. Und eine ganz wichtige Lektion lehrt er auch: Gib niemals auf!

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Die Stadt der Regenfresser
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(112)

256 Bibliotheken, 5 Leser, 12 Gruppen, 44 Rezensionen

abenteuer, peru, humboldt, jugendbuch, expedition

Die Stadt der Regenfresser

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 447 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.09.2009
ISBN 9783785565742
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Thiemeyers Jugendroman "Die Stadt der Regenfresser" lässt mich an die großen Abenteuerromane alter Meister denken. Er erinnert an die mutigen und mitunter schrulligen Abenteurer, mit denen Jules Verne unsere Herzen höher schlagen ließ, aber auch an die phantastischen Erlebnisse, die die Protagonisten in Arthur Conan Doyles Roman "Die vergessene Welt" erleben durften. Thiemeyer ist mit diesem Buch eine wunderschöne und spannende Mischung gelungen, die nicht nur Jugendliche mitzureißen vermag. Schon jetzt freue ich mich auf den zweiten Teil dieser "Chroniken der Weltensucher", der vor kurzem erschienen ist.

Aber nun zum Inhalt: Carl Friedrich von Humboldt glaubt, ein Sohn des berühmten Alexander von Humboldt zu sein. Und ebenso wie sein Vater, ist auch Carl Friedrich ein Abenteurer und Entdecker. Diesmal soll seine Reise nach Peru gehen, da er vor kurzem eine Fotoplatte entdeckt hat, die eine Stadt in den Wolken abbildet - die Stadt, von der eine alte Legende erzählt und in der die Regenfresser leben sollen. Doch Humboldt macht sich nicht alleine auf die Suche nach dieser Stadt, begleitet wird er von seiner Nichte Charlotte, seiner Vertrauten Eliza, die eine haitianische weiße Zauberin ist, und vom jungen Berliner Straßendieb Oskar, der Humboldt hatte bestehlen wollen und sich nun unversehens in diesem Abenteuer wiederfindet, da Humboldt ihn als Diener in seine Dienste aufgenommen hat. Gemeinsam machen sie sich auf ihre beschwerliche Reise, doch ihr Trip wird zu einem Wettlauf. Max Pepper, Redakteuer eines Natur- und Wissenschaftsmagazins, macht sich auf die Suche nach seinem Fotografen Harry Boswell, dessen Fotoplatten die Stadt in den Wolken abgebildet hatten und der als verschollen gilt. An seiner Seite befindet sich die Sölderin Valkrys Stone, die noch ein Hühnchen mit Carl Friedrich von Humboldt zu rupfen hat und ihn unbedingt zum Kampf stellen möchte...

Dieser Roman hat im Grunde alles, was ein spannender Abenteuerroman braucht: es gibt die große Herausforderung, eine alte Legende zur Wahrheit zu machen und neue Kulturen, unbekannte Länder und bisher unentdeckte Spezies zu entdecken; es gibt einen charismatischen Helden und Anführer, der aber auch so seine Schrullen hat; es gibt eine Widersacherin, die in ihrer Jagd nach dem alten Feind gnadenlos zu sein scheint; es gibt Oskar und Charlotte, die ihr erstes großes Abenteuer zu bestehen haben und dabei eine Menge über die Menschen an sich, speziell aber über sich selbst lernen werden; und es gibt so vieles mehr, das diesen Roman lesens- und absolut empfehlenswert macht!

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Arthur und der Botschafter der Schatten
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139 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

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Arthur und der Botschafter der Schatten

Gerd Ruebenstrunk , Laurence Sartin
Fester Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 15.06.2010
ISBN 9783760751900
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

"Arthur und der Botschafter der Schatten" ist der zweite Teil einer Trilogie, deren ersten Band ("Arthur und die vergessenen Bücher") ich vor einigen Wochen hier schon rezensiert habe.

Der Inhalt lässt sich nun nicht so einfach zusammenfassen, da man Gefahr läuft, zu viele Informationen über den ersten Band zu verraten und somit dem geneigten Leser die Spannung zu rauben.
So viel sei aber gesagt: auch in diesem Band machen Arthur und Larissa sich wieder auf die Suche nach einem der vergessenen Bücher. Doch dieses Mal hat ihre Suche eine ganz persönliche Komponente, denn es geht darum, mit diesem Buch Larissas verschollene und lange totgeglaubten Eltern zu finden. Nach über 10 Jahren erhält Larissa in Form eines Briefes erstmals einen Hinweis auf das Schicksal ihrer Eltern. Bei dem nächtlichen Treffen mit dem Boten dieser Nachricht, verspricht der ihr, ihr bei der Suche nach ihren Eltern zu helfen, wenn sie ihm im Gegenzug dafür das "Buch der Wege" aushändigt. Larissa ist wild entschlossen und zu allem bereit und so machen sie und Arthur sich auf eine weitere abenteuerliche Reise, die sie nach Córdoba und Dubrovnik führen wird. Doch nicht nur sie suchen das "Buch der Wege", auch ein alter Bekannter will es haben und heftet sich an ihre Fersen...

Dieser zweite Band aus Gerd Ruebenstrunks Trilogie ist leider nicht so stark wie der erste Teil es hatte hoffen lassen.
"Arthur und der Botschafter der Schatten" hat wesentlich mehr Längen als der erste Band und war bei weitem nicht so spannend. Was ich bei "Arthur und die vergessenen Bücher" noch als verzeihbare Schwächen eines Jugendbuchs abtun konnte, nimmt hier zum Teil einfach überhand, denn viele Hinweise, die Arthur und Larissa in diesem Abenteuer sammeln, wirken zu sehr an den Haaren herbeigezogen. In diesem zweiten Band haben sich einfach ein paar ärgerliche Logikfehler eingeschlichen, die ich nicht einfach so überlesen konnte.
Was mir gar nicht gefiel war die Anspielung auf Dostojewskis "Die Brüder Karamasow" - das wirkt einfach nur plump und der Zaunpfahl ist zu groß, als dass man mit ihm noch winken könnte.
Nichtsdestoweniger hatte ich Freude an der Geschichte, und vor dem Hintergrund des ersten Bandes bin ich trotz allem gespannt auf den dritten und abschließenden Teil dieser Trilogie!

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Arthur und die vergessenen Bücher
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Arthur und die vergessenen Bücher

Gerd Ruebenstrunk , Laurence Sartin
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 15.07.2009
ISBN 9783760736280
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch macht es jedem Käufer leicht, denn hinter einem wunderschön gestalteten Einband verbirgt sich eine wundervolle Geschichte. Und für jeden echten Bücherwurm setzt der Autor noch eins drauf, denn das Thema seines Romans sind Bücher - damit sind wir Leseratten schnell geködert und nach der Lektüre dieses Jugendromans weiß ich, dass ich nach dem richtigen Köder geschnappt habe! ;)
Bevor man sich als Erwachsener an dieses Buch heranwagt, sollte man in der eigenen Lebensgeschichte einen großen Schritt zurückmachen und wieder mit den Augen eines Kindes lesen. Tut man dies nicht, hält man sich viel zu sehr damit auf, die Handlung allzu rational zu betrachten und nimmt sich damit jegliche Lesefreude. "Arthur und die vergessenen Bücher" wird aus der Perspektive eines 14-jährigen Jungen erzählt und man sollte in der Lage sein, seinem Blick auf die Geschichte ganz unverkopft zu folgen, damit der Zauber dieses Buches mit seiner Arbeit beginnen kann.

Arthur ist also 14 Jahre alt und arbeitet in den Ferien seit zwei Jahren für den Antiquar Johann Lackmann, den er nur den Bücherwurm nennt. Eines Tages stürmt ein seltsamer Mann das Antiquariat und verschwindet mit dem Bücherwurm im Büro, aus dem er kurz danach aber wieder aufgebracht hinausstürmt. Für den Rest des Tages bekommt Arthur seinen Chef nur noch einmal kurz nach diesem Vorfall zu sehen, danach nicht mehr, weswegen Arthur nach Feierabend einfach den Laden verschließt und zum Bücherwurm nach Hause geht, wo er während der Ferien auch wohnt. Als er morgens den Laden wieder betritt, findet er den Bücherwurm gefesselt am Boden seines Büros vor. Dieser erzählt ihm nun, dass er sich seit Jahren mit den so genannten vergessenen Büchern beschäftigt. Wer diese Bücher besitzt, hat danach die Macht, die Welt zu beherrschen. Daher gibt es Bewahrer dieser Bücher, aber auch Sucher, die diese Allmacht anstreben. Seit Jahren nun hat man nichts mehr von den Bewahrern und den vergessenen Büchern gehört, doch nun scheint eine neue Spur aufgetaucht zu sein und die Sucher sind schon mobilisiert. Der Bücherwurm überredet Arthur, sich auf die Suche nach dem "Buch der Antworten" zu machen und es zu finden, bevor es in die falschen Hände gerät. Er soll sich aber nicht alleine auf den Weg machen, sondern Larissa, die Enkelin des Bücherwurms, wird ihn begleiten. Ihre erste Reise führt die beiden nach Amsterdam, denn es gibt einen Hinweis darauf, dass sich das Buch dort befindet. Bereits im Zug merkt Arthur, dass sie sich nicht alleine auf der Suche nach dem Buch befinden und er lernt schnell, vorsichtig zu sein und niemandem zu vertrauen. Werden Arthur und Larissa das Buch finden? Und welche Abenteuer warten auf sie? Und werden sie es schaffen, der Erzfeindin des Bücherwurms und ihren Söhnen zuvorzukommen?

Dieses Buch ist spannend, ohne dabei reißerisch oder brutal zu sein und das macht in meinen Augen auch den besonderen Reiz dieser Geschichte aus. Es geschehen Dinge, die man sich nicht erklären kann und Arthur und Larissa begeben sich in viele Gefahren, aber keine der geschilderten Szenen hat einen Hang zu Grausamkeiten. Unter den aktuellen Jugendbüchern tummelt sich so einiges, was man den eigenen Kindern vielleicht eher ungern zum Lesen geben möchte, aber bei diesem Buch weiß man den Nachwuchs in guten Händen. Der junge Leser bekommt hier alles, was er braucht: zwei sympathische Protagonisten, Spannung, Verwirrung, ein bisschen was Magisches und viele kleine Rätsel, die es zu lösen gilt. Und auch der nicht mehr ganz so junge Leser kann mit diesem Roman schöne Lesestunden verbringen und noch einmal Kind sein.
Und wenn ihr wissen wollt, worum es sich bei den "Sportsfreunden der Sperrtechnik" handelt, dann lest dieses Buch und findet's raus!

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Der Fürst des Nebels
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Der Fürst des Nebels

Carlos Ruiz Zafón , Lisa Grüneisen
Fester Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 05.03.2010
ISBN 9783841440013
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

"Der Fürst des Nebels" war Zafóns erster Roman und ein bisschen merkt man ihm den Anfänger auch an. Es handelt sich hierbei um den ersten Teil der Nebel-Trilogie, der 1996 schon einmal auf Deutsch vorlag, damals als Taschenbuchausgabe bei dtv. Der Fischerverlag hat sich nun dieser Trilogie angenommen und bringt nach und nach alle drei Teile heraus. Begonnen hat er 2009 mit dem letzten Teil der Trilogie, "Der dunkle Wächter", gefolgt von "Der Fürst des Nebels" im März dieses Jahres und der mittlere Band, "Der MItternachtspalast", erscheint voraussichtlich im Oktober 2010.

In "Der Fürst des Nebels" nimmt Zafón uns mit in ein kleines, verschlafenes Küstendörfchen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Maximilan Carver verlässt mit seiner Frau Andrea und den drei Kindern Max, Alicia und Irina die Stadt, in der sie bisher lebten, um den Schrecken des immer näher kommenden Krieges zu entgehen. Die Familie zieht in ein großes Haus am Meer, das viele Jahre leerstand, nachdem der kleine Sohn der früheren Besitzer im Meer ertrunken war. Auf den ersten Blick scheint in diesem verschlafenen Fischernest nichts los zu sein, doch Max hat schon bald das Gefühl, dass diese Ruhe recht trügerisch ist. Was hat es mit dem furchterregenden Skulpturengarten auf sich, den Max hinter dem Haus entdeckt hat? Und was ist wirklich mit dem kleinen Jungen damals geschehen? Max, Alicia und ihr neuer Freund Roland stecken schon bald ganz tief drin in einer Geschichte, die mit dem normalen Menschenverstand nicht zu erfassen ist, sondern von den Begierden einer finsteren Macht gelenkt wird...

Zafón gelingt es, die Spannung auf den wenigen Seiten dieses Romans kontinuierlich zu steigern, wenngleich der vorliegende Roman eher recht einfach gestrickt ist. Alles in allem ist "Der Fürst des Nebels" ein gelungener Debütroman, von einem Meisterwerk ist er jedoch noch weit entfernt. Bei den Büchern der Nebel-Trilogie handelt es sich allerdings auch um Jugendbücher, daher sollte man nicht mit der Erwartung herangehen, Romane in der Qualität und Intensität vor sich zu haben, wie Zafóns gefeierte Werke "Der Schatten des Windes" oder "Das Spiel des Engels". Sie sind natürlich einfacher geschrieben und weniger tiefgründig, aber das liegt in der Natur der Sache, denn das Zielpublikum ist ein wesentlich jüngeres.

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